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Radsport: Tour de France: Ein Rückblick & Ausblick aus deutschsprachiger Sicht

31. Juli 2019 by Michael Behringer

Tour de France

Radsport: Die Tour de France 2019 ging ohne Etappensieg eines deutschsprachigen Fahrers zu Ende. Müssen die Deutschen, Schweizer und Österreicher nun enttäuscht sein, oder lassen sich die ausbleibenden Erfolge ganz leicht erklären?

Kein Etappensieg für deutschsprachige Fahrer

Zuletzt haben die deutschen Profis im Jahr 2010 keine Etappe bei der Tour de France gewonnen. Jetzt war es wieder einmal soweit. Denn leider können wir den Erfolg von Tony Martin mit seiner Mannschaft Jumbo – Visma im Teamzeitfahren nicht zählen, weil dieser Sieg laut offiziellen Statistiken zur Tour de France nicht als Etappensieg gezählt wird. Die Statistik ist in dieser Saison aber allgemein ernüchternd. Dafür gibt es Gründe. Marcel Kittel ist vorübergehend zurückgetreten und André Greipel sowie Tony Martin sind in den Sprints bzw. im Zeitfahren einfach nicht mehr stark genug. Außerdem wurde John Degenkolb nicht nominiert. Leider sind auch die Österreicher und die Schweizer leer ausgegangen. Gehen uns jetzt etwa die Siegfahrer aus?

Wir müssen vor allem Helferdienste leisten

Bei 176 Startern und nur 20 Einzel-Etappen ist es äußerst schwierig, ein Teilstück der Tour de France zu gewinnen. Da rund ein Drittel davon an die besten Sprinter der Welt und ein Drittel an die besten Bergfahrer der Welt gehen, bleiben nicht mehr viele Etappen übrig. In Massensprints sind die Deutschen, Schweizer und Österreicher derzeit einfach nicht konkurrenzfähig. Besser sieht es in den Bergen aus. Mit Emanuel Buchmann fuhr man mehrfach in die Top Ten. In der Gesamtwertung erreichte der Ravensburger sogar einen starken vierten Rang. Doch ein Siegfahrer ist auch er noch nicht. Weitere Top-Bergfahrer, wie zum Beispiel der Schweizer Sébastien Reichenbach oder die Österreicher Patrick Konrad und Gregor Mühlberger, müssten Helferdienste für ihre Kapitäne leisten. In dieser Position sind die deutschsprachigen Fahrer allgemein in der Weltspitze vertreten.



Die reinen Zahlen täuschen

Gehen wir ein paar deutschsprachige Startet der Tour de France 2019 durch, erkennen wir schnell, dass die blanken Zahlen über die eigentlich sehr guten Leistungen hinwegtäuschen. Neben Emanuel Buchmann haben nämlich auch weitere Profis ihre Aufgaben ganz hervorragend erledigt.

Marcus Burghardt zum Beispiel ist als Bodyguard von Peter Sagan in Erscheinung getreten und hat den Slowaken stets beschützt – bei Wind und Wetter. So konnte der dreimalige Weltmeister eine Etappe gewinnen und souverän das Grüne Trikot nach Hause holen. Tony Martin war für den Sieg im Teamzeitfahren seiner Mannschaft Jumbo – Visma der entscheidende Mann. Außerdem war er als Sprint-Vorbereiter und Ausreißer-Jäger maßgeblich an weiteren drei Etappensiegen beteiligt. Selbiges gilt für Roger Kluge. Für sein Team Lotto – Soudal ermöglichte er Caleb Ewan als Anfahrer des Anfahrers drei Etappensiege. Simon Geschke und Nils Politt fehlte schlichtweg das Glück in Ausreißergruppen. Dort besonders beeindruckend präsentierte sich der junge Lennard Kämna. Sogar im Hochgebirge hielt er mit den Besten mit – definitiv ein Mann für die Zukunft.

Und auch wenn wir nach Österreich und in die Schweiz blicken, erkennen wir Positives. Sebastién Reichenbach präsentierte sein Schweizer Meistertrikot gleich mehrfach in Fluchtgruppen. Außerdem war er neben David Gaudu der wichtigste Helfer von Thibaut Pinot. Michael Schär kümmerte sich um Greg Van Avermaet, war außerdem in einer Ausreißergruppe in die Offensive gegangen. Lukas Pöstlberger wäre seinen Begleitern bei einem Fluchtversuch fast entwischt. Doch dann verließen den Österreicher die Kräfte und er wurde doch noch eingeholt. Ganz nebenbei war er mit seinen Landsmännern stets für Emanuel Buchmann und Peter Sagan zur Stelle. Patrick Konrad wurde mehrfach als Relais-Station eingesetzt, hatte jedoch einfach nicht seine absolute Top-Form, um seinem deutschen Kapitän lange zur Seite zu stehen. Dafür gelang dies Gregor Mühlberger umso häufiger. Zudem war er als Etappendritter auf dem 12. Teilstück nahe an einem Tageserfolg.



Tour de France Gregor Mühlberger Tour de France Lennard Kämna

Auch die Spanier haben keine Etappe gewonnen

Sicher sprechen die blanken Zahlen für Deutschland, die Schweiz und Österreich in diesem Jahr keine positive Sprache, doch alles in Allem können die Fans dieser Fahrer auf eine rosige Zukunft blicken. Es gibt einige junge Profis, welche nachrücken werden. Vielleicht werden sie die Entwicklung zu einem Siegfahrer nicht bis zum Ende durchlaufen, aber im Radsport darf eben auch nicht alles nur an Erfolgen eines einzelnen Fahrers gemessen werden. Und blicken wir einmal auf andere Radsport-Nationen, sieht es bei uns gar nicht so schlecht aus. Die Spanier zum Beispiel haben bei der Tour de France ebenfalls keine Etappe gewonnen. Wie wir vor zwei Jahren bereits gesehen haben, steckt der spanische Radsport in einer Krise. Im Kommen sind hingegen schon seit Jahren die Südamerikaner. Daher ist es nicht überraschend, dass sie nun mit dem Giro und der Tour die beiden aktuellen Grand-Tour-Sieger stellen.

Die Etappensieger der Tour de France 2019

3 – Frankreich (Alaphilippe, Alaphilippe, Pinot)
3 – Belgien (Teuns, De Gendt, Van Aert)
3 – Italien (Viviani, Trentin, Nibali)
3 – Australien (Ewan, Ewan, Ewan)
2 – Niederlande (Teunissen, Groenewegen)
2 – Großbritannien (S. Yates, S. Yates)
1 – Slowakei (Sagan)
1 – Südafrika (Impey)
1 – Kolumbien (Quintana)

Stichworte:NewsTour de France

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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