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Radsport: Radsport Saisonvorschau: Astana bleibt unscheinbar erfolgreich

21. Dezember 2018 by Michael Behringer

Astana

Radsport: Das Team Astana gehört mittlerweile fest zum Radsport. 2007 ins Leben gerufen, gewinnt die cyanfarbene Equipe nun seit Jahren Rennen um Rennen. Dies dürfte sich auch 2019 fortsetzen.

Astana 2018: 31 Siege & 62 weitere Podiumsplätze

Fast 100 Podiumsplätze hat das Team Astana in der Saison 2018 eingefahren. Trotz des Abgangs von Fabio Aru blieb die kasachische Equipe also auch in diesem Jahr äußerst erfolgreich. So ganz erklären können sich dies die meisten Experten aber nicht, da die Mannschaft die gesamten Monate über doch sehr unscheinbar unterwegs war und kaum erfahrene Stars im Kader hat. Doch die Statistiken stimmen die Fans positiv. Trotz der zahlreichen Siege blieb der große Erfolg jedoch aus – mal von Michael Valgren abgesehen, der mit Omloop Het Nieuwsblad und dem Amstel Gold Race gleich zwei wichtige Eintagesrennen für Astana gewinnen konnte. Omar Fraile und Magnus Cort Nielsen jubelten über Etappensiege bei der Tour de France, doch wer kann sich daran noch erinnern? Im Gedächtnis geblieben sind sicherlich die starken Leistungen von Miguel Angel Lopez beim Giro d’Italia und bei der Vuelta a Espana.



Transfers: Ion & Gorka kommen – Valgren & Moser gehen

Trotz zehn Abgängen und neun Zugängen wird sich der Charakter der Mannschaft Astana durch diese Transferperiode nicht sehr stark verändern. Ausgetauscht werden größtenteils Fahrer, welche in wichtigen Rennen der WorldTour ohnehin keine große Rolle gespielt haben. Die bedeutenden Transfers lassen sich an einer Hand abzählen. So stoßen die Brüder Ion & Gorka Izagirre zum Team, wodurch Astana gerade in den Bergen und in den Gesamtwertungen dieser Welt noch stärker werden dürfte. Die weiteren Neuzugänge werden wohl kaum für Siege sorgen. Oder kennen Sie die Kolumbianer Rodrigo Contreras Pinzon und Hernando Bohorquez Sanchez? Unter den Abgängen entdecken wir vor allem einen Namen, welcher für eine große Lücke im Team Astana sorgen wird. Michael Valgren kehrt der Mannschaft nämlich den Rücken. Da auch Moreno Moser abgegeben wurde, werden die Eintagesrennen wohl künftig für Astana schwieriger zu kontrollieren sein.

AbgängeZugänge
Michael Valgren
(Dimension Data)
Ion Izagirre
(Bahrain – Merida)
Moreno Moser
(Nippo – Vini Fantini)
Gorka Izagirre
(Bahrain – Merida)
Jesper Hansen
(Cofidis)
Manuele Boaro
(Bahrain – Merida)
Tanel Kangert
(EF Education First – Drapac p/b Cannondale)
Merhawi Kudus
(Dimension Data)
Oscar Gatto
(Bora – hansgrohe)
Davide Ballerini
(Androni Giocattoli – Sidermec)
Sergey Chernetskiy
(Caja Rural – Seguros RGA)
Hernando Bohorquez Sanchez
(Manzana – Postobon Team)
Andriy Grivko
(unbekannt)
Rodrigo Contreras Pinzon
(EPM)
Riccardo Minali
(Israel Cycling Academy)
Jonas Gregaard
(Riwal – CeramicSpeed)
Bakhtiyar Kozhatayev
(Elite 2)
Yuriy Natarov
(Astana City)
Ruslan Tleubayev
(Karriereende)

Astana 2019: Gruppen & Berge

Ion & Gorka Izagirre, Miguel Angel Lopez und Jakob Fuglsang – das liest sich durchaus gut. Zumindest dann, wenn es in die Berge geht. Das Team Astana kann 2019 wohl nur in einem bergigen Terrain wichtige Rennen kontrollieren und bis zum Ende mit Attacken warten. In allen anderen Bereichen zählt die Equipe nicht zu den stärksten – doch das war auch in den vergangenen Jahren nicht der Fall. Für genügend Siege sorgen konnten die Männer in den cyanfarbenen Trikots aber dennoch stets. Ein Grund dafür war immer die aktive Fahrweise. Nur selten sieht man keinen Profi von Astana nicht attackieren. In den meisten Rennen beteiligen sich die Fahrer sehr aggressiv an der Renngestaltung, was zum Zuschauen natürlich äußerst interessant ist. Auch 2019 werden die meisten Erfolge über Gruppen zustande kommen müssen. Möglicherweise entwickelt sich aber auch Sprinter Magnus Cort Nielsen erneut weiter, um Astana künftig auch in Massensprints noch bessere Chancen zu besorgen.



🏆33 victories, 62 podiums..what a great season it was! Watch all the highlights and let us know your favorite 2018 moment!💪 Full video⤵️https://t.co/zdIQffKvAV pic.twitter.com/kzdK4qYhj8

— Astana Pro Team (@AstanaTeam) 17. Dezember 2018



Stichworte:2019AstanaNewsSaisonvorschauTeamvorstellung

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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