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Allgemein: Bundestrainer Ralf Grabsch im Interview

22. Februar 2017 by Florian Nowak

Kürzlich hatten wir von Velomotion Bundestrainer Ralf Grabsch im Interview, der uns einige interessante Einblicke in seine Arbeit gewährte. Unter anderem konnten wir uns mit dem Ex-Profi vom Team Telekom über die aktuelle Radsportsituation in Deutschland und seine Tätigkeiten als Bundestrainer unterhalten. 

Hallo Ralf, danke für das heutige Gespräch. Wir wollen ein wenig über deine Tätigkeiten als Bundestrainer und die Radsportsituation in Deutschland sprechen. Zu Beginn mal ganz Allgemein, wie steht es aus der Sicht des Bundestrainers mit dem deutschen Radsport ?

Ralf Grabsch: Hallo auch von meiner Seite. Zu deiner Frage: Man kann natürlich deutlich sehen, dass der deutsche Radsport gerade eine sehr positive Entwicklung vollzieht. Gerade der Tour de France Start in Deutschland und die Tatsache, dass es mit Bora-Hansgrohe und Sunweb wieder zwei deutsche ProTour Teams gibt, deutet auf einen deutlichen Aufwärtstrend hin. Zudem ist ja eine Deutschland Tour für 2018 in Planung, was ein weiterer wichtiger Schritt wäre.



Das hört sich ja alles sehr positiv an. Wo gibt es denn derzeit noch Verbesserungsbedarf oder was wünscht du dir vielleicht  ?

Ralf Grabsch: Es wäre natürlich sehr wichtig, dass es wieder mehr Rennen in Deutschland gibt. Früher musste man als kleineres deutsches Team kaum ins Ausland um sich zu messen. Jetzt muss man überall nach Rennen suchen. Gerade jungen Fahrer wären dadurch wieder mehr Möglichkeiten geboten. Außerdem fehlt es derzeit an einer Art Sprungbrett oder Übergangsstation für junge Talente. Wir haben in Deutschland sehr viele Kontinental Teams und sind mit den beiden WorldTour Mannschaften auch gut aufgestellt. Allerdings fehlt eben eine ProKontinental Mannschaft in der man Fuß fassen kann, um auf die WorldTour vorbereitet zu werden.

 



In der letzten Saison warst du als Bundestrainer der U23 sehr erfolgreich. Mit Marco Mathis als Zeitfahrweltmeister und dem
Vizeweltmeistertitel im Straßenrennen durch Pascal Ackermann hat das Nationalteam deutliche Ausrufezeichen gesetzt. Hilft da die Profi-Vergangenheit oder stört die eigene Erfahrung an manchen Stellen ?

Ralf Grabsch: Ich kann ja nur von mir sprechen, aber mir haben meine Erfahrungen durchweg geholfen. Ich wusste bei den Jungs in der Vorbereitung genau woran wir arbeiten müssen und wie ich sie einstimmen muss. Da ist die Rennfahrervergangenheit natürlich ein großer Vorteil. Außerdem trainiere ich mit den Jungs sehr häufig und kann sie so aus nächster Nähe beobachten und einschätzen, das hilft ungemein. Vielleicht müsste man da mal die Fahrer selbst fragen, wie es für sie so ist.

 



 

 

Wie haben sich die Zeiten geändert, war es früher oder heute schwere bzw. leichter Profi zu werden ?



Ralf Grabsch: Grundsätzlich ist sowas immer schwierig zu beurteilen, da jede Zeit ihre eigenen Charakteristika hat. Früher gab es im Nachwuchs und Amateurbereich eine extrem hohe Leistungsdichte dazu kam dann noch, dass es sehr viele Fahrer gab. Heute gibt es eben nicht mehr derart viele Fahrer und dementsprechend auch weniger Atlethen die auf sehr hohem Niveau unterwegs sind. Grundsätzlich würde ich aber sagen, dass es komplett unterschiedliche Zeiten sind und man sie daher schwer vergleichen kann. Wie man jedoch immer wieder sehen kann werden gute Leistungen durchaus belohnt und ermöglichen den Sprung in die WorldTour.

Was muss ein erfolgreicher Rennfahrer in der heutigen Zeit mitbringen ?

Ralf Grabsch: Natürlich muss man als Sportler egal welche Sportart gewisse Grundvoraussetzungen mitbringen. Besonders wichtig ist meiner Meinung nach vor allem im Radsport, dass der Rennfahrer eine gewisse Fähigkeit hat sich zu quälen und zu kämpfen. Nur so wird er sich weiterentwickeln und hart an sich arbeiten. Außerdem finde ich die psychologische Komponente sehr wichtig, im Sport kann nicht immer alles laufen, wie man es sich wünscht. Daher sollte man auch mit Misserfolgen aber auch Erfolgen gut umgehen können. Ganz wichtig ist aber der Spaß darf nicht zu kurz kommen, selbst als ambitionierter U23 Fahrer sollte dieser Faktor immer noch überwiegen, sonst ist man nicht voll bei der Sache. Das versuche ich auch immer meinen Jungs mitzugeben.



Hast du zum Abschluss vielleicht noch einen Namen für uns, der das nächste deutsche Talent in der WorldTour sein könnte ?

Ralf Grabsch: Da fällt mir spontan Jan Tschernoster ein, der letztes Jahr die Radbundesliga dominiert hat. International war er noch nicht so weit, aber ich bin mir sicher, dass er alles mitbringt, was einen guten Profi ausmacht.

 



 

Stichworte:BDRBundestrainerNachwuchsarbeitNewsRadbundesligaRalf GrabschTour de France

Über Florian Nowak

Florian Nowak ist Radprofi auf EuropeTour Ebene und war schon bei vielen internationalen Rennen am Start. Bei der deutschen Meisterschaft 2017 war er bester nicht WorldTour Profi auf Platz 7 und konnte sich somit für die Tour de L'Avenir und die Weltmeisterschaften empfehlen. Er fühlt sich aber nicht nur auf dem Rennrad wohl, immer wieder zieht es ihn auch ins Gelände. Neben dem Sport arbeitet er an seinem zweiten Standbein und hat sein BWL Studium an der LMU München abgeschlossen.

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