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KomponentenTests

E-MTB Antriebe im Test: Shimano EP801

3. Oktober 2023 by Michael Faiß

Der Shimano EP801 im Labor

Gewicht: 2,65 kg
Max. Drehmoment: 85 Nm
Max. Leistung: 562 W
Leistung 100 W: 508 W
Verbrauch Ebene: 4,8 Wh/km
Verbrauch Berg: 34,2 Wh/km

Bei der Vorstellung des EP801 als offizieller Nachfolger des EP8 blieben die ganz großen Schlagzeilen in der Fachpresse aus. Mitunter auch deshalb, weil sich die beiden Motoren optisch fast zu 100 % gleichen und auch beide der Schriftzug „EP8“ ziert. Auf dem Datenblatt muss man die Unterschiede ebenfalls mit der Lupe suchen. Das Gewicht liegt weiterhin bei 2,65 kg, das maximale Drehmoment bei 85 Nm. Dabei hat Shimano zahlreiche Verbesserungen vorgenommen – bei Konnektivität, Leistung und Lautstärke. In der Praxis fällt hier vor allem der Leistungssprung auf, dank dessen der EP801 nun in einer Liga mit Bosch CX & Co. spielt. Zwar bevorzugt der Motor nach wie vor eher hohe Trittfrequenzen, ihm geht jedoch bei schweren Gängen am Berg nun deutlich weniger schnell die Puste aus. Bemerkenswert ist, dass es Shimano dennoch gelungen ist, auch das Unterstützungsgeräusch etwas zu reduzieren. Leider bleibt das Klappern in der Abfahrt jedoch erhalten. Dosierbarkeit, Ansprechverhalten und Charakteristik bleiben unverändert – gut so, denn hier gibt es wenige Antriebe, die mithalten können. Darüber hinaus erlaubt eine neue Schnittstelle an der Motoreinheit die bessere Kommunikation mit anderen Komponenten am E-Bike. So bietet die neue elektronische Shimano-Schaltgruppe XT Di2 in Verbindung mit dem EP801 eine Schaltautomatik und innovative Features wie Free Shift . Damit sind Gangwechsel selbst dann möglich, wenn man nicht selbst in die Pedale tritt.



Die Akkus

Wie schon beim Vorgänger EP8 gibt es beim EP801 sowohl Akkus direkt von Shimano oder die Fahrradhersteller arbeiten hierfür mit Anbietern wie BMZ oder Darfon zusammen. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass die Akkus des EP8 nicht mit dem EP801 kompatibel sind und umgekehrt. Die Originalakkus kommen als interne Varianten mit 504 oder 630 Wh, einen externen Energiespeicher gibt es zusätzlich mit 418 Wh. Drittherstellerakkus sind in fast allen Größen erhältlich, vom kompakten integrierten Akku für Light E-MTBs bis zu knapp 1.000 Wh für Langstreckentourer.

Die Displays

Wegen eines komplett neuen Energiemanagements sind die meisten Bedienteile des EP8 nicht mehr mit dem EP801 kompatibel. Einzige Ausnahme ist das beliebte E800 Display samt Bedienteil. Neu ist das EN600 Bedienteil, das je eine LED für den Akkustand und die Unterstützung integriert und über das sich das E-Bike nun auch vom Lenker aus einschalten lässt. Ergänzend dazu gibt es das EN600 Display – etwas klobiger als das bekannte E800, jedoch ebenso farbenfroh und nun mit der Ladestandsanzeige in zehn Stufen. Daneben gibt es auch einfachere Bedienteile mit einfarbigen Displays.

Stichworte:antriebeE-MTBShimano

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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