Velomotion logo Velomotion small logo
Search icon
  • Produktnews
  • Radsport
  • Tests
    • Kompletträder
    • Komponenten
    • Zubehör
  • Ratgeber
    • Kaufberatung
    • Leasing
    • Recht
    • Werkstatt
    • Radreise

RennräderTests

Rennräder: Giant AnyRoad Comax: Das Renncrosstrekkingrad

25. März 2015 by Michael Faiß

giant_anyroad-7661

Probefahrt: Fahrradmessen sind schon etwas Tolles – nicht nur bekommt man hier das Neueste vom Neuen präsentiert oder kann mit den jeweiligen Designern, Konstrukteuren oder Athleten fachsimpeln, manchmal bekommt man dann sogar die Möglichkeit, auf dem einen oder anderen neuen Rad eine kurze Runde zu drehen. So auch am vergangenen Wochenende auf der Berliner Fahrradschau – wir haben uns das Giant AnyRoad Comax für eine kurze Probefahrt unter den Nagel gerissen.

Beinahe jede Saison gibt es Innovationen, Ideen und Fahrräder, die mal mehr mal weniger offensiv von sich behaupten, das Rad zumindest teilweise neu erfunden zu haben. Immer mehr, immer neue Fahrradkategorien machen den Markt für den Endkunden zunehmend unübersichtlicher. Immer wieder bekommt man von der Industrie suggeriert, dass jedes Einsatzgebiet sein eigenes Rad benötigt, um wirklich Spaß zu haben. Giant geht mit seinem 1.599€ teuren AnyRoad Comax den umgekehrten Weg und will damit keine neue Nische bedienen, sondern viele unterschiedliche Strecken- und Fahrerprofile abdecken.



giant_anyroad-7580

Auf den ersten Blick ähnelt das AnyRoad einem klassischen Crossrad. Die Scheibenbremsen und die profilierten Reifen sprechen deutlich dafür. Doch sobald man auf dem grau-rot-weißen Carbonboliden Platz nimmt, merkt man: Das fühlt sich irgendwie anders an. Insbesondere die durch das lange Steuerrohr sehr hohe Front fällt auf. So sitzt man doch deutlich aufrechter und komfortabler, als man es von einem Crossrad gewohnt ist. Lässt man den Blick über das Cockpit wandern, wartet die nächste Besonderheit: Giant bringt hier serienmäßig Zusatzbremshebel an, die ein Umgreifen zum Bremsen obsolet machen.

giant_anyroad-7665



Die Ausstattung des AnyRoad ist zweckmäßig: Giant verbaut die 105er Gruppe von Shimano und kombiniert diese mit den Avid BB7 Scheibenbremsen. Letztere arbeiten im Gegensatz zu den meisten modernen Scheibenstoppern nicht hydraulisch, sondern klassisch mechanisch. Wer jetzt die Nase rümpft, dem sei gesagt: Die BB7 steht den meisten ihrer hydraulischen Konkurrenten bezüglich Bremskraft in nichts nach und ist außerdem noch wesentlich wartungsärmer und -freundlicher. Schön, dass Giant den Mut hatte, auf eine solche vermeintlich unpopuläre Lösung zu setzen.

giant_anyroad-7674

giant_anyroad-7681



Der Carbonrahmen ist schön verarbeitet und das Design ist zwar auffällig, aber nicht zu aufdringlich. Die Anbauteile kommen überwiegend aus eigenem Hause ebenso wie auch die Laufräder. So landet das Giant AnyRoad Comax bei einem Gewicht von knapp 10kg – mehr Gewichtstuning wäre bei dem angepeilten Einsatzbereich wohl auch fehl am Platz. Die innenverlegten Züge tragen außerdem zu der wirklich aufgeräumten Optik bei. Ösen für Schutzblechmontage an Gabel und Rahmen bieten noch zusätzliche Optionen.

giant_anyroad-7677

giant_anyroad-7671



Laut Giant soll das AnyRoad die Brücke zwischen Cross- und Trekkingrad schlagen. Dieser Fahrradzwitter fährt sich auf den ersten Metern zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig. Die hohe Front und der dadurch auch wesentlich kürzere Reach sorgen für eine aufrechte Sitzposition. Man muss sich mit diesem Kompromiss zu Beginn etwas anfreunden, doch ist die erste Umgewöhnungsphase bewältigt, wird klar, dass es Giant mit dem AnyRoad Comax vielleicht tatsächlich gelungen ist, ein Rad zu entwickeln auf das viele gewartet haben: Es ist leicht, spritzig und sportlich, aber nicht unbequem. Mit montierten Schutzblechen ist es als Pendlerrad ebenso tauglich, wie als Tourenrad auf Wald- und Forstautobahn. Wer gegenüber diesem Konzept aufgeschlossen ist, sollte definitiv ein Auge auf das Giant AnyRoad Comax werfen.

giant_anyroad-7645

Stichworte:GiantGiant AnyRoadNewsTicker

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

Merida Scultura 5000: Sportlicher Charakter mit dezenter Optik

Giant Defy Advanced Pro 1: Sportives Allroad-Bike mit viel Komfort

Giro d'Italia 2026

Wettkampf um das begehrte Maglia Rosa: Giro d’Italia 2026 – Spannendste Italienrundfahrt der Geschichte?

Gobao Super-Charging

80 % Ladung in nur 20 Minuten: Gobao Super-Charging

Lego Rennrad

Dänischer Hersteller triumphiert mit neuer Laufradgröße: Das erste Rennrad von Lego

Specialized Test The Best

Innovation hautnah erleben: Specialized Test The Best Serie

Wahoo X Komoot Live Sync: Für ein nahtloses Bikevergnügen

Scott Addict 30: Aero-Renner mit viel Komfort

SQlab 612R Ergowave 2.0 Carbon: Der Rennradsattel mit Systemanspruch

So geht Shredden unter 3.300 €: Die zehn besten Bikepark-Maschinen

Durchblick auf jedem Terrain: Adidas Performance Sonnenbrille Alkator und Kentro

Leichtes und schnell montierbares Gepäckträgersystem: Bikepackingtaschen von Tailfin

Cross Country World Cup 2026

XCO-Elite gastiert erstmals in Südkorea: UCI Cross-Country World Cup 2026

DH World Cup 2026

Endlich geht es los: Alles über den Start des UCI Downhill World Cup 2026

Ähnliche Beiträge

  • Giant TCR Advanced 1 im Test: Explosiver Einsteiger mit viel Präzision
  • Rennräder: Specialized Venge Elite 105: Viel Aero zum kleinen Preis
  • Rennräder: Probefahrt: Gravelbike von Kocmo
  • Rennräder: Scapin Ivor: Angenehm, Scapin!
  • Das Parlee Ouray im Test: Zwischen Race und Allroad
  • Velomotion Team
  • Mediafacts
  • Impressum
  • Datenschutz/ DSGVO

© 2026 · Velomotion GmbH