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Critérium du Dauphiné #4: Lennard Kämna gewinnt als Solist

15. August 2020 by Michael Behringer

Lennard Kämna Dauphiné

Radsport: Lennard Kämna hat heute sein ganzes Talent ausgepackt und die vierte Etappe des Critérium du Dauphiné gewonnen. Als Ausreißer konnte er sich gegen seine Begleiter durchsetzen und sich vor dem Hauptfeld ins Ziel retten. Teamkollege Emanuel Buchmann musste leider das Rennen nach einem Sturz aufgeben.

Lennard Kämna Dauphine

Buchmann & Bernal sind nicht mehr mit dabei

Auch am vierten und damit vorletzten Tag des Critérium du Dauphiné wurde geklettert. Nach dem Start in Ugine galt es 153,5 Kilometer bis zum Ziel in Megève zurückzulegen und dabei sieben Bergwertungen zu meistern. Nicht mehr mit dabei war Toursieger Egan Bernal (Ineos). Der Kolumbianer trat wegen Rückenproblemen nicht mehr an. Rund 30 Kilometer nach dem Start kam es zu weiteren Aufgaben. In der Abfahrt vom Col de la Plan Bois kamen Emanuel Buchmann (Bora – hansgrohe), Gregor Mühlberger (Bora – hansgrohe) und Steven Kruijswijk (Jumbo – Visma) zu Fall. Der Deutsche, der Österreicher und der Niederländer wurden für genauere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Wenig später stürzte auch Leader Primoz Roglic (Jumbo – Visma). Doch der Mann in Gelb kam glimpflich davon und konnte das Rennen fortsetzen.



David de la Cruz übernimmt das Bergtrikot

Neben all den Stürzen wurde natürlich auch Rennen gefahren. 13 Mann bildeten die Spitzengruppe, darunter der Deutsche Lennard Kämna (Bora – hansgrohe), der Pole Michal Kwiatkowski (Ineos) und der Franzose Julian Alaphilippe (Deceuninck – Quick-Step). Strategisch clever verhielt sich das Team des aktuellen Trägers des Bergtrikots. Während der gestrige Etappensieger Davide Formolo (UAE) heute nicht in die Flucht ging, schickte man David de la Cruz (UAE) nach vorn. Der Spanier sammelte einige Bergpunkte und übernahm damit das Trikot von seinem Teamkollegen. Im Hauptfeld ging den Montée de Bisanne hinauf ebenfalls ordentlich die Post ab. Keine zehn Mann blieben übrig, da das Tempo von Jumbo – Visma für die meisten einfach zu hoch war.

Lennard Kämna holt sich den Etappensieg

Im Schlussanstieg erwies sich Kenny Elissonde (Trek – Segafredo) als stärkster Fahrer der Ausreißergruppe – zumindest vorerst. Denn im Verlaufe des Berges konnte David de la Cruz den Kontakt wiederherstellen. Auch Lennard Kämna kämpfte sich wieder heran. Schließlich ließ der Deutsche seine beiden Begleiter stehen. Niemand konnte ihm mehr folgen und auch das zerfledderte Hauptfeld kam nicht mehr heran. In der Gesamtwertung sollte es zu keinen großen Veränderungen kommen, da die übrig gebliebenen Favoriten sich neutralisiert haben. Morgen fällt die Entscheidung ebenfalls in Megève. Hier wird der Startschuss ertönen und die Zielankunft aufgezeichnet. Bei acht Bergwertungen – unter anderem dem Col de Romme und dem Col de la Colombière – wird sich herausstellen, wer das Gelbe Trikot mit nach Hause nehmen darf.

🇩🇪@lennardkaemna of 🇩🇪@BORAhansgrohe wins stage 4 of 🇫🇷@dauphine #Dauphiné (📺@Eurosport_ES) pic.twitter.com/U8HomKTNf0



— World Cycling Stats (@wcsbike) August 15, 2020



Stichworte:Critérium du DauphinéLennard KämnaNews

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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