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Mont Ventoux Challenge: Vlasov präsentiert sich erneut als Top-Kletterer

6. August 2020 by Michael Behringer

Vlasov Mont Ventoux

Radsport: Aleksandr Vlasov scheint während der Corona-Pandemie ordentlich trainiert zu haben. Der Russe gewann heute die Mont Ventoux Challenge vor einigen namhaften Profis.

Vlasov Mont Ventoux

Insgesamt rund 4.000 Höhenmeter

Der Berg ruft – und zwar laut. Heute durften die Fans bei der Mont Ventoux Challenge die Kletter-Form ihrer Stars begutachten. Das 179,0 Kilometer lange Eintagesrennen von Vaison-la-Romaine hinauf zum Mont Ventoux bot dafür eine perfekte Gelegenheit. Nach dem Col de Fontaube und La Nesque musste der gefürchtete Mont Ventoux bis zum Chalet Reynard in 1.417 Metern Höhe zum ersten Mal nach 102,5 Kilometern besucht werden. Doch das war noch nicht alles. Denn ganz zum Schluss mussten die Profis den Mont Ventoux erneut erklimmen. Die Ziellinie wurde auf 1.891 Metern Höhe angebracht. Insgesamt stellten sich den Profis rund 4.000 Höhenmeter in den Weg.



Latour & Martin gehen früh in die Offensive

Äußerst selten gelingt es bei Eintagesrennen, als Ausreißer den Sieg einzufahren. Auch heute hatten die Flüchtigen keine Chance. Dafür verantwortlich war größtenteils das kasachische Team Astana. Mit geballter Mannschaftsstärke fuhren die Männer in Cyan die Lücke rechtzeitig zu und verkleinerten das Hauptfeld vor dem letzten Aufstieg zum Mont Ventoux. Doch gefahren wurde nicht etwa für Miguel Angel Lopez, sondern für dessen Teamkollege Aleksandr Vlasov. Der Russe präsentierte sich vor einigen Tagen bei der Route d’Occitanie sehr stark und sollte sich auch heute positiv in Szene setzen. Doch zunächst drängte sich Pierre Latour (AG2R La Mondiale) in den Vordergrund. Mit nur wenigen Sekunden Vorsprung kämpfte sich der Franzose mit unruhigem Oberkörper Richtung Ziellinie. In der nur noch rund 15 Mann starken Favoritengruppe übernahm das Team Cofidis das Kommando. Nach einer Attacke von Guillaume Martin (Cofidis) tat sich das französische Kletter-Duo zusammen.

Vlasov beeindruckt mit locker-leichtem Tritt

Unterschiedlicher konnte die Zusammensetzung des Duos nicht sein – zumindest optisch. Während sich Pierre Latour leidend und mit unruhigem Oberkörper nach oben kämpfte, kurbelte Guillaume Martin scheinbar mühelos und völlig ruhig seine Umdrehungen. Doch der Anblick täuschte nicht. 7,3 Kilometer vor dem Ziel platzte bei Latour der Motor und Martin war fortan als Solist unterwegs. Aus der Favoritengruppe heraus folgte der erwartete Angriff von Aleksandr Vlasov. Der Russe konnte scheinbar mühelos nicht nur die Lücke zufahren, sondern den Franzosen sogar stehen lassen. Selbiges gelang schließlich Richie Porte (Trek – Segafredo). Zum Sieg sollte es für den Australier jedoch nicht mehr reichen. Der Russische Meister zog seinen Angriff erfolgreich durch!

Erst die zweite Austragung der Mont Ventoux Challenge

Im vergangenen Jahr wurde die Mont Ventoux Challenge zum ersten Mal ausgetragen. Es gewann der Spanier Jesús Herrada (Cofidis). Im Gegensatz zu damals ist das Aufgebot in diesem Jahr – natürlich auch wegen Corona – als deutlich namhafter zu bezeichnen. Anstatt 12 Teams insgesamt und nur 3 aus der WorldTour standen diesmal 18 Mannschaften und davon 6 aus der höchsten Klasse im Radsport am Start. Leider nicht mit dabei sein konnte der Franzose Romain Bardet (AG2R La Mondiale). Der letztjährige Zweite musste wegen einer Ellenbogenverletzung passen. Beim Critérium du Dauphiné möchte er dann aber wieder mit an Board sein.



Brillante victoria de Alexandre Vlasov en la cima del Mont Ventoux. Fue valiente atacando a 4km de coronar y nadie pudo seguirle el ritmo.

Ya con 24 años, demostrando que es un ciclista con mucha progresión. pic.twitter.com/cTI5zW54o4

— Diego Vos ~ Ciclismo (@diegovos_) August 6, 2020



Stichworte:Aleksandr VlasovMont VentouxMont Ventoux ChallengeNewsRichie Porte

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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