TEAM GREEN’N FIT: Der Mythos Ötztaler

TEAM GREEN’N FIT: Der Mythos Ötztaler

Der Ötztaler Radmarathon, ein Mythos unter Radsportlern in der grandiosen Kulisse der Tiroler Alpen über 4 Passe, 238 km und 5500 hm.

Da durfte das Team Green ´n Fit natürlich nicht fehlen und so reisten wir mit einer motivierten Truppe bestehend aus Marion Wittler, Thomas Frost, Stefan Frost, Jonathan Reuning und mir, Peter Mertens, in Sölden an.

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Die individuelle Vorbereitung in den letzten Stunden vor dem Marathon sahen bei jedem anders aus. Während Marion am Samstag noch einmal das Timmelsjoch bezwang und am Samstag die Füße hoch legte, entschied ich mich wie im Vorjahr für eine leichte Vorbelastung am Samstag. Hierfür absolvierte ich eine ca. 40 km Tour bis ins schöne Vent mit leichten Belastungsspitzen.

Und da wars auch schon wieder Sonntag = Renntag.

Bei einer Teilnehmerzahl von ca. 4500 beginnt das erste Rennen bereits um die besten Positionen im Startblock. Hierfür klingelte mein Wecker bereits um 4:45 Uhr, was jedoch sinnlos war. Ich war schon wach und bereits mit meinen Vorbereitungen beschäftigt. Essen, anziehen, letzter Bikecheck und schon gings los. Um 5:15 Stand ich in guter Position im zweiten Startblock und wartete auf den Start. Auch die Teamkollegen waren nicht weit und gut aufgelegt und positioniert. Auch das Wetter spielte mit und es versprach ein schöner Tag zu werden.

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Es konnte losgehen. Pünktlich um 6:45 wurde per Kanonenschuss gestartet und der riesige Wurm aus Radlern setzte sich in Richtung Ötz in Bewegung. Diese recht heikle Phase des Rennens vor der ich viel Respekt hatte verlief ohne Probleme und ohne größere Aufregung. Wir kamen alle 5 Sturzfrei durch diese nervöse und schnelle Phase des Rennens.

Hier am Ortseingang in Ötz beginnt das Rennen richtig mit dem ersten Pass.

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Der unrhythmische zu fahrende und mit steilen Rampen versehene Kühtai. Ich war die letzten Wochen vorm Event skeptisch ob die Vorbereitung optimal lief. Jetzt sollte es sich zeigen. Und es ging gut. Ich erwischte eine gute Gruppe mit der ich zügig den Pass bewältigen konnte. Die Abfahrt vom Kühtai ist ein Traum. Technisch nicht anspruchsvoll und daher sehr schnell zu fahren. Ein riesen Spaß.

Der Brenner ist topographisch eigentlich eine Kleinigkeit. Aber bei passendem Tempo tut auch der weh. Mit der Gruppe in der ich mich befand war ich zunächst nicht ganz zufrieden. Gleichmäßiges kreiseln lief nicht. Einige Fahrer hielten sich raus und es kam kein richtiger Schwung in die Truppe. Zum Ende des Passes und in der Abfahrt wurde es aber besser und der Brenner schnell und ohne Zwischenfall bezwungen.

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Als nächstes Stand der Jaufenpass auf dem Speiseplan und die ersten Ermüdungserscheinungen waren auch langsam spürbar. Aber es lief noch recht flüssig. Oben angekommen gabs durch die Megastimmung wieder Schub. Überhaupt war die Stimmung an der gesamten Strecke wieder fantastisch.

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So pushten einen die Fans also in die Abfahrt die etwas schwieriger war als die vorherigen. Aber ich kam sicher unten in St. Leonhard an.

Wie im Vorjahr empfing einen hier eine Wand aus Hitze und bei gefühlten 40°C ging es hier in die ersten Kehren. Jede Abkühlung aus Gartenschlauch oder Wasserflasche war willkommen. Ich persönlich kam damit relativ gut zurecht und schraute ich mich mit den Leidensgenossen Kehre um Kehre, hm um hm, hoch zum Timmelsjoch. Oben angekommen war ich doch recht ausgepumpt aber auch glücklich denn das Ziel war nicht mehr fern. Aber es wäre nicht der Ötztaler wenn nicht noch eine Gemeinheit folgen würde. Nach dem ersten sehr schnellen Teil der Abfahrt, auf dem Geschwindigkeiten von über 100 km/h erreicht werden, folgt ein kleiner gemeiner Gegenanstieg von ca. 200 hm. Dieser tut an dieser Stelle einfach mörderisch weh.

Was folgt ist Genuss pur. Die letzte Abfahrt in hohem Tempo. Die letzten Kehren und die Einfahrt in Sölden. Ich hatte hier mir einer Gruppe aus 4 Leuten nochmal richtig Spaß und wir fuhren gemeinsam Richtung Zeil. Dann die Einfahrt in Sölden. Gänsehaut pur, einfach ein tolles Erlebnis. Rechts abbiegen, über die Brücke und Einfahrt ins Ziel. Was folgt ist pure Freude und Adrenalin.
Die Bedenken über die Form waren unbegründet. Mit 8:21 Minuten war ich knapp 2 Minuten schneller als im Vorfahr und damit megaglücklich.

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Auch die Teamkollegen kamen zufrieden und mit tollen Leistungen ins Ziel. BÄÄÄÄÄM. Einzig Stefan war enttäuscht. Er war bereits angeschlagen angereist, wollte sich einen Start jedoch nicht nehmen lassen. Leider war das Rennen bei den Bedingungen aber mit Krankheit nicht zu machen und  so mußte Stefan das Rennen leider vorzeitig beenden. Das Gute daran – er hat bereits ein Ziel für 2017.

An dieser Stelle bedankt sich das Team nochmal bei allen Fans an der Strecke und im Ziel, dem Veranstalter, den vielen Helfern, den Supportern und natürlich allen Sponsoren des Team Green ´n Fit.

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