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Radsport

Radsport: Vorschau: Clásica de San Sebastián

31. Juli 2015 by Michael Faiß

SAN SEBASTIAN, SPAIN - AUGUST 02: The peloton head up Alto de Jaizkibel during the Clasica San Sebastian on August 2, 2014 in San Sebastian, Spain.  (Photo by David Ramos/Getty Images)

Radsport: Morgen startet zum 35. Mal der spanische Eintagesklassiker Clásica de San Sebastián. Der traditionelle Termin weniger als eine Woche nach dem Ende der Tour de France bringt eine besondere Würze mit sich. Welche der Tourfahrer werden sich dem kletterintensiven Eintagesrennen stellen? Wer konnte seine Form von der Tour konservieren und wer hat seine Reserven aufgebraucht? Wie schlagen sich die Fahrer, die während der Grand Boucle (gezwungenermaßen) aussetzten?

Die Strecke

Die 1981 erstmals ausgetragene Clasica san Sebastian ist ein noch recht junges Rennen, das zwar seinen ursprünglichen Charakter als Eintagesrennen für Kletterspezialisten erhalten konnte, aber dessen Streckenführung bereits einige teils grundlegende Veränderungen durchlief. Hierzu zählt auch die Entscheidung der Veranstalter im letzten Jahr, das Rennen mit einem 16,2km langen Rundkurs durch die baskische Metropole San Sebastian abzuschließen. Teil dieses Rundkurses ist auch ein mit nur 3km zwar kurzer, aber 9% (22% max) steiler Anstieg, der große Auswirkungen auf den übrigen Verlauf hat.



sansebastian

Zuvor waren es nämlich die beiden Anstiege am Jaizkibel und am Arkale, die jeweils zwei Mal zu bewältigen sind, welche für die größte Spannung sorgten. Zwar folgten nach der letzten Abfahrt vom Arkale noch einige flache Kilometer bis ins Ziel, doch entschied sich der Ausgang meist im Anstieg. Seit letztem Jahr ist es nun allerdings so, dass der letzte, schwere Anstieg auf dem Rundkurs wohl das Zünglein an der Waage des Siegs sein wird – insofern nimmt dieser den vorigen Kilometern etwas ihre Würze. Im Vorjahr war es Alejandro Valverde, der sich hier von seinen Verfolgern absetzen und den Vorsprung ins Ziel retten konnte.

Die Favoriten

Ein Rennen wie die Clasica san Sebastian ist nur schwer vorherzusagen. Welcher der Tourhelden hat eine Woche nach dem Ende in Paris noch die Beine, um das schwere Rennen entsprechend zu bewältigen? Wie schlagen sich Fahrer wie Philippe Gilbert oder Mikel Landa, die keine Grand Boucle in den Beinen haben? Dennoch lässt sich der Favoritenkreis natürlich angesichts des recht klaren Etappenprofils einengen. Mit eher kurzen, steilen Anstiegen ist die Strecke wie gemacht für explosive und leichte Kletterer vom Schlage eines Alejandro Valverde (Movistar) oder Joaquim Rodriguez (Katusha).



Toursieger Chris Froome und der große Teil seiner Helfer aus dem Team Sky werden nicht an der Clasica San Sebastian teilnehmen, wie auch Nairo Quintana und Tejay van Garderen. Für Alberto Contador (Tinkoff-Saxo) wird der Kletterklassiker ein früher Saisonabschluss sein.

Teilnehmende Teams

Ag2r La Mondiale
Astana
BMC Racing
Caja Rural-Seguros RGA
Cannondale-Garmin
Cofidis
Etixx-QuickStep
FDJ
Giant-Alpecin
IAM Cycling
Katusha
Lampre-Merida
LottoNL-Jumbo
Lotto-Soudal
Movistar
Orica-GreenEdge
Team Sky
Tinkoff-Saxo
Trek Factory Racing



TV-Übertragung

eurosport15:30 Uhr – 17:30 Uhr

Natürlich lässt sich das Rennen auch online über den Eurosportplayer verfolgen.

Stichworte:Clasica san SebastianNews

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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