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Radsport: Tour de France 2018: Die 3 größten Entdeckungen

31. Juli 2018 by Michael Behringer

Tour de France 2019 Favoriten Egan Bernal

Radsport: Die Tour de France ist eine Veranstaltung, bei der Helden geboren werden. Viele erfolgreiche Karrieren haben hier begonnen. Auch in dieser Saison durften wir die ein oder andere Entdeckung machen. Vor allem drei Fahrer sind uns aufgefallen, welche vor zwölf Monaten wohl nur die Wenigsten gekannt haben – und einer ist schon 30 Jahre alt.

Egan Bernal: Der künftige Star in den Bergen

Dass Egan Bernal (Sky) ein Wahnsinns-Talent ist, haben die Experten im Radsport schon vor der Tour de France 2018 gewusst. Doch dass der erst 21-jährige Kolumbianer auch den Stress seiner ersten Frankreich-Rundfahrt so einfach wegsteckt, ist durchaus beachtlich. So hat sich Egan Bernal in den Bergen zum absoluten Edelhelfer gemausert. Im Hochgebirge der Alpen und Pyrenäen war er der letzte Helfer, der für Chris Froome und Geraint Thomas die Arbeit verrichtet hat. Da konnte selbst Wout Poels nicht mehr mithalten. Da Chris Froome bei der kommenden Tour de France bereits 34 Jahre alt sein wird, ist durchaus möglich, dass die neu Sky-Doppelspitze Thomas/Bernal heißen wird. So oder so: Egan Bernal ist auf dem besten Wege, irgendwann eine Grand Tour zu gewinnen – und bei der Tour de France könnte er der erste Kolumbianer werden.

Massive thank you to @eganbernal today, he’s got an amazing future ahead of him 🇨🇴🙌🇨🇴 #TDF2018
📸 @therussellellis pic.twitter.com/XQvzSRcBMQ



— Chris Froome (@chrisfroome) 27. Juli 2018

Sören Kragh Andersen: Plötzlich Edelhelfer

Mit seinen 23 Jahren gehört Søren Kragh Andersen (Sunweb) zu den jüngsten Fahrern im Peloton. Dennoch wurde ihm eine äußerst wichtige Aufgabe zuteil. Nach der verletzungsbedingten Absage von Wilco Kelderman stand Tom Dumoulin nämlich plötzlich ohne starke Helfer in den Bergen da. Der erfahrene Laurens Ten Dam konnte diese Lücke nicht schließen. In der deutschen Mannschaft Sunweb musste man vor dem Start der Tour de France davon ausgehen, dass es in den Bergen für Dumoulin kaum Hilfe geben wird. Doch dann kam Søren Kragh Andersen. Der Däne eroberte früh im Rennen das Weiße Trikot des besten Nachwuchsprofis und pilotierte damit seinen Kapitän durch die schweren ersten Tage. Auch im späteren Rennverlauf war er immer wieder an der Seite Dumoulins zu sehen. Auch wenn Søren Kragh Andersen – abgesehen von seinem erstklassigen Zeitfahren – kein eigenes Top-Ergebnis einfahren konnte, hat er seinen Marktwert bei dieser Tour de France ordentlich gesteigert.



#TDF2018 Doing the White Jersey proud – @kraghsoren played a key role in today’s epic @LeTour stage! #KeepChallenging pic.twitter.com/CpjqWLqC8N

— Team Sunweb (@TeamSunweb) 15. Juli 2018



Andrea Pasqualon: Mit 30 Jahren zum Top-Sprinter gereift

Wer mit 30 Jahren zu den Entdeckungen einer Tour de France gezählt wird, der hat mit Sicherheit ein ganz besonderes Lob verdient. Dies trifft 2018 auf Andrea Pasqualon (Wanty-Groupe Gobert) zu. Der Italiener war vor der Tour de France wohl kaum einem Zuschauer bekannt. Auch jetzt werden ihn viele noch immer nicht kennen. Schließlich hat der Sprinter keine Top-Platzierung vorzuweisen. Dennoch sind seine Leistungen bemerkenswert. Im vergangenen Jahr bestritt er seine erste Tour de France, konnte jedoch kein einziges Mal in die Top 10 fahren. Dies sollte sich 2018 ändern. Gleich siebenmal taucht sein Name unter den ersten zehn einer Etappe auf. Damit ist Andrea Pasqualon einer der stillen Helden der Tour de France, welche viel zu selten besungen werden. Eine Entdeckung ist er – in Anbetracht des Alters und der bisherigen Resultate – für uns aber definitiv.

9️⃣th for 🇮🇹 @AndreaPasqualon in Quimper today !#TDF2018 pic.twitter.com/SCUbK2qRJH

— Wanty-Groupe Gobert (@TeamWantyGobert) 11. Juli 2018



Stichworte:Andrea PasqualonEgan BernalEntdeckungenNewsSören Kragh AndersenTour de France

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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