E-MTB Test 2020: Wir haben uns der gewaltigen Aufgabe gestellt, 57 E-Mountainbikes gewissenhaft und objektiv zu testen. Mit unseren beiden großen Testfeldern „Highend“ und „Bestseller“ hatten wir eine riesige Bandbreite an unterschiedlichen Rädern. Aber das ist auch gut so! Denn E-Mountainbikes sollen, ja müssen sogar eine sehr breite Zielgruppe ansprechen. In den kommenden Tagen und Wochen werdet ihr täglich Tests zu neuen Rädern zu lesen bekommen, es kommen Testvideos und Hintergrundartikel. Zudem bekommt ihr ab dem 17. Juli am Kiosk unser Testjahrbuch E-MTB, wo es nochmals sämtliche Tests und geballtes E-MTB Wissen in gedruckter Form zu lesen gibt.
Nicht weniger als der umfangreichste E-MTB Test überhaupt sollte es werden, so unser ambitioniertes Ziel. Neben dem Praxistest war unser anfänglicher Plan, alle Testbikes auch im Labor auf den wortwörtlichen Prüfstand zu stellen. Doch leider machte uns die weltweite Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Dass dieser große Test trotzdem stattfinden konnte und wir unser Ziel auch ohne Prüfstand und trotz aller Widrigkeiten erreicht haben, verdanken wir dem Einsatz und dem Engagement unserer Tester.
E-MTB Test mit über 60 Testkriterien
Um die 57 E-Mountainbikes objektiv testen und vergleichen zu können, haben wir einen eigenen Bewertungsalgorithmus entwickelt, bestehend aus über 60 Testkriterien. Die jeweiligen Kriterien und ihre Gewichtungen variieren je nach Kategorie. Während beispielsweise bei den Bestsellern die Zugänglichkeit eine große Rolle spielt, legten wir bei den Highend-Bikes mehr Wert auf die Qualitäten in der Abfahrt. In jedem Test findet ihr zusammenfassend Durchschnittswerte einiger, allerdings nicht aller Kriterien.
Volle Transparenz: Alle Testkriterien im Überblick
Uphill: Fahrspaß, Bodenfreiheit, Steigfähigkeit, Anfahren am Berg, Übersetzung, Fahren ohne Unterstützung
Display/Remote: Ablesbarkeit, Bedienbarkeit, Display-Integration
Motor: Maximalleistung, Geräuschentwicklung, Abschaltverhalten, Feinfühligkeit, Reaktionsgeschwindigkeit, Natürlichkeit, Leistung bei hoher Kadenz
Bremsen: Bremskraft, Dosierbarkeit, Standfestigkeit, Ergonomie
Variostütze: Funktion, Bedienbarkeit, Hub
Fahrwerk: Performance Gabel, Einstellbarkeit Gabel, Performance Dämpfer, Einstellbarkeit Dämpfer, Zugänglichkeit
Reifen: Durchschlagschutz, Grip, Rollwiderstand
Cockpit, Einstellbarkeit Cockpit, Akkuein- und -ausbau, Laden, Funktion Schiebehilfe, Ergonomie Schiebehilfe
Rundes Gesamtpaket, Verhältnis Gewicht / Performance, Wartbarkeit, Konnektivität, Flaschenhalter, Gesamteindruck
Highend E-MTBs im Test: Das höchste der Gefühle
E-Mountainbikes in der Highend-Kategorie müssen vor allem eines: maximalen Fahrspaß bieten! Wer dabei jedoch ausschließlich ans Bergab-Ballern denkt, der irrt gewaltig. Kraftvolle Mittelmotoren und moderne Geometrien ermöglichen es, Fahrspaß auch im Uphill zu erleben und förmlich in eine Art Flow zu gelangen.
Dementsprechend haben wir die Bikes in dieser Kategorie nicht geschont. Ex-Downhill-Worldcup-Fahrer Jasper Jauch hat es fliegen lassen und die Grenzen von Fahrwerk und Reifen ausgelotet. Zudem mussten sich sämtliche Antriebskomponenten den Antritten von Marathon-Stars wie Karl Platt oder Tim Böhme stellen. Plattfüße und Kettenrisse blieben da natürlich nicht aus; umso erfreulicher, dass von diesen „normalen“ Verschleißerscheinungen abgesehen keines der Bikes einen Defekt erlitt.
Auch hier suchten wir wieder das „rundeste Gesamtpaket“. Bei Preisen, die sich teilweise weit jenseits der 10.000 Euro bewegen, hatten wir hohe Ansprüche. Ausrutscher bei Geometrie, Fahrwerk, Bremsen oder Reifen zogen entsprechend kritische Abwertungen nach sich.
[blog posts_per_page=“25″ taxonomy=“post_tag“ tax_term=“43559″ order=“desc“ orderby=“rand“]Bestseller E-MTBs im Test: Die Publikumslieblinge unter der Lupe
Im ersten Moment mag der Oberbegriff „Bestseller“ wenig aussagekräftig wirken. So entspricht er doch in keinster Weise den üblichen Schubladen, in die man die Fahrräder ansonsten steckt. Genau das war jedoch unsere Absicht – wir wollten die Vielfalt der E-MTBs in einer Kategorie abbilden.
Deshalb haben wir bei der Testeinladung an die Hersteller bewusst darauf verzichtet, Vorgaben bezüglich des Federwegs, der Laufradgröße usw. zu machen. Vielmehr fragten wir Alleskönner an, welche nach den Vorstellungen der über 40 verschiedenen Hersteller im Test für eine besonders breite Käuferschicht ideal sind. Bestseller eben. Lediglich den Preis deckelten wir bei etwa 5.500 Euro, um die Abgrenzung zu den Highend-Bikes zu wahren.
Unser Plan ging auf! Das Bestseller-Testfeld gleicht einem bunten Strauß moderner E-Mountainbikes verschiedenster Spielarten, vom komfortablen Touren-E-MTB bis hin zu Bikes mit hohem Abfahrtspotential. Diese Divergenz mussten wir selbstverständlich bei der Bewertung berücksichtigen. Nicht das Rad mit den besten Downhill- oder Uphill-Qualitäten gewinnt den Test, sondern das beste Allround-Gesamtpaket. Jeder Hersteller hat unterschiedliche Ansätze, welches Konzept für die breite Masse am Geeignetsten ist. Ob diese Ansätze aufgegangen sind, haben wir in die Bewertung einfließen lassen.
[blog posts_per_page=“25″ taxonomy=“post_tag“ tax_term=“43565″ order=“desc“ orderby=“rand“]Ab 17. Juli am Kiosk: Der große E-MTB Test in gedruckter Form
Demnächst erscheint unser großes Velomotion E-MTB Testjahrbuch 2020. Dort findet ihr gesammelt alle 57 Einzeltests der Räder, spannende Stories und Ratgeber rund um das Thema E-Mountainbike auf über 160 Seiten.



















































