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23. Mai 2017von Michael Faiß

Bestenliste Regenjacken

Bestenliste Regenjacken
Diese Bestenliste wurde vor über sieben Jahren veröffentlicht. Entsprechend sind möglicherweise nicht mehr alle Produkte im Handel erhältlich.

Regenjacken gehören in jeden Haushalt – zumindest hierzulande. Sowohl im Sommer als auch im Winter sind die unverzichtbar für alle, die sich gerne draußen Betätigen und sich von ein paar Tropfen nicht davon abhalten lassen möchten. Natürlich gilt das auch für Radfahrer – doch einmal mehr zeigt sich hier auch: Radfahrer ist nicht gleich Radfahrer. Mountainbiker haben andere Ansprüche als Rennradfahrer oder Pendler und bei vielen muss die Fahrrad-Regenjacke auch im Alltag herhalten.

Wir haben uns dennoch entschlossen, in unserem Test sämtliche unterschiedlichen Regenjacken „in einen Topf“ zu schmeißen. Viele Modelle liegen nämlich eben genau zwischen diesen Schubladen und machen in unterschiedlichen Einsatzbereichen eine gute Figur. Damit ihr jedoch gleich auf den ersten Blick seht, welche Jacke für welchen Bereich bestimmt ist, haben wir dies in unserer Liste direkt aufgeführt. Sportlich steht in diesem Fall für einen Performance-orientierten Fahrstil bzw. Sitzposition und richtet sich eher an Rennradfahrer bzw Cross- und Gravelfans denn an Mountainbiker oder Pendler.

Fahrrad Regenjacken im Test: Was macht eine gute Regenjacke aus?

Vor unseren Tests haben wir uns natürlich die Frage gestellt: Was unterscheidet eine gute von einer schlechten Regenjacke? Welche Kriterien muss sie erfüllen, was ist nice-to-have, was ist unwichtig? Klar, wasserdicht sollte sie sein – das gilt nicht nur für das Material selbst, sondern eben auch für die Nähte, die Reißverschlüsse und notorische Problemzonen wie Kragen und Ärmelabschlüsse. Ebenso sollte die Passform zumindest rudimentär auf einen Einsatz am Rad ausgelegt sein; sind die Ärmel ausreichend lang? Bedeckt das Rückenteil den Hintern? Falls eine Kapuze vorhanden ist – passt sie über einen Helm? Wichtig war uns zudem eine gute Sichtbarkeit im Regen und bei Nacht. Es kommt leider zu immer mehr Verkehrsunfällen mit Radfahrern und deshalb ist es wichtig, dass man eben auch bei starken Regen möglichst gut sichtbar ist. Hier kann die Farbe der Jacke helfen, ebenso aber reflektierende Elemente oder gar ein integriertes Rücklicht.

In der bisherigen Aufzählung dürften einige die Atmungsaktivität vermissen. Uns ist klar: Das ist ein heiß-diskutiertes Thema und viele Hersteller legen bei den verwendeten Membranen auch großen Wert darauf, dass diese eben mehr Wasserdampf durchlassen als andere. Das große Problem daran ist, dass man dies zwar einerseits messen kann, es andererseits aber auch eine höchst subjektive Wahrnehmung ist und von einer Vielzahl an Faktoren abhängt. Zudem hat uns die jahrelange Erfahrung auf dem Rad gelehrt: Eine Regenjacke bleibt eine Regenjacke und im Zweifelsfall wird es bei sportlicher Aktivität darin einfach immer warm. Wir haben uns deshalb insbesondere die Belüftungsmöglichkeiten der jeweiligen Jacken angesehen: Gerade bei wechselhaftem Wetter ist es praktisch, wenn man in kurzen Trockenperioden für Frischluftzufuhr sorgen kann, ohne die Jacke komplett abzulegen.

Fahrrad Regenjacken im Test: Das fiel auf

Was in unserem Testfeld mit rund 20 Regenjacken auffiel war vor allem, dass die klassische Hardshell-Regenjacke schon fast zu den Exoten gehört. Mehr als die Hälfte der von uns getesteten Modelle setzt auf eher weiches, stretchiges Softshell-Material, das dank guter Imprägnierung zumindest anfangs ebenso wasserdicht ist, wie die klassischen Hardshells. Das weiche Material ist sehr viel angenehmer auf der Haut und auch die Passform dieser Jacken ist oft deutlich besser. Während unseres Tests zeigte sich jedoch auch, dass viele dieser Softshell-Membranen gerade bei starkem Regen und in Verbindung mit Taschen oder Rucksäcken recht schnell an ihre Dichtigkeits-Grenzen stoßen.

Zudem fiel auf, dass wirklich fast alle Jacken in allen Preisklassen kürzere Regenschauer völlig problemlos wegstecken. Das sah vor einigen Jahren auch noch anders aus. Nicht geändert hat sich leider der Umstand, dass die Größen sehr unterschiedlich ausfallen. Hier gilt nach wie vor die Regel: Wer sichergehen möchte, dass eine Jacke auch wirklich passt, der kommt um das Anprobieren einfach nicht herum. Bei Regenjacken ist dies auch besonders wichtig, da beispielsweise ein zu weiter Kragen Wasser Tür und Tor öffnet.

Äußerst begrüßenswert ist zudem der Trend, dass fast alle Hersteller großen Wert auf gute Sichtbarkeit legen. Nur in Ausnahmefällen muss man bei den Jacken gänzlich ohne zusätzlich reflektierende Applikationen auskommen.

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