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Giro d'ItaliaRadsportStraßenradsport

Giro d'Italia: Giro d’Italia Ruhetag #2: Quintana eine Klasse für sich – Sky im Pech

15. Mai 2017 by Michael Behringer

Radsport: Neun Etappen haben wir beim Giro d’Italia 2017 gesehen. Es ist noch nicht einmal Halbzeit, doch passiert ist bereits einiges – allen voran in der Gesamtwertung: Nairo Quintana (Movistar) hat gestern auf der 9. Etappe ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Katastrophal lief es hingegen für das Team Sky: Geraint Thomas und Mikel Landa spielen wohl keine Rolle mehr im Kampf um den Gesamtsieg. Sie wurden von einem Begleitmotorrad zu Fall gebracht. Was sonst noch beim Giro d’Italia geschah? Wir fassen kurz zusammen.

Giro d'Italia 2017 Silvan Dillier BMC

Etappensieger aus Deutschland, Österreich & der Schweiz

In den Kampf um den Gesamtsieg wird kein deutschsprachiger Fahrer eingreifen. Dennoch hatten die Radsport-Fans aus Deutschland, der Schweiz und Österreich bereits einiges zu feiern. Die Etappensiege schienen ihnen nämlich in den ersten Tagen nur so zuzufliegen. Nachdem der Österreicher Lukas Pöstlberger (Bora-hansgrohe) die 1. Etappe überraschend gewann, schlug der Deutsche Meister André Greipel (Lotto Soudal) im Massensprint auf der 2. Etappe zu. Beide Piloten durften sich dadurch im Rosa Trikot präsentieren. Nach dem ersten Ruhetag sorgte Silvan Dillier (BMC) dann für einen Schweizer Tagessieg, indem er das sechste Teilstück als Ausreißer für sich entscheiden konnte. Gefreut hat sich auch ein Slowene: Luka Pibernik jubelte auf der 5. Etappe allerdings zu früh und sorgte damit weltweit für Lacher.



https://www.youtube.com/watch?v=aaduR0Aq-3k

Der Sonntag wirbelte die Gesamtwertung durcheinander

Zum ersten Mal ernst für die Klassementfahrer wurde es auf der 9. Etappe. An der schweren Bergankunft am Blockhaus setzte Nairo Quintana (Movistar) ein echtes Ausrufezeichen. Der Kolumbianer distanzierte mit seinen Antritten alle seine Konkurrenten. Zwar sind erst neun von 21 Etappen gefahren, doch die Art und Weise hinterließ einen fast unschlagbaren Eindruck. Thibaut Pinot (FDJ) und Tom Dumoulin (Sunweb) kassierten 24 Sekunden, Bauke Mollema (Trek-Segafredo) 41 und Vorjahressieger Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) genau eine Minute. Dahinter wurden die Zeitabstände immer größer, so dass sich einige bereits von dem Gesamtsieg verabschieden dürfen. Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo) zum Beispiel kassierte fast drei Minuten, Bon Jungels (Quick-Step Floors) und Tejay Van Garderen (BMC) sogar fast vier Minuten. Noch deutlich schlimmer kam es für das so stark eingestufte Team Sky. Fast die komplette Mannschaft kam auf der Etappe durch ein Begleitmotorrad zu Fall. Mikel Landa verlor fast 27 Minuten, Geraint Thomas knapp über fünf.

https://www.youtube.com/watch?v=6sLGXUfPN24



Die Gesamtwertung des Giro d’Italia nach 9 von 21 Etappen

PlatzFahrerLandTeamZeit
1Nairo QuintanaCOLMovistar18:06:09
2Thibaut PinotFRAFDJ00:00:28
3Tom DumoulinINEDSunweb00:00:30
4Bauke MollemaNEDTrek-Segafredo00:00:51
5Vincenzo NibaliITABahrain-Merida00:01:10
6Domenico PozzovivoITAAG2R La Mondiale00:01:28
7Ilnur ZakarinRUSKatusha-Alpecin00:02:28
8Davide FormoloITACannondale-Drapac00:02:45
9Andrey AmadorCRCMovistar00:02:53
10Steven KruijswijkNEDTeam LottoNL-Jumbo00:03:06

Die kommende Woche beim Giro: Abwarten vor dem großen Finale?

Die dritte Woche des 100. Giro d’Italia wird es in sich haben. Fünf Bergetappen warten dann auf die Fahrer. Doch vor dem dritten Ruhetag stehen noch sechs Teilstücke auf dem Programm. Direkt los geht es am Dienstag mit einem knapp 40 Kilometer langen Einzelzeitfahren von Foligno nach Montefalco. Hier müssen Quintanas Gegner die Karten auf den Tisch legen und Zeit gut machen. Die Klassementfahrer müssen sich dann erst wieder auf der 14. Etappe zeigen, wenn es zur nächsten Bergankunft kommt. Auch zwei Massensprints können wir erwarten, wo sich André Greipel vor allem mit dem zweifachen Etappensieger Fernando Gaviria (Quick-Step Floors) messen muss.Viel Abwechslung erwartet uns also in dieser Giro-Woche.

Giro d'Italia 2017 Nairo Quintana



Stichworte:DillierGiroGiro d'Italia 2017NewsQuintanaruhetag

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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