Knapp zehn Jahre hat er als Sportjournalist für Velomotion über den Profiradsport berichtet. Jetzt hat Michael Behringer seine eigene Radsport-News-Webseite ins Leben gerufen. Auf radsport-radikal.de erwartet die Besucher alles rund um den Radsportzirkus: Rennberichte, Siegertipps und das Vorstellen neuer Talente.
radsport-radikal will den Profiradsport von der Wurzel an beleuchten
Etwa 200 Fahrer sitzen stundenlang im Sattel. Nach weit über 100 Kilometern steht der Sieger fest. Tag für Tag. Jahr für Jahr. Doch warum hat sich ausgerechnet dieser Profi durchgesetzt? Welche Team-Taktik war entscheidend für diesen Erfolg? Und wer gewinnt eigentlich das nächste Rennen? radsport-radikal hat sich voll und ganz dem Radsport verschrieben, um genau diese Fragen zu klären. Die Plattform will radikal – vom lateinischen radix („Wurzel“, „Ursprung“) – hinter die Kulissen blicken und den Profiradsport sowohl leidenschaftlich als auch analytisch greifbar machen.
Im Fokus: Taktiken, Teams und Talente
Der Straßenradsport ist ein Mannschaftssport. Teams werden zusammengestellt, Fahrer für Rennen nominiert. Und dann? Dann werden sie aufeinander losgelassen – fast wie in einem Kolosseum. Nur mit dem Unterschied, dass die Straßen dieser Welt das Kolosseum sind. Auf radsport-radikal wird über diese Radrennen und über das Geschehen rundherum berichtet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Fahrern, den Teams und ihren Taktiken. Vor Beginn einer Rundfahrt werden die Etappenprofile studiert und Favoriten auserkoren. Kein Vorbericht aber wird veröffentlicht, ohne ein Dark Horse ins Rennen zu schicken. Denn schließlich ist das Spekulieren über den möglichen Rennausgang der spannendste Part einer Vorschau. Wer könnte überraschen? Wer wird der nächste Superstar? Kein vielversprechendes Talent soll übersehen werden.
Die Leidenschaft begann als 7-Jähriger
Wie bei vielen deutschsprachigen Radsportfans begann die Leidenschaft für den Radsport auch bei Michael Behringer im Jahr 1996. Als plötzlich ein deutscher Radprofi bei der Tour de France für Furore sorgte, schaltete sein Vater den Fernseher an. Der 7-Jährige saß daneben und stellte Fragen, die ihm auch sein Vater nicht beantworten konnte. Gemeinsam aber ließen sie sich vom Tourfieber anstecken, wie so viele Deutsche damals. Ein Jahr später gewann Jan Ullrich die Tour de France und Michael Behringer erkannte schon damals seine Leidenschaft für den Sportjournalismus. Seine Eltern besorgten ihm eine Art Tour-Tagebuch. Darin enthalten: Etappenprofile, Team- und Fahrervorstellungen sowie halbleere Seiten, in die man die Ergebnisse der Etappen eintragen konnte. Das ließ sich der nun 8-Jährige nicht zweimal sagen.
„Eine Entwicklung vorherzusehen und zu verfolgen, begeistert mich besonders“
Dass die Liebe zum Radsport auch durch die Dopingskandale nicht nachgelassen hat, begründet Michael Behringer mit viel Leidenschaft. „Skandale und schwierige Zeiten gab und gibt es in allen Sportarten, ja sogar in allen Lebensbereichen. Der Radsport hat sich erholt und aus seinen Fehlern gelernt. Der Sport an sich war immer beeindruckend und wird es auch immer bleiben.“ Was aber fesselt ihn so sehr an diese Sportart, dass er seine Leidenschaft schließlich zum Beruf gemacht hat? „Ich liebe es, dass mehrere Mannschaften mit unterschiedlichen taktischen Ausrichtungen jeden Tag aufeinandertreffen und Lösungen finden müssen. Eine Entwicklung vorherzusehen und zu verfolgen, begeistert mich besonders. Während eines Rennens verändern sich die Taktiken der Mannschaften. Fahrer entwickeln sich im Laufe ihrer Karriere unterschiedlich. Auch die Rennen selbst bzw. die Art, wie sie gefahren werden, sind in einem ständigen Wandel. Wer einmal in diese Szene eingetaucht ist und sie richtig miterlebt, den wird die Begeisterung und Leidenschaft nicht mehr los.“
„Der Radsport verdient mehr Aufmerksamkeit“
Mit seinen Berichten über den Profiradsport will der Sportjournalist nicht nur über Aktuelles informieren, sondern begeistern und vor allem für frisches Know-how sorgen. Denn viele Radsportinteressierte schauen sich die Rennen zwar an, verstehen aber die Zusammenhänge nicht. „Vor allem diejenigen, die noch nicht viele Rennen gesehen haben oder nur zur Tour de France einschalten, können den Überblick schnell verlieren. Sie stellen sich Fragen, die während einer Live-Übertragung nicht beantwortet werden. Damit diese Zuschauer aber beim Radsport bleiben und nicht abwandern, muss man sie an die Hand nehmen und ihnen erklären, warum und wieso dieses und jenes geschieht.“ Der mittlerweile 37-Jährige verfolgt das Ziel, die Menschen für seine Lieblingssportart zu begeistern. „Ich finde, der Radsport verdient mehr Aufmerksamkeit. Diese Sportart hebt sich in vielen Bereichen von anderen Sportarten ab. Ich bin davon überzeugt: Würden die Menschen dem Radsport eine Chance geben und sich auskennen, wäre die Begeisterung dafür riesig.“ Damit das geschieht, hat er nun seine eigene Plattform auf die Beine gestellt: radsport-radikal.de