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Radsport: Lance Armstrong – Niveauloser Pöbler oder angenehmer Gegenpol?

7. Juli 2017 by Michael Behringer

Radsport: Seit Jahren ist Lance Armstrong nicht mehr Bestandteil der Tour de France. Dennoch findet der Texaner mit seinen Äußerungen immer wieder Gehör. Während der Tour de France 2017 macht Lance Armstrong mit seinem Podcast Stages auf sich aufmerksam. Unter anderem kritisierte er dabei den Ausschluss von Peter Sagan (Bora-hansgrohe) und die Nicht-Einladung von Jan Ullrich zum Grand Départ in Düsseldorf.

Lance Armstrong Tour de France
Lance Armstrong gestand Jahre nach seinen Siegen bei der Tour de France systematisches Doping.

Lance Armstrong: „Not inviting Jan? Pfft. F*ck ASO!“

Im Jahr 1987 startete die Tour de France im damals noch geteilten Berlin. Nach 30 Jahren durften sich die deutschen Zuschauer nun also wieder über den Grand Départ in Deutschland freuen. Die beste Gelegenheit, um die ehemaligen deutschen Tour-Stars einzuladen und zu feiern – auch Jan Ullrich. Das findet zumindest Lance Armstrong. Der Texaner kann nicht verstehen, dass Jan Ullrich nicht offiziell eingeladen wurde und wütete noch vor dem Tourstart heftig gegen die ASO. Vor allem kritisierte er den Umgang der Tour de France mit dem einzigen deutschen Toursieger im Vergleich zu ehemaligen Profis aus Frankreich. Für Laurent Jalabert, Richard Virenque und Bernard Hinault würde der rote Teppich ausgerollt werden, aber ein Jan Ullrich sei unerwünscht. Die von Armstrong angesprochene Doppelmoral ist durchaus vorhanden. Doch in seinen Aussagen schwingt nicht nur Kritik an der Tour de France mit. Man kommt nicht umhin zu erkennen, dass Lance Armstrong auch mit dem Umgang seiner eigenen Person nicht glücklich ist.



Rolling out the red carpet for the likes of Jalabert, Virenque, Hinault (and many others) yet not inviting Jan? Pfft. Fuck ASO! https://t.co/ModUa6297c

— Lance Armstrong (@lancearmstrong) 28. Juni 2017



Armstrong kann den Ausschluss von Peter Sagan nicht nachvollziehen

Auch zu aktuellen Ereignissen äußert sich der Texaner. Lance Armstrong lädt zu jeder Etappe seinen Podcast Stages ins Internet. Dieser kommt bei seinen Fans durchaus gut an. Auf Facebook wird der Podcast sogar live übertragen und erreicht pro Etappe über 170.000 Zuhörer. Das ist kein Wunder, denn Armstrong polarisiert als Podcaster genauso wie bereits als Fahrer. Seine Meinung äußerte er unter anderem auch zum Ausschluss von Peter Sagan. Wie erwartet kann Lance Armstrong die Entscheidung der Jury nicht verstehen. Er hält den Zwischenfall von Peter Sagan und Mark Cavendish für einen typischen Rennunfall: „Ich kann gar nicht fassen, dass sie Peter Sagan rausgeschmissen haben. Das war ein Rennunfall. Shit happens.“ Obwohl Armstrong ein kritisch zu sehender Zeitgenosse ist, stellen seine Äußerungen einen angenehmen Gegenpol zu vielen Offiziellen und einigen Medien dar – auch wenn die Wortwahl manchmal unpassend sein mag.

Stages Podcast 6 available now. https://t.co/hESSvv9g1r pic.twitter.com/UwUe61wPzg

— Lance Armstrong (@lancearmstrong) 6. Juli 2017



Stichworte:ArmstrongASONewspodcastSaganTour de FranceUCIUllrich

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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