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KomponentenTests

Race Face Chester Griff im Test: Unauffälliger Überflieger

8. Dezember 2025 by Michael Faiß

Race Face Chester

Test: Auf den ersten Blick wirkt der Race Face Chester wie ein solider Standardgriff – unauffällig, pragmatisch, fast schon ein wenig 08/15. Doch unter der schlichten Oberfläche verbirgt sich ein erstaunlich durchdachtes ergonomisches Konzept, das ihn im Test zu einem unserer Favoriten gemacht hat. Ein Griff, der beweist, dass die besten Ideen nicht immer die lautesten sein müssen.

Abmessungen und Form

  • Gewicht: 135 g
  • Durchmesser: 34 mm (auch in 31 mm erhältlich)
  • Länge: 136 mm
  • Preis: 29,99 €
  • Farben: Schwarz, Blau, Rot, Grün, Orange, Lila, Gelb

Mit 135 Gramm gehört der Chester ins Mittelfeld des Testfeldes – kein Leichtgewicht, aber auch kein Schwerenöter. Die Verarbeitung ist auf dem hohen Niveau, das man von Race Face gewohnt ist. Sauber gearbeitete Lock-On-Klemmen aus Metall halten den Griff bombenfest am Lenker. Soweit, so klassisch.

Die eigentliche Magie offenbart sich erst bei genauerem Hinsehen und Fühlen. Der Griff ist in zwei Richtungen ergonomisch geformt. Zum einen hat er seinen größten Durchmesser direkt an der Innenseite, dort wo der Handballen aufliegt. In diesem Bereich sind die Lamellen länger und gerade ausgeführt, was für eine hervorragende Dämpfung sorgt, ohne den Grip zu beeinträchtigen – denn hier wird der Griff eher gestützt als aktiv umklammert. Zum anderen nimmt der Durchmesser zur Außenseite hin ebenfalls zu. Das ist logisch, denn weiter außen umschließen die Finger den Griff stärker. Diese doppelt konische Form fühlt sich in der Hand sofort richtig an und sorgt für ein echtes Aha-Erlebnis.



Race Face Chester
Race Face Chester
Race Face Chester
Race Face Chester

Auf dem Trail: Unsere Testeindrücke

In der Praxis bestätigt sich der brillante Eindruck der Formgebung. Der Race Face Chester liefert eine meisterhafte Balance aus Komfort und Kontrolle. Die breite Auflagefläche am Handballen schluckt Vibrationen effektiv, während die Finger dank des griffigen Waffelprofils an der Unterseite stets die volle Kontrolle behalten. Das leicht angeschrägte Lamellenprofil an der Oberseite verhindert auch bei Nässe und ohne Handschuhe ein Abrutschen.

Der Griff vermittelt ein sehr sicheres, definiertes Gefühl und eignet sich damit für eine riesige Bandbreite an Einsatzbereichen, von der entspannten Trail-Tour bis zum ambitionierten Race-Einsatz. Er ist ein echter „Fit-and-forget“-Kandidat, der einfach funktioniert.



Einen handfesten Kritikpunkt haben wir dann aber doch gefunden: das Griffende. Dieses besteht komplett aus Gummi und ist nicht durch eine Hartplastik-Kappe geschützt. Wer sein Rad, wie wir, öfter mal an eine Wand lehnt oder für eine Pause auf die Seite legt, wird hier schnell Verschleiß feststellen. Sobald das Gummi an dieser Stelle einmal einreißt, ist die Lebensdauer des gesamten Griffs meist begrenzt. Das ist ein vermeidbarer Schwachpunkt bei einem ansonsten exzellenten Produkt.

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Fazit: Race Face Chester

Pro

  • Durchdachte Ergonomie
  • Top Balance aus Dämpfung und Kontrolle
  • In zwei Größen erhältlich

Contra

  • Griffende ungeschützt
  • Nicht ganz leicht

Fakten

Produktjahr2025
Preis29,99 Euro
Web www.raceface.de

Gesamtwertung

94%

Preis-/Leistung

91%
Der Race Face Chester ist der sprichwörtliche Wolf im Schafspelz. Seine unscheinbare Optik täuscht über ein brillantes ergonomisches Konzept hinweg, das ihn zu einem der besten Allrounder auf dem Markt macht. Er ist nicht der leichteste und auch nicht der komfortabelste Griff, aber seine Balance ist überragend. Für knapp 30 € ist er ein absoluter Kauftipp für fast jeden Mountainbiker, der einen zuverlässigen und durchdachten Griff sucht – man sollte nur etwas auf seine empfindlichen Enden aufpassen.
Stichworte:E-MTBGriffgriffe25MTBRace Facevmmtb

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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