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Radsport: Volta ao Algarve #2: Tadej Pogacar kocht die Favoriten Poels & Mas ab

21. Februar 2019 by Michael Behringer

Pogacar Tadej Volta ao Algarve

Radsport: Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) hat die zweite Etappe der Volta ao Algarve gewonnen. Tadej Wer? Pogacar! Diesen Namen sollten wir uns definitiv merken. Bei der Bergankunft den Alto da Fóia hinauf kochte der 20-jährige Slowene keine geringeren als Wout Poels (Sky) und Enric Mas (Deceuninck – Quick-Step) ab.

Pogacar Tadey Algarve

Namhafte Siegerliste auf dem höchsten Berg der Algarve

187,4 Kilometer musste das Fahrerfeld bei der Volta ao Algarve heute von Almodôvar zum Fóia zurücklegen. Der Berg Fóia war schon des Öfteren Schauplatz einer Zielankunft. Kein Wunder, denn der 902 Meter hohe Berg ist die größte Erhebung in der Algarve. Hier gewannen unter anderem bereits Andreas Klöden, José Azevedo und Alex Zülle. Im vergangenen Jahr triumphierte der spätere Gesamtsieger Michal Kwiatkowski. Der Pole war zugleich der erste von sieben Siegern in Fóia, welcher sich anschließend auch tatsächlich über den Gesamtsieg freuen durfte. War ein Triumph hier also kein gutes Omen? Unbeeindruckt davon bemühten sich zahlreiche Fahrer der unterklassigen Teams, um ein Teil der Ausreißergruppe zu sein. Doch die favorisierten Mannschaften rissen schnell die Kontrolle an sich und gestalteten die Etappe äußerst hart. CCC setzte mit dem Österreicher Riccardo Zoidl und dem Portugiesen Amaro Antunes sogar eine Doppelattacke, doch vor Beginn des Schlussanstiegs war das Peloton wieder vereint.



Poels und Mas ziehen gegen Pogacar den Kürzeren

Den Alto da Fóia hinauf kontrollierte die Mannschaft Sky das Renngeschehen. Im acht Kilometer langen und 6,3 Prozent steilen Anstieg war an eine Attacke nicht zu denken. Namhafte Profis konnten nicht mehr folgen, darunter Fabio Aru (UAE Team Emirates) und Gianluca Brambilla (Trek – Segafredo). Auf den letzten 1.000 Metern scherte mit David de la Cruz (Sky) der letzte Helfer von Kapitän Wout Poels (Sky) aus und Amaro Antunes (CCC) setzte seine finale Attacke. Der Portugiese schien sich von seinem Ausreißversuch gut erholt zu haben. Doch für den Etappensieg sollte es nicht reichen. Dahinter forcierten nämlich Wout Poels und Enric Mas (Deceuninck – Quick-Step) das Tempo. Aber die beiden Profis staunten nicht schlecht, als sie realisierten, dass es es auch für sie heute nur für die Ränge zwei und drei reichen wird. Denn an ihnen vorbei geschossen kam Tadej Pogacar (UAE Team Emirates).

Wer ist Tadej Pogacar?

Viele Zuschauer – und gewiss auch einige Profis – werden sich nach der Zielankunft gefragt haben, wer denn dieser Tadey Pogacar eigentlich ist. Ohne Kenntnis der Startliste hätte man durchaus auf Daniel Martin tippen können. Der unruhige Fahrstil, der Gesichtsausdruck und natürlich das Trikot ähnelten sehr dem starken irischen Bergfahrer. Doch es war nicht Daniel Martin. Tadey Pogacar ist schlanke zwölf Jahre jünger. Der 20-jährige Slowene fährt 2019 seine erste Profi-Saison. Sein Talent war bekannt. Schließlich gewann er im vergangenen Jahr die Tour de l’Avenir und auch bei der Slowenien-Rundfahrt hat er sich oft in einer guten Form präsentiert. Doch dass er so früh auch bei den Profis wird zuschlagen können, hätten wohl auch die Experten nicht erwartet. Dabei hätten wir schon bei der Tour Down Under hellhörig werden müssen, als er hinauf zum Willunga Hill auf Rang 15 fuhr. Nun dürfen wir gespannt sein, wie er sich bei der Volta ao Algarve weiter präsentieren wird. Morgen muss er erst einmal ein 20,3 Kilometer langes Zeitfahren rund um Lagoa überstehen. Nach einer Flachetappe am Samstag folgt dann am Sonntag die Königsetappe hinauf zum Alto do Malhão – eine echte Reifeprüfung für das junge Talent.

💥🇵🇹 2ª etapa de la @VAlgarve2019



💥 El jovencísimo esloveno Tadej Pogacar se impone en una preciosa llegada en alto por delante de Poels

💥 Un gran Enric Mas termina 3º

📽 @Eurosport_ES #VoltaAlgarve



pic.twitter.com/ZCYMFeCSuh

— COPEdaleando (@Copedaleando) 21. Februar 2019



Stichworte:NewsTadej PogacarVolta ao Algarve

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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