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Radsport: Totgesagte leben länger: Die unglaubliche Geschichte des Keagan Girdlestone

18. Januar 2018 by Michael Behringer

Girdlestone Keagan

Radsport: Leider gehören Stürze auch im modernen Radsport zur Tagesordnung. Glücklicherweise gehen die meisten Unfälle glimpflich aus. Ganz anders sah dies zunächst beim Eintagesrennen Coppa della Pace im Juni 2016 aus. Der damals 19-jährige Keagan Girdlestone kam so schwerwiegend zu Fall, dass das Rennen abgebrochen und der Fahrer schon für tot erklärt wurde. Eineinhalb Jahre später – am 17. Januar 2018 – bestritt der südafrikanisch-neuseeländische Profi erstmals wieder ein UCI-Rennen.

Italienische Medien: „Er ist verstorben“

Der in Südafrika geborene Keagan Girdlestone galt in fachkundigen Kreisen als großes Talent. Schon sein Vater und sein älterer Bruder waren professionelle Radfahrer. 2012 gewann er in Südafrika die nationale Meisterschaft in der Klasse U16. Nachdem die Familie nach Neuseeland übersiedelte, schnappte er sich auch dort zwei Titel. Spätestens als er mit 16 Jahren das prestigeträchtige Straßenrennen Le Race gewann, wurden die ambitionierten Teams auf ihn aufmerksam. Die Mannschaft Dimension Data for Qhubeka sicherte sich seine Dienste. Dann der Unfall: Am 5. Juni 2016 stürzt Keagan Girdlestone beim Eintagesrennen Coppa della Pace gleich zweimal. Nach dem ersten Sturz befindet er sich zwischen den Begleitfahrzeugen und will den Anschluss an das Peloton wiederherstellen. Als der Wagen vor ihm bremst, kann er nicht ausweichen und fliegt in die Heckscheibe. Auf Grund des fatalen Unfalls wurde das Rennen sofort abgebrochen – und die italienische Plattform tuttobiciweb.it vermeldete seinen Tod.

I filmed my own documentary! I tackled a 30 hour training week and decided to bring you along for the ride! https://t.co/MALrHpkghs pic.twitter.com/HuXiDaYOKk



— Keagan Girdlestone (@keaganstone) 11. Mai 2017

Girdlestone verlor vier Liter Blut

Zum Glück wissen wir heute, dass Keagan Girdlestone seinen fatalen Sturz überlebt hat. Damals vermeldete sein Vater auf Facebook, dass die Nachricht falsch sei. Er lebt. Sein Sohn lag zehn Tage im Koma und drei Wochen auf der Intensivstation. Er war nicht tot. Girdlestone gelang die vollständige Genesung. La Gazzetta dello Sport hat ihn interviewt.



Keagan Girdlestone: „Ich bin gesund. Es ist ein Wunder. Ich denke, dass an diesem Tag alles perfekt lief. Wenn nur etwas anders gelaufen wäre, dann wäre ich heute nicht mehr am Leben. Ich erinnere mich nur an das Gefühl einer heißen Flüssigkeit, von Blut, das mir über den Hals lief. Auf der Intensivstation erinnere ich mich an starke Schmerzen, aber auch daran, dass ich zu meinen Eltern gesagt habe: Ich werde wieder Rad fahren.“

Tomorrow marks 1 year since the accident. Today I leave you with one final tease before the big reveal! „Be humble, be happy, never give up“ pic.twitter.com/WFnT7IXY9Q

— Keagan Girdlestone (@keaganstone) 3. Juni 2017



„Ich hatte viele Idole, die sich als Betrüger entpuppten“

Obwohl die Ärzte ihm versicherten, dass er nie wieder Radrennen bestreiten kann, fuhr er im März 2017 schon wieder sein erstes Rennen. Kontinuierlich arbeitete der ehrgeizige Girdlestone an seinem Comeback. Schon als kleiner Junge wollte er immer zur Tour de France. Jetzt scheint sein Traum plötzlich wieder möglich zu sein. Am Mittwoch bestritt er mit der New Zealand Cycle Classic sein erstes UCI-Rennen seit seinem Sturz.

Keagan Girdlestone: „Ich habe gelernt, dass wenn du an dich selbst glaubst, du hart arbeitest und dich nicht von den Meinungen anderer beeinflussen lässt, kannst du alles erreichen. Ich hoffe, dass meine Geschichte Menschen Hoffnung geben kann. Ich hatte viele Idole, die sich als Betrüger entpuppten. Es ist erniedrigend. Gerne bin ich der Wandel in unserem Sport, den ich schon immer sehen wollte.“



Dream so big, everybody thinks you’re crazy! Achieve your dreams and they’ll think you’re amazing. pic.twitter.com/TT53i64chg

— Keagan Girdlestone (@keaganstone) 4. Januar 2018



Quelle des Titelbilds: © keagangirdlestone @ Instagram

Stichworte:GirdlestoneNews

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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