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KomponentenTests

Ergon GD1 Evo im Test: Grip-Wunder aus Deutschland?

18. Januar 2026 by Michael Faiß

Ergon GD1 Evo

Test / Griffe für Mountainbiker: Der Ergon GD1 Evo polarisiert auf den ersten Griff. Als konischer Griff für den Gravity-Einsatz verspricht er die perfekte Balance aus Dämpfung und direktem Feedback. Wir haben dem Modell „Made in Germany“ auf den Zahn gefühlt und gecheckt, ob der hohe Preis durch Performance auf dem Trail gerechtfertigt wird.

Abmessungen und Form: Ergon GD1 Evo

Durchmesser: 32 mm (konisch verlaufend)
Länge: 136 mm
Gewicht: 116 g
Erhältliche Farben: Diverse (z. B. Schwarz, Orange, Frozen Moss)

Mit einem Preis von 44,95 Euro platziert sich der Ergon GD1 Evo selbstbewusst im oberen Preissegment. Dafür bekommt man aber auch „Made in Germany“-Qualität. Das Besondere am GD1 Evo ist seine konische Form: Innen ist der Griff schlanker, um festes Umgreifen zu ermöglichen, während er nach außen hin im Durchmesser zunimmt, um mehr Dämpfung zu bieten. In der von uns getesteten Standard-Variante (es gibt noch eine dünnere „Slim“-Version) misst der Griff an der dicksten Stelle 32 mm.



Technisch spannend ist der verwendete „Factory Custom Rubber“. Ergon setzt hier auf eine Gummimischung, die extrem UV-stabil sein soll. Befestigt wird das Ganze mit einer hochfesten Aluminium-Innenklemme, was den Griff verdrehsicher macht, auch wenn es auf dem Carbonlenker mal ruppig zugeht. Die Endkappen sind austauschbar – ein smartes Detail für alle, die öfter mal Bodenkontakt haben.

Ergon GD1 Evo
Ergon GD1 Evo
Ergon GD1 Evo
Ergon GD1 Evo

Auf dem Trail: Unsere Testeindrücke

Nimmt man den GD1 Evo zum ersten Mal in die Hand, stellt sich ein unerwartetes Gefühl ein. Die Oberfläche wirkt fast schon rau, beinahe sandig. Wer hier sofortigen „Klebe-Grip“ erwartet, wird zunächst stutzig. Doch der Schein trügt: Sobald man den Griff am Lenker fest umschließt, ändert sich der Charakter des Gummis schlagartig. Unter Druck entwickelt der „Factory Custom Rubber“ einen enormen Grip, egal ob man mit oder ohne Handschuhe unterwegs ist. Es scheint, als würde die Mischung unter Belastung weicher und klebriger werden.



Trotz der Bezeichnung als „Standard“-Größe fühlt sich der GD1 Evo mit seinen 32 mm eher schlank an. Für Fahrer, die gerne „viel“ Griff in der Hand haben, könnte er fast zu dünn wirken. Das Fahrgefühl ist dabei klar definiert: Das ist kein Komfort-Sofa für die gemütliche Tour, sondern ein präzises Werkzeug für Racer. Die Dämpfung ist vorhanden – Lamellen im Daumenbereich filtern feine Vibrationen gut weg – aber das direkte Feedback vom Untergrund dominiert.

Ergonomisch macht das Profil Sinn: Die Querrippen im vorderen Fingerbereich bieten den Fingergliedern beim Ziehen am Lenker ordentlich Halt. Ein cleveres Detail sind die harten Kunststoff-Endkappen (End Plugs). Wer sein Bike im Eifer des Gefechts mal wegwirft oder an einer Felswand hängenbleibt, ruiniert sich nicht sofort den Gummi. Zudem lassen sich diese Kappen günstig ersetzen, ohne dass gleich ein neuer Griff fällig wird. Die Haltbarkeit wirkt, auch durch die anfänglich härtere Haptik, vielversprechend.

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Fazit: Ergon GD1 Evo

Pro

  • Enormer Grip unter Druck
  • Direktes Feedback bei guter Vibrationsdämpfung
  • Austauschbare und robuste Endkappen

Contra

  • Kostspielig

Fakten

Produktjahr2025
Preis44,95 Euro
Web www.ergonbike.com

Gesamtwertung

90%

Preis-/Leistung

86%
Der Ergon GD1 Evo ist ein reinrassiger Performance-Griff für Enduro- und Downhill-Fahrer, die wissen, was sie wollen. Wer maximale Dämpfung und softes Feeling sucht, ist hier falsch. Wer aber präzises Feedback und Grip sucht, der erst unter Last so richtig aufwacht, wird hier fündig. Mit knapp 45 Euro ist er definitiv kein Schnäppchen, aber durch die austauschbaren Endkappen und die langlebige Gummimischung relativiert sich der Preis über die Zeit.
Stichworte:ErgonGriffgriffe25MTB

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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