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Radsport: UCI Weltmeisterschaft: Michal Kwiatkowski zieht den Joker

28. September 2014 by die Redaktion

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Radsport: Mit dem 254 Kilometer langen Rennen der Profis endete heute die Straßen-WM in Ponferrada. Und diese sah am Ende einen verdienten Sieger. Einen, der das Herz in die Hand nahm, um mit einem Solo die Konkurrenz in Schach zu halten – Michal Kwiatkowski.

Das Rennen wurde zunächst von einer vierköpfigen Spitzengruppe um den Kroaten Martin Kvasina geprägt. Wie im Vorjahr mussten sich die Fahrer dabei von Beginn an durch den Regen kämpfen. Dies gelang dem Quartett jedoch ordentlich: Mehr als 15 Minuten betrug der Vorsprung auf das von Polen angeführte Feld. Der Rückstand war dabei auch auf einen Sturz zurückzuführen, in den unter anderem Vincenzo Nibali involviert war.



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Im Feld machten die Fahrer erst ab Rennhälfte ernst. 100 Kilometer vor dem Ziel betrug der Rückstand noch 9:30 Minuten, kaum dreißig Kilometer darauf war die Spitzenreiter gestellt und Italien erhöhte die Schlagzahl.

Auf den kommenden Kilometern bestimmte dann eine neue Spitzengruppe das Rennen, in der neben Tony Martin und Simon Geschke auch der Italiener Giovanni Visconti und der Brite Peter Kennaugh vertreten waren.



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Zwischenzeitlich versuchte Martin sich aus der Gruppe zu lösen, sein Vorstoß verdeutlichte allerdings nur die Uneinigkeit der Gruppe, die eingangs der vorletzten Runde, knapp dreißig Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt wurde.

Visconti und Kennaugh versuchten sich vor dem Feld zu halten am ersten der beiden Anstiege der WM-Runde in Ponferrada war jedoch auch ihre Flucht beendet.



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Das Feld umfasste zu diesem Zeitpunkt noch immer mehr als 80 Fahrer, was dazu führte, dass die nächste Attacke nicht lang auf sich warten ließ. Alessandro DeMarchi (Italien), Michael Valgren (Dänemark) und Cyril Gautier (Frankreich) konnten schnell einen Vorsprung von 20 Sekunden herausfahren.

Aus dem Feld heraus versuchte Vasil Kirienka nach vorn zu fahren. Der Weißrusse zwang mit seinem Angriff jedoch das Feld zu weiteren Attacken. So erhöhten nun auch Sep Vanmarcke (Belgien), William Clarke (Australien), Jonathan Castroviejo (Spanien), Michael Albasini (Schweiz) und einige weitere Fahrer das Tempo, während das Feld, indem sich John Degenkolb präsent zeigte, mittlerweile 50 Sekunden Rückstand auf das Spitzentrio aufwies.



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18 Kilometer vor dem Zeil konnte Kirienka zur Spitze aufschließen. Die Verfolger wiesen 36 Sekunden bei der vorletzten Zieldurchfahrt auf, das Feld folgte acht Sekunden dahinter.

12 Kilometer vor dem Ziel war der Vorsprung auf 18 Sekunden zusammengeschmolzen. Im deutschen Team sah man nun vermehrt Paul Martens, der Ausschau nach Degenkolb hielt.



Die finalen 10 Kilometer nahmen insgesamt 62 Fahrer in Angriff. Vor dem letzten Anstieg war es Michal Kwiatkowski, der das Spitzenquartett stellte und sofort die Schlagzahl erhöhte. Als Solist nahm er die letzten fünf Kilometer in Angriff, als Spanien im Feld die Kontrolle übernahm.

18 Sekunden hatte Kwiatkowski auf das Feld herausgefahren, als Joaquim Rodriguez und Philippe Gilbert attackierten. An ihrem Hinterrad folgten Simon Gerrans und Alejandro Valverde. Doch ihnen gelang es nicht, den Polen bis zur Passhöhe zu stellen.

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Mit einem Vorsprung von acht Sekunden ging Kwiatkowski auf die letzten drei Kilometer. Dahinter folgte eine Gruppe um Gilbert, Gerrans, Valverde und Greg van Avermaet. Der Vorsprung genügte dem 24-jährigen Polen, um auf der Zielgeraden den ersten WM-Titel für Polen zu feiern. Dahinter belegte Gerrans den zweiten Rang, Valverde wurde wie im Vorjahr Dritter und stand damit zum sechsten Mal auf einem WM-Podium. John Degenkolb führte das Feld wenige Sekunden darauf als Neunter über die Linie.

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„Ich habe mich zum Schluss richtig gut gefühlt. Nachdem, was das Team heute geleistet hat, habe ich gesehen, dass die Favoriten auf den letzten Anstieg warteten, deswegen dachte ich, es wäre gut, vorher zu attackieren“, beschrieb Kwiatkoswki seinen Erfolg im Ziel.



Stichworte:Alessandro De MarchiJohn DegenkolbMichal KwiatkowskiNewsTony MartinUCI WeltmeisterschaftVasil Kirienka

Über die Redaktion

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