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Radsport: Tour de France 2017: Das sind die 5 Schlüsselanstiege

26. Juni 2017 by Michael Behringer

Radsport: Die Tour de France 2017 steht vor der Tür. Wie in jedem Jahr wird auch die 104. Austragung vorwiegend in den Bergen entschieden. Doch auf welcher Etappe stehen die Schlüsselanstiege auf dem Programm? Wir haben das Streckenprofil der Tour de France 2017 etwas genauer untersucht.

2 x Zeitfahren / 3 x Hügel / 5 x Berg

Elf Teilstücke der Tour de France 2017 wurden von den Organisatoren als Flachetappe klassifiziert. Zwei Zeitfahren mit insgesamt etwas weniger als 30 Kilometer werden im Gesamtklassement für Zeitabstände sorgen,. Doch die großen Unterschiede wird es in den Bergen geben. Drei sehr wellige Teilstücke und fünf harte Bergetappen sollten ausreichen, um das Feld der Favoriten nach und nach zu dezimieren. Richie Porte (BMC), Chris Froome (Sky) und co. müssen natürlich auf allen 21 Etappen auf der Hut sein. Doch einige Berge können gewiss als Schlüsselanstiege bezeichnet werden. Wo wird es die härtesten Kämpfe um das Gelbe Trikot geben? Welcher Berg könnte die Entscheidung bringen? Velomotion hat die Schlüsselanstiege analysiert.



Etappe #5: La Planche des Belles Filles

Bereits auf der 5. Etappe müssen sich die Klassement- und Bergfahrer erstmals aus ihrer Deckung wagen. Von Vittel führt die Route das Feld über 160,5 Kilometer zur Planche des Belles Filles in die südlichen Vogesen. Obwohl das Teilstück von den Organisatoren nur als hügelig eingestuft wurde, gibt es hier eine satte Bergankunft zu bestaunen. La Planche des Belles Filles ist nämlich 5,9 Kilometer lang und im Durchschnitt 8,5 Prozent steil. Hier werden einige Profis ins Schwitzen kommen und ein Wechsel des Gelben Trikots scheint fast sicher zu sein. Vor allem Alejandro Valverde (Movistar) dürfte diese Ankunft entgegen kommen.

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Etappe #9: Mont du Chat

Die neunte Etappe der Tour de France kann mit drei Bergen der Höchstkategorie durchaus als Königsetappe bezeichnet werden. So geht es unter anderem den Col de la Biche und den Grand Colombier hinauf. Als wäre das noch nicht genug, wartet 26 Kilometer vor dem Ziel der Gipfel des Mont du Chat auf die Fahrer. Wer an diesem Tag keine guten Beine hat, wird die Tour de France nicht gewinnen können. Denn der Mont du Chat ist 8,7 Kilometer lang und im Durchschnitt 10,3 Prozent steil. Allein diese Zahlen sind beeindruckend, doch wenn die Fahrer den Fuße des Schlussanstieges erreichen, haben sie schon knapp 150 Kilometer in den Beinen – und eben auch bereits den Col de la Biche und den Grand Colombier.

Etappe #12: Col de Peyresourde & Peyragudes

Auf der zwölften Etappe gilt es für die Fahrer 214,5 Kilometer zurückzulegen. Schon zur Sache gehen könnte es den Port de Balès hinauf. Doch da der Gipfel noch 30,5 Kilometer vom Zielstrich entfernt liegt, werden einige Klassementfahrer sicher noch abwarten. Schließlich folgt der bekannte Col de Peyresourde, bevor es dann in den Pyrenäen zur Skistation Peyragudes hinaufgeht. Der Col de Peyresourde ist knapp zehn Kilometer lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 7,8 Prozent auf. Nach einer kurzen Abfahrt wird es dann noch einmal 2,4 Kilometer lang mit 8,4 Prozent ansteigend sein. Auch wenn das Ende etwas für Puncheur ist, werden diese wohl bereits zuvor von den reinen Bergfahrern distanziert worden sein. Hat ein guter Abfahrer vor dieser Etappe bereits einen großen Abstand hinnehmen müssen, so kann es auf dieser zwölften Etappe zu einer interessanten Attacke den Port de Balès hinab kommen.



Etappe #17: Col du Télégraphe & Col du Galibier

Auch wenn bereits viele namhafte Berge hinter uns liegen werden, stehen natürlich auch in der dritten Woche der Tour de France noch ein paar Anstiege auf dem Programm. Der Col de la Croix de Fer, der Col du Télégraphe und der Col du Galibier müssen an einem Tag überquert werden. Auf Grund der Distanzen zum Ziel werden diese Anstiege aber wohl kaum eine entscheidende Rolle spielen. Nach dem Gipfel des Col du Galibier geht es immerhin noch statte 28 Kilometer bergab ins Ziel. Beste Chancen also für die Ausreißer. Wer das Bergtrikot gewinnen will, sollte sich diese Etappe ebenso vormerken.



Etappe #18: Col d’Izoard

Sollte vor der 18. Etappe der Sieger der Tour de France noch fraglich sein, erwartet uns ein Showdown am Col d’Izoard. Der 14,1 Kilometer lange Schlussanstieg ist im Durchschnitt 7,3 Prozent steil. Der Berg der Höchstkategorie ist der letzte entscheidende Anstieg der Tour de France 2017. Hier kann das Ruder noch einmal herumgerissen werden.

Stichworte:NewsTour de France

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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