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Radsport: Mailand-Sanremo: Der Hai von Messina schnappt am Poggio zu

17. März 2018 by Michael Behringer

Mailand - Sanremo Vorschau

Radsport: Vincenzo Nibali (Bahrain Merida) hat zum ersten Mal den Klassiker Mailand-Sanremo gewonnen. Der Italiener attackierte am Poggio und ließ das überraschend große Fahrerfeld nicht mehr aufschließen. Erst im Zielsprint konnte der Anschluss wieder hergestellt werden, doch Vincenzo Nibali riss bereits jubelnd seine Hände in die Höhe.

Strömender Regen in Mailand

Mit der Fahrt in den Frühling begann heute für viele Radsportfans die Saison 2018 erst so richtig. 175 Fahrer machten sich auf den Weg, 294 Kilometer von Mailand nach Sanremo zu absolvieren. Eigentlich waren „nur“ 291 Kilometer geplant, doch eine Straßensperrung in der Rennmitte sorgte für eine kurzfristige Streckenänderung. Keine Auswirkungen hatte dies aber auf das Renngeschehen. Neun Fahrer lösten sich direkt nach dem Start und konnten einen Vorsprung von über sieben Minuten herausfahren. Mit dabei war als prominentester Profi Jacopo Mosca (Wilier Triestina), der bei Tirreno-Adriatico die Punktewertung gewann. Im strömenden Regen kontrollierten die Teams Bora-hansgrohe, Quick-Step Floors und Sky das Tempo im Peloton, so dass der Vorsprung der neun Flüchtigen nach dem Turchino-Pass deutlich in sich zusammenfiel. Auch der starke Regen ließ etwas nach, obwohl die Straßen selbst der Küste entlang immer noch sehr nass waren.

Groupama-FDJ kontrolliert für Démare, Kittel fliegt raus

Mit fortgeschrittener Renndauer schaltete sich zunehmend das Team BMC bei der Tempoarbeit im Peloton mit ein. Am Capo Berta verabschiedete sich Marcel Kittel (Katusha-Alpecin). Das Hauptfeld wurde mehr und mehr dezimiert und das Finale eingeleitet. Auch alle ehemaligen Ausreißer wurden schließlich gestellt. Immerhin hörte es auf zu regnen und und die Straßen wurden trocken. Als es in die Cipressa hineinging, übernahm plötzlich das Team Groupama-FDJ das Kommando. Die französische Mannschaft wollte für Kapitän Arnaud Démare ein konstantes Tempo anschlagen. So wurde das Peloton zwar weiter ausgedünnt, doch Attacken oder eine großartige Selektion gab es nicht. Als es in den Poggio hineinging, präsentierte sicha uch das Team Lotto Soudal für André Greipel vorn. Der Deutsche war perfekt positioniert, als es in die entscheidende Phase ging. Ganz anders Mark Cavendish. Der Brite kam noch vor dem Poggio zu Fall und war raus aus dem Rennen.



Nibali setzt die Attacke am Poggio

Im Poggio kam es dann zu Attacken von Jean-Pierre Drucker (BMC) und dem Deutschen Meister Marcus Burghardt (Bora-hansgrohe), die jedoch nur als Nebelkerzen für ihre Kapitäne zu verstehen waren. Erst der Angriff von Gregor Mühlberger (Bora-hansgrohe) war tatsächlich ernstzunehmen, denn an seinem Hinterrad befand sich Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida). Der Hai von Messina erkannte die Lücke und attackierte sofort. Als Erster kam er mit einem Vorsprung von rund zehn Sekunden am Gipfel des Poggio an. Dahinter formierten sich die Verfolger, allen voran Peter Sagan (Bora-hansgrohe) mit seinen Teamkollegen. Auch Quick-Step Floors für Elia Viviani und Mitchelton-Scott für Caleb Ewan sorgten für die Nachführarbeit. Doch der Vorsprung war zu groß – und Vincenzo Nibali war zu stark. Der Italiener riss die Hände in die Höhe, während im Hintergrund nur noch um Rang zwei gesprintet wurde. Dort setzte sich Caleb Ewan (Mitchelton-Scott) vor Arnaud Démare (Groupama-FDJ) durch. Weltmeister Peter Sagan fuhr auf Rang sechs.

NIBALI È LEGGENDA 🚴‍♂️🇮🇹😍
Vincenzo ha vinto la Milano-Sanremo #MSR #EurosportCICLISMO pic.twitter.com/aTesnqW9fn

— Fabio Disingrini (@FabioDisingrini) 17. März 2018



Stichworte:Mailand-SanremoNewsVincenzo Nibali

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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