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Technibike Trekking Unisex: Nichts zu verbergen

29. Januar 2020 by Caspar Gebel

Kurztest: Das Technibike Trekking Unisex des Elektronikspezialisten aus der Eifel spricht eine klare Sprache: funktionell, solide und auch im Detail hochwertig ausgestattet. Wer das liefert, kann sich eine ausufernde Modellpalette sparen.

TechniRopa-Chef Peter Lepper hatte schon immer ein Gespür für kommende Technologien. Schon Ende der 1980er, als der private Empfang des Satellitenrundfunks noch rechtlich umstritten war, produzierte der Unternehmer mit seiner Firma TechniSat Parabolantennen und elektronische Komponenten. So war er bestens aufgestellt, als 1991 die behördlichen Hürden fielen und das Satellitenfernsehen auch im Zuge der Wiedervereinigung boomte. Inzwischen ist die Holding des Wahl-Eifelers auf zahllosen Geschäftsfeldern aktiv, und ein recht junges davon sind E-Bikes. Die Modellpalette ist übersichtlich – MTB-Hardtail und -Fully, Trekkingbike und Cityrad –, was freilich eher von Vorteil ist: Wer einfach nur ein Elektrorad sucht, wird hier nicht von zahllosen Modellen mit teils minimalen Ausstattungsunterschieden verwirrt. Was aber auch heißt, dass die Marke nur im gehobenen Preisbereich aktiv ist; das günstigste Modell liegt bei 2.900 Euro.

Zwei Rahmenvarianten und hochwertige Ausstattung

500 Euro mehr kostet das Trekkingbike, erhältlich in zwei Rahmenvarianten – Diamant und Trapez. Das schwarz-graue Rad mit den grünen Farbakzenten wirkt mit dem eckigen Schriftzug und manchen Details ein wenig rustikal – Züge und Leitungen verlaufen außen an den Kettenstreben; der Gepäckträger ist klassisch mit schmalen Streben oben am Rahmen fixiert; die Reifen sind längst nicht so voluminös, wie es sich in den letzten Jahren am E-Bike eingebürgert hat. Das TechniBike ist nicht gestylt und macht keine Show, doch wer genauer hinschaut, kann so manches Highlight entdecken.



Technibike Trekking Unisex E-Bike

So wird nirgendwo an den Komponenten gespart: Schaltwerk und Hebel, Zehnfach-Kassette und Naben gehören zur hochwertigen „Shimano Deore XT“-Gruppe, die mit penibler Verarbeitung und haltbaren Dichtungen auf minimalen Verschleiß im Mountainbike-Einsatz abgestimmt ist. Die Kette ist eigens für die Verwendung an E-Bikes mit Mittelmotor vorgesehen und besonders belastbar. Ebenfalls von hoher Qualität ist die Magura-Bremsanlage, und eine kleine Überraschung bietet die Gabel: Vom Federungspionier RockShox beigesteuert, sorgt sie mit satten 65 mm Weg und feinfühlig einstellbarer Luftfederung für hohen Komfort und sensibles Ansprechverhalten.



Solide und bewährt: Shimano XT 10-fach Schaltung
Magura MT5 Bremsanlage
Absolut komfortabel: RockShox Paragon Federgabel mit 65 mm Federweg

Continental Motor mit integriertem Akku

Angesichts dieser wertigen Technik muss sich das Eifeler E-Bike nicht verstecken, zumal es ansprechende Fahrleistungen zeigt. Der Hersteller setzt auf einen Continental-Mittelmotor mit integriertem Akku, der bis auf eine leichte Anfahrschwäche mit kräftigem Vortrieb und sanftem Abregeln gefällt. Übermäßig laut ist das Aggregat auch nicht. Oberhalb von 25 km/h bzw. mit abgeschaltetem Motor geht es immer noch recht leichtfüßig voran. Der 600-Wattstunden-Akku (welcher sich leicht ausbauen lässt) dürfte für große Reichweiten gut sein, zumal sich der Antrieb auf Prüfstandtests als sehr effizient erwiesen hat. Beim Display hat allerdings die Konkurrenz die Nase vorn: Der Bildschirm überm Conti-Pferd ist matt und kontrastschwach, dazu nicht sehr übersichtlich aufgeteilt.



Das Display ist mittig platziert aber etwas kontrastschwach
Mittels Schloss lässt sich der 600 Wh Akku leicht entnehmen
Continental Mittelmotor

Ergonomisch und agil

Wer nicht häufig aufs Display schaut, kann darüber hinwegsehen und sich am recht agilen Fahrverhalten des TechniBike freuen. Dank angenehmer Lenkerform und hochwertigen Griffen der Marke Ergon sitzt es sich bequem, nur beim Abstellen muss man aufpassen: Der Schlüssel des Rahmenschlosses kann im Fahrbetrieb nicht abgezogen werden, sondern nur, wenn das Schloss verriegelt wird – was man deshalb natürlich nicht vergessen darf.



Praktisch: Das Abus Rahmenschloss
Ergonomisch und bequem: Der Ergon Sattel

Ein letztes Detail am Trekkingbike wird vor allem Fahrrad-Nerds interessieren: Theoretisch könnte das Rad auf Nabenschaltung und Zahnriemen umgerüstet werden, denn der Rahmen ist mit verstellbarem Ausfallende und teilbarem Hinterbau ausgerüstet. Vielleicht ein Hinweis darauf, dass die Modellpalette von TechniBike in Zukunft noch erweitert wird – und die Firma wieder einmal zukunftsträchtig aufgestellt ist.

Fazit

Das Trekkingrad von TechniBike gefällt mit hochwertiger Technik, guter Funktion und angenehmer Sitzhaltung. Kleinere Schwächen des Antriebssystems lassen sich da tolerieren.



Technibike Trekking Unisex im WWW

https://www.technibike.de

Stichworte:ContinentalE-TrekkingTechnibikeTechnibike Trekking Edition

Über Caspar Gebel

Caspar Gebel sitzt seit 40 Jahren auf dem Rennrad. Der Fachjournalist und Sachbuchautor arbeitet für Velomotion und auch für die Zeitschriften Procycling und Fahrrad News.

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