Velomotion x AusdauerNetzwerk Gravelbike-Testcamp: An einem langen Wochenende im Bayerischen Wald und dem Šumava Nationalpark konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gravelbikes ebenso testen wie ihre Grenzen bergauf. Einhelliges Fazit: Die Offroad-Rennräder sind perfekt für das schwierige Terrain des Nationalparks. Und sie ermöglichen es unterschiedlichen Menschen so gut wie keine andere sportliche Rad-Gattung, gemeinsam unterwegs zu sein.
Beim Gravelbike treffen Rennrad-Flow und Offroad-Abenteuer aufeinander, und das lockt nicht nur die Fans dieser zwei Fahrradgattungen an. Zu den Outdoor-Sportlern, die das Graveln für sich entdeckt haben, gehören auch Thomas Freimuth und Mathias Flunger – der eine Langläufer der Spitzenklasse mit einem Europameistertitel im Skimarathon und der deutschen Bestzeit beim legendären Vasalauf, der andere erfolgreicher Triathlet mit Top-Ten-Platzierungen bei Weltklasse-Events wie dem Ironman Hawaii und Nizza. Beide gehören zum Team des AusdauerNetzwerks, das Ski- und Radsportreisen anbietet, und entwickelten gemeinsam mit Velomotion die Idee eines Gravel-Camps.
Coaching vom Langlauf-Star und Triathleten
Die acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer des langen Wochenendes im Bayerischen Wald könnten unterschiedlicher nicht sein: Die einen bringen ihr eigenes Gravelbike gleich mit, die anderen nutzen die von Velomotion bereitgestellte Testflotte mit Gravelbikes der Marken Bulls, Stevens Giant und KTM. Was jedoch alle, die am Start sind, eint: Sie haben schon Rad-, Ski- und Laufmarathons absolviert, treiben gerne draußen Sport und scheuen sich nicht vor Herausforderungen. Etwa jener, in vier Tagen rund 240 Kilometer mit über 5.000 Höhenmetern zu fahren.
Der grenzübergreifende Nationalpark ist das perfekte Terrain dafür: Bayerischer Wald wie Šumava in Tschechien bieten ein unendliches Netz an kaum genutzten Forstwegen, Wanderpfaden und Trails sowie fast verkehrsfreien Asphaltstraßen. Anstiege mit 500 bis 600 Höhenmetern en bloc sind keine Seltenheit; dazu gibt es Schotter aller Körnungsstufen vom feinen „Champagner-Gravel“ bis hin zu groben Brocken, die Anstiege wie Abfahrten noch anspruchsvoller machen.

Abseits der Wege hat man im Naturschutzgebiet natürlich nichts zu suchen, und sei es nur deshalb, weil durchaus mal ein morscher Baum umkippen kann. Und auch deshalb ist das Gravelbike in den urtümlichen Wäldern eigentlich das beste Fahrrad. Denn beim Graveln wird man von den anspruchsvolleren Passagen ordentlich herausgefordert, während die glatteren Abschnitte (die mit dem Mountainbike langweilig wären) flowiges Rennrad-Fahrgefühl aufkommen lassen. Und auch längere Asphaltstrecken können geschmeidig gefahren werden, ob bergab oder bergauf.
Bleibt noch die Frage: Bio- oder E-Gravelbike? Hier waren sich die Gäste des AusdauerNetzwerks weitgehend einig. Selbst das dank TQ-Motor sehr natürlich agierende Stevens E-Getaway wurde nur kurz eigesetzt und ob seines angenehmen Charakters gelobt; die Freude an der komplett selbst erbrachten Leistung überwog jedoch.
Wobei die E-Gravelbikes einen spannenden Aspekt dieser Radsport-Disziplin betonen: Graveln kann eigentlich jede/r. Anders als beim Mountainbiking sind keine besonderen „Skills“ erforderlich; anders als beim Rennradfahren muss man sich weder an den Straßenverkehr noch an hohe Geschwindigkeiten gewöhnen. Und damit sind die Schotter-Bikes ideal für Menschen unterschiedlicher radfahrerischer Fähigkeiten, die gemeinsam unterwegs sein wollen – ob als Paar oder im Freundeskreis. Und das E-Gravelbike bügelt die Unterschiede im Leistungsvermögen endgültig glatt.
Nach vier ereignisreichen Tagen auf dem Rad bei heißem Sommerwetter sind jedenfalls alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu begeisterten (bzw. noch überzeugteren) Gravel-Fans geworden – und voll des Lobes für die „Reiseleiter“ Thomas Freimuth und Mathias Flunger sowie das Velomotion-Team um Technik-Coach Chris Ettl und Geschäftsführer Marcus Degen, der am ersten Tag selbst auf dem Rad dabei war. Nicht zu vergessen das Glashotel in Zwiesel sowie das Hotel Rankl in Horská Kvilda, welche die Gruppe für drei Nächte bzw. eine Nacht beherbergt haben.
Und wie geht’s weiter mit dem Gravelbike-Testcamp von Velomotion x AusdauerNetzwerk? Nach der erfolgreichen Premiere denken wir bereits weiter: mehr Teilnehmende, mehr Testräder, Streckenalternativen für verschiedene Leistungsstufen, solche und ähnliche Ideen stehen im Raum. Wer hätte denn Interesse an einer Teilnahme oder sogar eigene Vorschläge? Wir freuen wir uns darauf, von euch zu hören – am besten per E-Mail an [email protected].







