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E-Mountainbikes: [Eurobike 2016] Probefahrt: Cannondale Moterra E-MTB

3. September 2016 by Joseph Kuchler

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Probefahrt: Seit Jahren spielt die Systemintegrationen der verschiedenen Komponenten bei der Entwicklung von Cannondale Bikes eine sehr große Rolle. Dabei wird auch nicht von der Entwicklung von eigenen Teilen wie Lefty Gabeln oder SI Kurbeln zurüc geschreckt. Doch was wenn man keinen eigenen Elektromotor entwickelt hat? Beim neuen Cannondale Moterra geht Cannondale neue Wege bei der Integration eines Bosch-Motors in ein E-MTB durch eigenständig entwickelte Komponenten. Wir konnten eine kurze Runde mit der 130 mm Version der Moterra auf der Eurobike 2016 drehen.

Beim ersten Blick auf das neue Moterra fällt einem ein sehr wuchtiges MTB auf. In Kombination mit den breiten 2,8″ Nobby Nic Reifen könnte man es fast schon mit einer leichten Motocross verwechseln. Das Moterra kommt in zwei Varianten: In der von uns getesteten 130 mm Version und eine Long Travel Version mit 160 mm Federweg. Das wuchtige Design des Moterras hat seine Gründe, da hier bei der Integration des Bosch-Motors in ein E-MTB ganz neue Wege gegangen worden sind. Um einen tiefen Schwerpunkt zu realisieren, wurde der Akku umgedreht eingebaut und im unteren Teil des Rahmens verbaut.



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Außerdem gibt es bei integrierten Rahmenakkus Steifigkeitsprobleme, da kein durchgehendes Unterrohr vorhanden ist. Beim Cannondale Moterra dagegen reicht das Rohr vom Steuerrohr bis zum Tretlager. Auch beim Motor hat Cannondale nach einer eigenen Lösung gesucht und statt der Standard-Motorhalterung eine eigene konstruiert. Dadurch konnte der Drehpunkt des Hinterbaus um einiges näher an das Tretlager wandern. Dies resultiert nicht nur in extrem kurzen Kettenstreben für ein E-Bike sondern auch in einem antriebsneutralerem Hinterbau. Durch diese Bauweise sind die Bauteile Akku und Motor natürlich sehr exponiert und könnten gegebenenfalls auch beschädigt werden. Doch Cannondale hat mit einer Motorschutzplatte, die zusätzlich die Steifigkeit des Rads unterstützt, und dem Bat Strap, ein Gurt aus Silikon zum Schutz des Akkus in den Rahmen des Moterras integriert.



Ein weiteres echtes Highlight beim Cannondale ist der Flaschenhalter im Rahmen, was bei E-Bike mit Boschmotoren und im Rahmen integrierten Akkus eine echte Seltenheit ist. Der Hinterbau hat den Boost 157 Standard bekannt aus dem Downhill Bereich, um mit dem Cannondale SI Kettenblatt eine optimale Kettenlinie zu ermöglichen. Ein nettes Detail ist auch der Umlenkhebel aus faserverstärktem Kunststoff. Die Geometrie des Bikes ist typisch für ein Trailbike mit einem kurzem Oberrrohr, flacher Front und flachem Lenkwinkel. Die Moterra Bikes werden mit dem Bosch Performance CX Motor mit 75 Nm und 500 Wh Bosch Powerpack ausgestattet. Getestet haben wir da Topmodell mit Shimano XT Austattung und Fox Kashima Fahrwerk, einer integrierten Kind Shock LEV Teleskopstütze sowie einem Laufradsatz mit DT Swiss XM 551 und Formula Naben. Das Bike steht so für 5999 Euro beim Händler. Die Einsteigsversion startet bei 3999 Euro.

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Wie gewöhnlich unterstützt uns der Performance CX Motor uns schon auf der ersten Metern im Turbo Modus mehr als ausreichend und man spürt die 75 Nm deutlich. Aber auch in den Modis Sport, Tour und Eco unterstützt der Motor am Berg einwandfrei. Gabel und Dämpfer können bei Bedarf im Uphill verrigelt werden, allerdings fährt das Cannondale auch im offenen Modus schon mit nur wenigen Antriebseinflüssen. Ds Vorderrad bleibt auch bei steilen Rampen ohne Große Mühen am Boden, was auch am tiefen Schwerpunkt des Moterras liegt. Nachdem man mit Hilfe des E-Motors den Berg erklommen hat, kommen wir zur Lieblingsdisziplin des Moterras, dem Downhill: Die Anlieger des Testracks bereiten dem Moterra durch den tiefen Schwerpunkt keine Schwierigkeiten und das Bike fährt agil und wendig fast wie ein normales All-Mountain um die Kurven. Auch die kleinen Steinpassagen steckt das Moterra ohne Probleme weg. Aber wahrscheinlich zeigt sich das Potential des Bikes erst in wirklich technischen Passagen, die wir hier auf Messe leider nicht erfahren konnten.



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Fazit: Die Sonderlösungen lassen das Cannondale Moterra aus der großen Masse der E-MTBs herausragen. Ein Bike mit perfektem Handling und guten Uphill Eigenschafen. Auch preislich ist das Moterra angesichts der durchweg hochwertigen Ausstattung äußerst attraktiv.

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Stichworte:CannondaleCannondale MoterraE-BikeE-MTBNews

Über Joseph Kuchler

Joseph Kuchler war in jungen Jahren aktiver XC-Racer und hat zwischenzeitlich in München Medienmanagement studiert. Zurück in seiner niederbayerischen Heimat ist er wieder öfter auf den Trails im bayrischen Wald anzutreffen.

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