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Radbrillen Vergleichstest
9. Oktober 2017von Michael Faiß

Bestenliste Performance Brillen – Radbrillen Vergleichstest

Bestenliste: Radbrillen gehören zur Grundausstattung eines jeden Radsportlers, egal ob Hobbyfahrer, Freizeitradler oder Rennfahrer. Beim Sport sollte die Brille neben einem ordentlichen UV-Schutz auch verhindern, dass lästige Insekten oder Schmutz ins Auge fliegen und allzeit einen klaren Blick auf die Straße garantieren. Ebenso ist eine Performance-Brille aber heutzutage auch Accessoire und Style-Botschaft, die deutlich mehr aussagen soll als „ich schütze meine Augen!“. In unserem Radbrillen Vergleichstest findet ihr einen Überblick über die beliebtesten Modelle am Markt.

Radbrillen Vergleichstest: Was macht eine gute Radbrille aus?

Vor unseren Tests haben wir uns natürlich gefragt, wie sich eine Brille überhaupt testen lässt und was eine Radbrille ausmacht. Wie unterscheidet sich eine gute von einer schlechten Brille? Dazu bewerten wir die drei Hauptkategorien Glas, Passform, sowie Verpackung und Zubehör. Für die Bewertung in den einzelnen Kategorien waren verschiedene Gradmesser wichtig.

1. Radbrillen Vergleichstest – Glas

Herz der Brille ist natürlich das Glas. Dabei lassen sich erhebliche Unterschiede feststellen: Von selbsttönenden Gläsern, bis zu Gläsern die durch ihren Schliff oder ihre Beschichtung die Umwelt förmlich in HD erscheinen lassen. In die Kategorie Glas haben wir auch das Blickfeld miteinbezogen. Bei einigen Brillen im Testfelde waren Rahmen oder Nasensteg leider so sehr im „Weg“, dass die Sicht erheblich beeinträchtigt ist. Wer sich für eine solche Brille entscheidet, der fährt nicht immer nur bei bestem Wetter. Deshalb haben wir auch die Eigenschaften der Gläser bei Regen und Nässe bewertet. Es ist immer lästig, wenn bereits einige wenige Regentropfen die Sicht erheblich verschlechtern. Dabei gibt es deutliche Unterschiede: Bei einigen Brillen perlt das Wasser durch eine spezielle Beschichtung bis zu einem gewissen Grad einfach ab und die Sicht wird praktisch nicht beeinträchtigt. Bei anderen Brillen hingegen sieht man bereits nach zwei Spritzern fast nichts mehr. Muss man die Brille dann extra abnehmen und bekommt so Spritzwasser und Schmutz ins Auge, hat eine Brille ihren Job nicht wirklich erfüllt. Gleiches gilt natürlich dafür, dass eine Brille nicht beschlagen darf, da der Fahrer sonst wieder gezwungen ist sie abzunehmen.

2. Radbrillen Vergleichstest – Passform

Das Brillenglas kann jedoch noch so gut sein, wenn die Brille nicht gut auf dem Kopf sitzt, nützt die beste Sicht nichts. Verrutscht die Brille? Sitzt sie zu locker? Drücken die Bügel oder das Nasenteil? Welche individuellen Einstellmöglichkeiten gibt es? Wie schließt die Brille am unteren Rand ab, damit kein Spritzwasser oder Dreck in die Augen kommt?

Bis zu einem gewissen Grad hängt die Passform natürlich auch von der individuellen Kopfform ab. Doch durch einen flexiblen Rahmen, eventuelle Einstellmöglichkeiten oder intelligent geformte Bügel bekommt man teilweise enorm flexible Brillen, die fast jedem passen dürften.

3. Radbrillen Vergleichstest – Verpackung & Zubehör

Spätestens seit Bernard Hinault in den frühen Achtzigern mit einer Pilotenbrille die Tour de France gewann und Greg Lemond ihm mit seiner legendären Oakley nachfolgte, ist die Brille auf dem Rad auch ein Statement und ein bisschen Spielzeug für Erwachsene. Wer hundert Euro und mehr für eine Radbrille ausgibt, der will auch eine ansprechende Verpackung und Aufmachung bekommen und nicht nur eine dünne Pappschachtel. Wir durften wahnsinnig große Unterschiede erleben. Vom schicken Ledercase im bilderbuchartigen Karton bis hin zum Mikrofaser-Etui im verschließbaren Plastiktütchen ist fast alles dabei. Der Wertungspunkt Zubehör fließt in dieses Kriterium gleich mit ein, da zum Beispiel das Hardcase und das Brillenputztuch auch zum Zubehör zählen aber leider noch lange kein Standard sind. Auch der Lieferumfang aus Ersatz- und Wechselgläsern, Earsocks, Nasenteilen und eben dem Etui wird bewertet.

Radbrillen im Vergleichstest: Das fiel auf

Wichtiges Thema sind die selbsttönenden Gläser. Leider konnte kein Produkt zu 100 Prozent überzeugen, da immer eine Kleinigkeit fehlt oder die Technologie nicht komplett ausgereift scheint. Außerdem fällt auf, dass immer mehr Radbrillen auf ein mehr oder minder rahmenloses Design setzen, um ein größeres Blickfeld ohne Hindernisse zu bieten. Dabei ist aber auch Vorsicht geboten, da ohne Rahmen schneller mal Dreck oder Wasser von unten ins Auge spritzt oder die Brille in sich instabil wirken kann. Die meisten Brillen legen eine solide bis gute Performance hin und sind gute Allrounder; ein paar Abstriche müssen, quer durch alle Bewertungskriterien, aber fast alle Brillen machen – selbst die besten. Gute Brillen zwar, aber eben ohne makelloses Ergebnis.

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