Produktnews / E-MTB: Als Nachfolger des beliebten Amflow-Erstlings PL Carbon hat das neue PX Carbon große Fußstapfen zu füllen. Dafür bringt es neben dem neuen Avinox M2S Motor mit bis zu 150 Nm Drehmoment auch einen neuen, noch schlankeren 700 Wh Akku mit und setzt ansonsten auf bewährtes: Leichter Carbonrahmen trifft auf eine vielseitige Ausrichtung und attraktive Preise.
Das Amflow PX Carbon in aller Kürze
- Federweg: 160 / 150 mm
- Motor: Avinox M2S
- Akku: 700 Wh, fest verbaut
- Rahmenmaterial: Carbon
- Max. Leistung / Drehmoment: 1.500 W / 150 Nm
- Laufräder: 29″ / 27,5″ ab Werk, umrüstbar auf 29 Zoll
- Preis (UVP): 6.999 Euro – 9.999 Euro
Das Herzstück: Avinox M2S Motor und integrierter Akku
Die nackten Zahlen des neuen DJI Antriebssystems lassen aufhorchen. Der verbaute Avinox M2S Motor, der im Amflow PX Carbon und im Topmodell PX Carbon Pro zum Einsatz kommt, liefert ein nominelles Drehmoment von 130 Nm, das in der Spitze auf 150 Nm ansteigt. Im Boost-Modus schiebt das Aggregat mit bis zu 1500 Watt Spitzenleistung an. Trotz dieser enormen Kraftausbeute bleibt das Volumen des Motors äußerst kompakt, das Gewicht liegt bei erfreulichen 2,59 Kilogramm.
Mit Energie versorgt wird das System von einem integrierten 700-Wh-Akku, der bei einem Gewicht von 3,18 kg eine beachtliche Energiedichte von 220 Wh/kg aufweist. Wer Angst vor langen Ladezeiten hat, wird beruhigt aufatmen: Dank des mitgelieferten GaN-Schnellladegeräts (12A/508W) lässt sich der Akku in nur rund einer Stunde und 16 Minuten von 0 auf 80 Prozent füllen. Gesteuert wird das Ganze über ein farbiges 2-Zoll-OLED-Touchdisplay, das formschön ins Oberrohr integriert ist und Navigationsdaten direkt auf den Bildschirm spiegelt.
Cleane Optik und einstellbare Geometrie
Der Rahmen des neuen Amflow PX ist gleich aus mehrererlei Hinsicht spannend: So steigt das Gewicht im Vergleich zum Vorgänger an, was jedoch zu Gunsten der Steifigkeit gehen soll. Zudem verzichtet man lobenswerterweise auf eine Leitungsverlegung durch den Steuersatz und führt die Kabel stattdessen klassisch am Rahmen ein – ein Segen für jeden Heim-Schrauber. Die internen Führungskanäle erleichtern zudem spätere Wartungsarbeiten immens.
Eine Besonderheit ist die hohe Anpassbarkeit des Bikes. Über verstellbare Steuersatzschalen, einen Flip-Chip am Dämpfer und anpassbare Ausfallenden ergeben sich theoretisch bis zu 40 Geometriekonfigurationen. Der Lenkwinkel lässt sich von abfahrtsorientierten 63,2 Grad bis hin zu agilen 65,2 Grad (Standard: 64,2 Grad) variieren. Auch das Tretlager und die Kettenstrebenlänge können an das jeweilige Terrain und den Fahrstil angepasst werden.
Ausstattung auf Top-Niveau
Angesichts der Preisschilder – das Einstiegsmodell liegt bei 6.999 Euro, das Pro-Modell kratzt mit 9.999 Euro knapp an der fünfstelligen Marke – darf man ein entsprechend hochwertiges Komponentenpaket erwarten. Amflow liefert hier ab: Ein Fox Fahrwerk (Factory beim Pro, Performance beim Standardmodell) mit 160 mm an der Front und einem Float X im Heck sorgt für Bodenhaftung. Gebremst wird souverän mit der Magura Gustav Pro und massiven 203-mm-Bremsscheiben mit 2,5 mm Stärke. Geschaltet wird mit der kabellosen SRAM Eagle Transmission (X0 oder S1000). Beide Modelle setzen auf ein Mullet-Setup mit einem 29-Zoll-Vorderrad und einem kleineren 27,5-Zoll-Hinterrad, bestückt mit griffigen Schwalbe Radial Reifen, beide mit Gravity Karkasse (Magic Mary vorn, Albert hinten).
Smarte Details
Daumen hoch gibt es zudem für einige kleine, aber feine Software-Lösungen. So lässt sich etwa die Motorunterstützung mit einem Brustgurt koppeln und steuern: Fällt der Puls des Fahrers unter einen bestimmten Wert, regelt das Bike die Hilfe herunter. Übersteigt die Herzfrequenz ein definiertes Maximum, greift der Motor stärker ein. Ebenfalls clever ist die voll in das System integrierte Beleuchtung mit einem 1200-Lumen-Fernlicht, die sich bequem über kabellose Controller am Lenker bedienen lässt.

