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Radsport

Radsport: Wegen Scheibenbremsen: Fahrer-Gewerkschaft CPA geht auf Konfrontationskurs mit UCI

4. Dezember 2015 by die Redaktion

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Radsport: Mit der Ankündigung der UCI zu Beginn dieser Woche, 2016 Fahrern und Teams im Pro-Peloton freizustellen, ob sie mit Felgen- oder Scheibenbremsen an den Start gehen werden, entbrannten hitzige Diskussionen, nicht nur bei den Fans, sondern auch bei Fahrern, Teams und Ausrüstern. Nun äußerte sich die Fahrergewerkschaft CPA und kritisiert die UCI scharf.

In einem gestern veröffentlichten Statement bemängelt die CPA insbesondere die mangelnde Mitsprache bei derartigen Entscheidungen. Man hätte immer wieder „darum gebeten, Teil der UCI Equipment Kommission zu sein, allerdings leider ohne Erfolg.“ So sehe man sich eben gezwungen im Nachhinein auch öffentlich Kritik zu üben. In dem kurzen Statement wird wiederholt betont, dass es nicht darum gehe, technischen Fortschritt per se zu verteufeln oder auszubremsen, doch hätte man bereits „bei mehreren Gelegenheiten Bedenken bezüglich dieser neuen Technologie [Scheibenbremsen, Anm. d. R.] geäußert.“ Die CPA versteht sich in dieser Angelegenheit auch als Sprachrohr der Fahrer selbst, die große Sorgen bezüglich der Sicherheit haben. Unterschiedlich lange Bremswege in einem gemischten Feld, scharfe und eventuell glühend heiße Scheiben bei einem Massensturz und unzureichend lange Testphasen sind nur einige der Punkte.



Zuletzt hatte sich Movistar-Profi Alex Dowsett sehr kritisch über die neuen Bremsen geäußert, obige Sicherheitsbedenken geäußert und zudem die Sinnhaftigkeit in Frage gestellt. Beispielhaft führt er einen Massensturz auf der fünften Etappe der diesjährigen Tour de France an: Bei schmierig-nassen Bedingungen bremsten eine Hand voll Fahrer, ihr Räder blockierten auf dem rutschigen Asphalt und es kam zum Sturz. Daraus folgert Dowsett: „Das zeigt doch, dass es nicht zu wenig Bremskraft im Nassen gibt, sondern eher zu viel.“ Die Aussage des Briten zeigt jedoch viel mehr, wie wenig sich auch die Fahrer mit der neuen Technologie auseinandergesetzt haben, denn ein solcher Sturz lässt sich wohl am ehesten auf schlechte und schwer einzuschätzende Dosierbarkeit des Bremssystems zurückführen – eben einer der großen Pluspunkte von Scheibenbremsen. Auch dies betonten die Teams immer wieder: Die Fahrer würden einfach noch Zeit benötigen, um die neue Technologie kennenzulernen und zu testen.

Die Entscheidung der UCI steht jedoch fest und wir werden sehen, ob die Sorgen der Fahrer und der Teams begründet sind.

Stichworte:Disc BrakesNewsscheibenbremsen

Über die Redaktion

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