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Vuelta a Espana #2: Marc Soler krönt starke Movistar-Leistung

21. Oktober 2020 by Michael Behringer

Marc Soler Vuelta a Espana Movistar

Radsport: Marc Soler heißt der Sieger der zweiten Vuelta-Etappe. Der Spanier setzte sich in der wilden Abfahrt aus der Gruppe der Favoriten ab. Diese wurde zuvor von seiner Mannschaft Movistar – nicht zuletzt von ihm selbst – im Anstieg stark ausgedünnt.

Marc Soler Vuelta a Espana

Tim Wellens erneut in der Ausreißergruppe

Auf Grund des Wegfalls der ersten drei niederländischen Etappen ging es bei der Vuelta a Espana auch auf dem zweiten Teilstück heiß her. Die 151,6 Kilometer lange Fahrt von Pamplona nach Lekunberri beinhaltete drei Bergwertungen. Besonders die letzte davon sollte einen Einfluss auf das Rennen nehmen können. Denn der Alto de San Miguel de Aralar war mit einer Länge von 9,5 Kilometern und einer durchschnittlichen Steigung von 7,9 Prozent durchaus ein Härtetest. Doch bevor es dort hinauf ging, bildete sich nach hartem Kampf zu Beginn der Etappe erst nach 50 Kilometern die Ausreißergruppe des Tages. Abgesetzt haben sich Alex Aranburu (Astana), Bruno Armirail (Groupama – FDJ), Jonathan Hivert (Total Direct Energie), Gonzalo Serrano (Caja Rural – Seguros RGA) und – wie bereits gestern – Tim Wellens (Lotto – Soudal). Der zuletzt genannte gewann die ersten beiden Bergwertungen und setzte sich rund 70 Kilometer vor dem Ziel von seinen Begleitern ab.



Movistar forciert das Tempo

In der Abfahrt vom Puerto de Urbasa übernahm Movistar das Kommando. Die spanische Mannschaft forcierte das Tempo und sorgte im Hauptfeld für einige Lücken. Obwohl viele Fahrer dadurch distanziert wurden, erwischte es zumindest nachhaltig keine nennenswerten Klassementfahrer. Dafür sank der Vorsprung von Tim Wellens in sich zusammen. Der Belgier wurde von seinen ehemaligen Begleitern wieder eingefangen. Doch auch der Vorsprung dieser Gruppe wurde immer geringer. Lediglich Bruno Armirail und Alex Aranburu wehrten sich bei einsetzendem Regen als letzte Ausreißer.

Richard Carapaz mit überraschendem Angriff

Wohl auch Bruno Armirail staunte nicht schlecht, als er 28 Kilometer vor dem Ziel von drei Fahrern eingeholt wurde. Andrey Amador (Ineos) zog Richard Carapaz (Ineos) und seinen ehemaligen Begleiter Alex Aranburu mit sich. Doch der taktische Überraschungs-Angriff der britischen Equipe zahlte sich nicht aus. Movistar und Jumbo – Visma wussten das Quartett direkt zu Beginn des Schlussanstiegs wieder einzuholen. Danach versuchte sich Luis Leon Sanchez (Astana). Doch der Spanische Meister hatte keine Chance, sich erfolgreich gegen das Tempodiktat von Movistar zu wehren. Reihenweise wurde die Favoriten-Gruppe ausgedünnt. Leider konnte der Österreicher Felix Großschartner (Bora – hansgrohe) nicht mehr mitgehen. Den Gipfel des Alto de San Miguel de Aralar erreichten die Profis 17 Kilometer vor dem Ziel. Nur noch zehn Fahrer waren ganz vorn beisammen, je drei von Movistar und von Jumbo – Visma.

Marc Soler rast in der Abfahrt allen davon

Durch die zahlenmäßige Überlegenheit wollte das Team Movistar den arbeitsreichen Tag mit dem Tagessieg krönen. So schickte man Marc Soler (Movistar) in der Abfahrt in die Offensive. Dahinter kontrollierte Jumbo – Visma das Tempo der Verfolgergruppe rund um alle verbliebenen Favoriten. Doch der Sieg war weg. Den 26-Jährigen konnten oder wollten sie nicht mehr einholen. So feiert das Team Movistar nach dem letzten Erfolg im Februar endlich wieder einen Sieg. Und das ausgerechnet mit demjenigen Fahrer, welcher zuvor bergan schon die meiste Arbeit für seine Teamkollegen Alejandro Valverde und Enric Mas verrichtet hat. Rang zwei und damit weitere Bonussekunden ersprintete sich Primoz Roglic (Jumbo – Visma) vor Daniel Martin (Israel Start-Up Nation).



¡Ha Ganado Marc Soler! 🎉

Gran día para el Movistar, se lleva su segunda victoria de etapa. Victoria merecida para Soler quien se quita de encima lo ocurrido el año pasado#LaVuelta20pic.twitter.com/FXJ06mbWRQ

— El Manillar Ciclismo (@ElManillarCOL) October 21, 2020



Stichworte:Marc SolerMovistarNewsVuelta a Espana

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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