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Tests: Werkzeugbarends von M-Wave im Test

21. Oktober 2014 by Michael Faiß

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Test: Für jeden Biker Alltag und Albtraum zugleich – auf einer Tour streikt die Technik. Deshalb steht für die meisten Radfahrer außer Frage, dass sie ein kleines Werkzeugset immer griffbereit haben. Nur wo verstauen? Satteltasche, Rucksack, Trikottasche? Der Hersteller M-Wave hat noch eine andere Idee. Hier versteckt sich das Werkzeug in den Barends. Ob es überzeugen kann, zeigt unser Test.

Die Barends machen im ersten Moment einen soliden Eindruck. Wenngleich sie aufgrund der „Füllung“ etwas Übergröße haben – 11cm lang und deutlich dicker als herkömmliche Barends – scheint die Verarbeitung in Ordnung zu sein. Schwarz eloxiertes Aluminium, gelasertes Logo und ein angesichts der Funktion recht geringes Gewicht von 265g wissen zu gefallen. Doch auf die inneren Werte kommt es an.



An das Werkzeug gelangt man, indem man die Plastikkappen am vorderen Ende der Barends abschraubt. Dies erfordert gerade die ersten Male einiges an Kraft, aber der Hersteller hat mitgedacht: Ein breiter Schlitz in der Kappe ermöglicht das Drehen mithilfe einer Münze. Hat man die Kappen abgeschraubt, kommt zuerst das Plastikgewinde zum Vorschein, das wohl auch der Grund für die etwas schwergängige Demontage sein dürfte.

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Anschließend hat man dann direkt Zugriff auf eine wohlüberlegte Auswahl an Werkzeugen:



  • 4/5/6/8 mm Sechskantschlüssel
  • T 25 TORX
  • 14G/0.136′ Speichenschlüssel
  • Kreuz-/Schlitzschraubendreher
  • 8/9/10 mm Ring-/Maulschlüssel
  • Kettennietdrücker
  • 2 Reifenheber

Die Verarbeitung der Werkzeuge ist durchwachsen. Wir erblicken einige unsaubere und scharfe Kanten, am Kettennietdrücker sind sogar noch Späne zu sehen. Dies ist aber zweitrangig, denn schließlich sollen die Werkzeuge einfach funktionieren – wie schlägt sich das Set also in der Praxis?

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Die Inbus- und Torxschlüssel erfüllen ihren Zweck ohne Beanstandungen. Um auf Tour einmal eine Schraube zu lösen bzw. wieder festzuziehen allemal ausreichend. Beim Kreuzschlitzschraubendreher macht sich bemerkbar, dass das verwendete Material doch etwas weich ist. Nach einigen Schrauben sind schon deutliche Abnutzungserscheinungen erkennbar, hier ist also Vorsicht angesagt. Danach stellen wir den Kettennietdrücker auf die Probe. Eine ca. 500km alte 10-fach Kette will aufgenietet werden. Wir legen die Kette also an und drehen am Nietdrücker. Leider kapituliert dieser vor dem zugegebenermaßen etwas widerspenstigen Niet in der Kette. Mit zunehmender Kraft verbiegt sich der Nietdrücker und zu guter Letzt auch noch die Schraube selbst. Am Ende haben wir also einen kaputten Kettennietdrücker und ein steifes Kettenglied. Unschön



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Fazit:

Was bleibt also abschließend zu sagen? Nun, die Idee, das Werkzeug in die Barends zu integrieren ist gut. Leider lässt die Umsetzung etwas zu Wünschen übrig. Die Verarbeitung des Werkzeugs ist durchwachsen, das verwendete Material eindeutig zu weich. Der Kettennietdrücker war in unserem Fall sogar komplett unbrauchbar. Mit etwas besserer Verarbeitung wären die Werkzeugbarends eine wirklich schöne Sache. So können wir sie nur unter Vorbehalt empfehlen.

Produkthighlights:

  • Werkzeug handlich verstaut
  • Gute Auswahl an wichtigsten Tools
  • Verhältnismäßig leicht

Preis und Web:

  • 19,95€
  • www.eurotops.de
Stichworte:BarendsM-WaveNewsTest

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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