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Die besten Radsport-Filme #16: The Road Uphill

16. April 2020 by Michael Behringer

Radsport-Filme

Radsport-Filme: Leopard – Trek galt zeitweise als das Real Madrid des Radsports. 2011 begleitete ein Kamerateam die Mannschaft während der Tour de France. Im Mittelpunkt von The Road Uphill steht das Brüderpaar Andy und Frank Schleck.

Hier seht ihr, wie ihr The Road Uphill streamen könnt. Außerdem kann der Film in diversen Shops gekauft werden.

The Road Uphill: Leopard – Trek bei der Tour de France 2011

Wir blicken zurück: Zur Saison 2011 gründete sich im Straßenradsport eine neue Super-Mannschaft. Gespickt mit ehemaligen Fahrern der Teams Saxo Bank und Milram wurde Leopard – Trek ins Leben gerufen. Der Radsport-Weltverband stufte die in Luxemburg lizenzierte Equipe von Beginn an als stärkstes Team der Welt ein. Kein Wunder, denn neben dem Deutschen Jens Voigt fanden auch der Schweizer Fabian Cancellara und das luxemburgische Brüderpaar Frank und Andy Schleck den Weg zu Leopard – Trek. Mit diesem Aufgebot sollte es endlich gelingen, dem jüngeren der beiden zum Toursieg zu verhelfen. In The Road Uphill begleiten die Zuschauer das Team bei ihrer ersten Tour de France – und es soll Historisches gelingen.



Zwei Brüder stehen gemeinsam auf dem Tour-Podium

Die Tour de France 2011 ging als eine der spannendsten in die Geschichte der Rundfahrt ein. Vorjahressieger Alberto Contador – der den Sieg 2010 aber nachträglich aberkannt bekam – hatte bereits den Giro d’Italia in den Beinen und war nicht stark genug zur Grand Boucle erschienen. So erwarteten die Experten endlich den großen Sieg von Andy Schleck. Der Umgang mit diesem enormen Druck ist Bestandteil der Dokumentation The Road Uphill. Die Produzenten David Grumbach und Paul Thiltges sowie der Drehbuch-Autor und Regisseur Jean-Louis Schuller ermöglichen den Zuschauern einen Einblick in die Gefühlswelt und das tägliche Leben der Stars. Und zumindest teilweise kann von einem Happy End die Rede sein. Denn in Paris stehen Andy und Frank Schleck gemeinsam auf dem Podium. Doch den Gesamtsieg haben sie erneut verpasst.

Von dieser Niederlage hat sich Andy Schleck nie erholt

Die Ergebnislisten der Tour de France 2011 lassen sich leicht emotionslos lesen. Aber das Zustandekommen des Endresultates hätte dramatischer kaum sein können. Während die Franzosen bis zum Schluss auf einen Gesamtsieg von Thomas Voeckler gehofft hatten, lag Andy Schleck als Gesamtvierter bereits über zweieinhalb Minuten hinter dem Leader. Da noch ein Zeitfahren am vorletzten Tag anstand, rechneten alle mit einem Triumph von Cadel Evans, der als Gesamtzweiter derzeit über eine Minute Vorsprung auf Andy Schleck hatte. So sah Leopard – Trek seine Felle davonschwimmen und es musste eine besonderer Moment geschaffen werden. Diese Aktion startete Andy Schleck auf der 18. Etappe. Mit einer frühen Attacke sicherte er sich den Tagessieg und nahm allen Konkurrenten Zeit ab. Plötzlich war er der Favorit auf den Gesamtsieg. Einen Tag später eroberte er sogar das Gelbe Trikot. Mit einem Vorsprung von 57 Sekunden auf Cadel Evans ging er ins entscheidende Zeitfahren. Dazwischen lag sogar noch Bruder Frank. Doch was dann geschah, sollte die Karriere von Andy Schleck für immer beeinflussen. Im Kampf gegen die Uhr verlor der Luxemburger satte 2:31 Minuten auf Cadel Evans – und damit die Tour de France. Andy Schleck sollte nie wieder ein Rennen gewinnen.



Stichworte:Andy SchleckCadel EvansFränk SchleckNewsRadsport-FilmeThe Road UphillTour de France 2011

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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