Produktnews Thok: Die E-MTB-Marke aus Norditalien nimmt erstmals unmotorisierte Fahrräder ins Programm und präsentiert ein Gravelbike in vier Design- und drei Ausstattungsvarianten. Dabei überrascht das Thok Grow mit Details, die nicht unbedingt dem Markenkern entsprechen.
Thok ist als reiner E-MTB-Spezialist bekannt, von daher kommt dieser Launch überraschend: Ab sofort ist die Marke auch im Biobike-Segment aktiv – und zwar mit Gravelbikes. Logisch, MTBs ohne Motor sind ja inzwischen kaum noch gefragt, und im unmotorisierten Markt sind die Dropbar-Bikes aktuell führend. Und damit passt das Thok Grow bestens zum Zeitgeschmack.
Thok Grow: die Highlights
- Carbonrahmen mit sportlicher Geometrie und integriertem Staufach
- Reifenfreiheit 50 mm
- Drei Ausstattungsvarianten von 2.990 bis 4.990 Euro
- Vier Design-Optionen: „Circus“, „Darkstar“, „Cactus“ und „Pixels“
- Verfügbar ab März 2027

„Muscular Gravelbike“ in vier Design-Varianten
„Muscular Gravelbike“ nennt Thok seine neue Carbon-Plattform, die auf der Homepage im Videospiel-Stil in vier Design-Varianten vorgestellt wird,: „Circus“, „Darkstar“, „Cactus“ und „Pixels“, jeweils mit eigens gestaltetem Logo. „Circus“ und „Darkstar“ sind in der Ausstattungsvariante „Pro“ erhältlich (4.990 Euro), bestehend aus SRAM Force AXS plus MTB-Schaltwerk für 10-52er Zwölffach-Kassette. Dazu kommt der Zipp XPLR S Carbon mit breiten, tiefen Felgen und 45er Schwalbe G-One R, außerdem ist die SRAM-Kurbel mit einem Powermeter ausgestattet.
„Cactus“ und „Pixels“ sind in zwei Varianten verfügbar. Bei „Comp“ (3.990 Euro) gibt es die SRAM Rival AXS, die wiederum ein MTB-Schaltwerk über die zwölf Gänge der 10-52er Kassette steuert; außerdem einen Miche-Carbonradsatz mit Schwalbe-Reifen. „First Ride“ (2.990 Euro) beinhaltet die mechanische SRAM Apex Eagle mit 11-50er Zwölffach-Kranz sowie einen DT Swiss G1800. Nur die „First Ride“-Version ist mit Alu-Lenker und -Vorbau ausgestattet; bei „Pro“ und „Comp“, gibt’s ein einteiliges Carbon-Cockpit.
Am Rahmen sind diverse Befestigungs-Optionen zu sehen, außerdem ein Staufach im Unterrohr. Das Sitzrohr ist unten ausgekehlt, was wohl den Komfort erhöhen soll. Auf aerodynamische Formen verzichtet Thok; bis zu 50 mm breite Reifen können montiert werden. Soweit passt also alles zur DNA des Unternehmens.
| S | M | L | XL | |
|---|---|---|---|---|
| Oberrohrlänge (mm) | 542 | 561 | 573 | 593 |
| Sitzrohrlänge (mm) | 437 | 470 | 503 | 536 |
| Steuerrohrlänge (mm) | 130 | 152 | 178 | 200 |
| Stack (mm) | 556 | 578 | 601 | 624 |
| Reach (mm) | 382 | 389 | 395 | 402 |
| Lenkwinkel | 70,5° | 71° | 71° | 71,5° |
| Sitzwinkel | 74° | 73,5° | 73,5° | 73° |
| Kettenstrebenlänge (mm) | 425 | 425 | 425 | 425 |
| Radstand (mm) | 1027 | 1037 | 1052 | 1061 |
| Gabelbauhöhe (mm) | 395 | 395 | 395 | 395 |
| Gabelbvorbiegung (mm) | 55 | 55 | 55 | 55 |
Doch ein wichtiges Detail überrascht wiederum: Thok legt beim Eintritt ins Gravel-Segment nämlich keineswegs eine vom MTB inspirierte Geometrie zugrunde. Stattdessen ist der Rahmen in Sachen Stack und Reach eher sportlich ausgelegt; ein nicht allzu flacher Lenkwinkel erlaubt die Verwendung längerer Vorbauten, als man sie von typischen Trail-Gravelbikes kennt. Der Sitzwinkel des Thok Grow ist wiederum etwas flacher als bei diesen; Kettenstreben und Radstand sind rennmäßig kurz.
So ganz dem Markenkern entsprechen die sehr fair ausgepreisten Bikes also doch nicht. In jedem Fall aber verspricht das Thok Grow vielseitigen Fahrspaß und dürfte damit auch jene adressieren, die mit E-Fullys nichts zu tun haben. Im Handel verfügbar sollen die Gravelbikes ab März 2027 verfügbar sein, und die Wartezeit kann man sich mit dem Oldschool-Videospiel auf der Homepage von Thok vertreiben.








