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Tests: VDO MC 2.0 WL: Störanfälliges Multitalent

1. November 2014 by Michael Faiß

VDO MC 2.0 WL

Test: Das Unternehmen Cycle Parts GmbH aus Neustadt in der Pfalz ist den meisten wahrscheinlich eher unter dem Namen VDO bekannt – und ist zumindest hierzulande sicherlich einer der Platzhirsche auf dem hart umkämpften Markt von Radcomputern. Der von uns getestete VDO MC 2.0 WL konnte leider aus verschiedenen Gründen nicht immer überzeugen.

Features

Öffnet man die kleine Pappbox in der der VDO MC 2.0 WL daherkommt, so entdeckt man darin lediglich den Computer, Befestigungsmaterial, den Geschwindigkeitssensor und eine Anleitung. Puls- oder Trittfrequenzsensoren sucht man vergebens – aber immerhin: Sie sind optional als Zubehör erhältlich. Ansonsten bietet der VDO gewohnte Kost in seiner Preisklasse: Neben den zahlreichen Standardfunktionen ist auch ein Höhenmesser mit an Bord. Mehr Funktionen brauchen wahrscheinlich die wenigsten von uns.



VDO MC 2.0 WL

Installation

Die Befestigung von Computer und Sensor verläuft problemlos und selbsterklärend. Allerdings stehen wir kurze Zeit später beim Pairing vor einem Rätsel. Der Computer erkennt den Sensor immer nur kurz, verliert dann aber sehr schnell wieder die Verbindung. Wir wechseln die Batterien – keine Besserung. Erst als wir verschiedene Positionen von Radcomputer und Sensor zueinander durchtesten, scheinen wir nach einer gefühlten Ewigkeit eine Konstellation gefunden zu haben, die stabil funktioniert. Die Einrichtung des Computers selbst fällt dank der guten Anleitung recht schmerzlos aus. Was allerdings bereits jetzt negativ auffällt sind die schwergängigen Tasten, die auch einen definierten Druckpunkt leider vermissen lassen. Schön sind hingegen die Montagevideos, die man auf der Webseite von VDO abrufen kann und die die Montage zusätzlich erleichtern.

VDO MC 2.0 WL



Praxis

Der VDO MC 2.0 WL macht am Lenker eine echt gute Figur – zumindest optisch ist es einer der gelungeneren modernen Radcomputer. Das Display ist auch groß genug, dass möglichst viele Informationen darauf Platz finden. Allerdings kann man sich dem Eindruck nicht ganz erwehren, dass es VDO bezüglich der Informationen auf dem Display etwas zu gut meint: Es werden sehr viele Werte in unterschiedlich großen Feldern angezeigt – es braucht durchaus etwas Zeit, um sich zurechtzufinden. Ansonsten hatten wir wie bei der Einrichtung auch während der Fahrt immer wieder mit Verbindungsproblemen zwischen Sensor und Computer zu kämpfen. Die Probleme traten vor allem in der Nähe von Funkmästen und Stromtrassen auf – anscheinend ist die Verbindung leider recht störanfällig. Die Menüführung ist hingegen wirklich gelungen und der VDO lässt sich bereits nach kurzer Zeit und ohne stundenlanges Studium der Anleitung gut bedienen.

Auf einen Blick – der VDO MC 2.0 WL

  • Einfache Installation
  • Intuitive Menüführung
  • Störanfällige, instabile Verbindung
  • Herstellerseite

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Stichworte:RadcomputerTestVDO MC 2.0 WL

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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