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FahrradwerkstattKomponentenTests

Fahrradwerkstatt: SKS Rennkompressor-Privates Pumpen-Jubiläum

10. Januar 2017 by Caspar Gebel

Bereifung, Schaltung, Beleuchtung – 25 Jahre altes Material kommt an die heutigen Standards nicht heran. Wer eine Ausnahme sucht, wird beim Rennkompressor von SKS fündig.

In einigen Wochen beginnt die Straßensaison, für den Sommer hat sich die Tour de France im Rheinland angekündigt – Grund genug, um aus lauter Vorfreude ein bisschen ins Material zu investieren. Die Wahl fällt auf eine solide Standpumpe; die lange Rahmenpumpe ist schließlich nicht sehr komfortabel und wird auch beim Training kaum noch mitgeführt, zumal es neuerdings recht gut funktionierende Minipumpen gibt. Und bald steht ein SKS Rennkompressor im Keller – mit Gussfuß, Metallzylinder und Holzgriff ein Gerät, das lange Nutzungsdauer verspricht.

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

 



 

 

25 Jahre später steht wieder mal ein Besuch der Tour an, und der Rennkompressor, der 1992 für rund 80 Mark gekauft wurde, tut nach wie vor seinen Dienst. Ihn zu ersetzen, ist noch lange nicht nötig; zwar ist die Farbe hier und da etwas abgeblättert, doch seine Funktion ist immer noch bestens. So gut, dass SKS diesen Urahn aller Standpumpen vor einiger Zeit wieder ins Programm aufgenommen hat – und zwar einerseits in der Jubiläums-Ausgabe, die wirklich in allen Einzelheiten dem ersten Modell von 1966 gleicht, und andererseits in einer Standardversion, die freilich ebenfalls sehr nah am Vorgänger aus den 90er Jahren ist.



Los geht das schon beim Preis, der aktuell 64,99 Euro beträgt – angesichts von Inflation und allgemeiner Preissteigerung kein großer Sprung für ein Vierteljahrhundert. Auch die Haptik hat sich so gut wie nicht geändert, nur dass der Holzgriff damals minimal schlanker war. Unverändert auch Position und Größe des Manometers; aktuelle SKS-Pumpen wie das Topmodell Airmenius (unten, aber deutlich größer) oder Airworx Plus 10.0 (oben, dazu ziemlich groß) sind schon besser ablesbar. Ab Pumpenschlauch hängt heute standardmäßig der „Multi Valve“-Klemmkopf, der alle drei Ventilarten bedient; der „Messingnippel“ zum Aufstecken aufs französische Ventil ist aber immer noch erhältlich. Dieser ist blitzschnell aufgeschoben, benötigt aber regelmäßig eine neue Gummidichtung – und die ist selbstverständlich in fast jedem Radladen erhältlich. Mit 2,25 Kilo wiegt der SKS Rennkompressor aufs Gramm so viel wie sein Vorfahr; die Tendenz, mit seinen schmalen Klappfüßen auf unebenen Böden umzukippen, hat er auch geerbt. Den Metalldeckel oben am Pumpenrohr gibt es nur noch beim Jubiläums-Kompressor – vielleicht ganz gut, denn der neue Kunststoffdeckel mit weniger feinem Gewinde lässt sich leichter aufschrauben. Ihren Dienst verrichten beide Kompressoren im Übrigen ausgezeichnet. Nach rund 40 Hüben sind 8 bar im 25er Rennreifen, ohne dass man sich sonderlich angestrengt hat.

Mit dem Material von vor 25 Jahren zu fahren, wird heute nur noch den Retro-Freund ansprechen. Beim Pumpen dagegen ist die Zeit stehengeblieben – irgendwie ein schöner Gedanke…



 

 

Fazit: SKS Renkompressor

Pro

  • Extrem solide und langlebig
  • Top Ersatzteilversorgung
  • Sehr gute Pumpleistung

Contra

  • Nichts

Fakten

Produktjahr2016/2017
Preis64,99 €
Web www.sks-germany.com
In den SKS Rennkompressor zu investieren lohnt sich – die Chancen sind groß, dass man nie mehr eine neue Standpumpe braucht. So wird die heute gekaufte Version irgendwann zum ganz persönlichen Jubiläumsmodell.
Stichworte:FahrradpumpeLuftpumpeNewsPumpeSKSStandpumpeTest

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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