Produktnews: Mit dem Nhoma Plus ergänzt Diamant sein Gravel-Programm für das Modelljahr 2026 um eine weitere Ausstattungsvariante. Das Modell ordnet der Hersteller als „Equipped Gravel Bike“ ein und positioniert es zwischen sportlicher Fahrdynamik, alltagsgerechter Komplettausstattung und tourentauglicher Vielseitigkeit. Künftig besteht die Baureihe aus zwei Versionen: dem neuen Nhoma Plus sowie dem Nhoma Pro, das in seiner bisherigen Ausstattung im Programm bleibt.
Gravel-Konzept mit starkem Alltagsbezug
Diamant präsentiert das Nhoma grundsätzlich als Fahrrad für Nutzerinnen und Nutzer, die ein sportlicheres Konzept als ein klassisches Trekkingrad suchen, gleichzeitig aber nicht auf praxisrelevante Ausstattungsmerkmale verzichten möchten. Entsprechend ist das Rad von Beginn an nicht nur für Freizeit- und Wochenendfahrten gedacht, sondern auch für den täglichen Weg zur Arbeit, für Besorgungen oder für mehrtägige Reisen. Auf der Produktseite betont der Hersteller ausdrücklich den Fokus auf Alltag und Fernreise.
Neu für 2026 ist die Aufteilung der Plattform in zwei Modelle. Das Nhoma Plus wird als preisbewusst positionierte Variante eingeführt, während das bisherige Nhoma unter der Bezeichnung Nhoma Pro weitergeführt wird. Die Ausstattung des Pro bleibt gegenüber 2025 unverändert. Das Diamant Nohma Plus soll damit den Einstieg in das ausgestattete Gravel-Segment erleichtern, ohne das grundsätzliche Konzept der Baureihe zu verändern.
Komplettausstattung ab Werk
Kennzeichnend für das Nhoma-Konzept ist die umfangreiche Serienausstattung. Bereits ab Werk gehören Schutzbleche, Gepäckträger, Lichtanlage und Seitenständer zum Paket. Damit unterscheidet sich das Modell von vielen klassischen Gravelbikes, die in der Regel erst durch Nachrüstungen alltagstauglich oder reisetauglich werden. Diamant setzt hier erkennbar auf ein Konzept, das zwischen sportlichem Fahrrad und vollwertigem Alltagsrad vermittelt.
Dropbar, Dynamik und variable Sitzposition
Wie das Nhoma Pro ist auch das Nhoma Plus mit Dropbar-Lenker ausgestattet. Nach Herstellerangaben soll das variable, sportliche Sitzpositionen ermöglichen und dem Rad ein dynamischeres Fahrgefühl verleihen. Damit bleibt das Nhoma klar im Gravel-Segment verortet, auch wenn die Ausstattung deutlich stärker auf Nutzwert ausgerichtet ist als bei rein sportlich orientierten Modellen.
Rahmenplattform mit Mahon-Verwandtschaft
Technisch interessant ist die Einordnung innerhalb des Diamant-Portfolios: Nhoma und Mahon nutzen laut Hersteller die selbe Rahmenplattform. Während das Mahon jedoch als Flatbar-Konzept mit aktiver, komfortorientierter Ausrichtung beschrieben wird, interpretiert das Nhoma diese Basis sportlicher und konsequent mit Rennlenker. Diamant versteht beide Baureihen damit als eng verwandt, aber für unterschiedliche Einsatzzwecke zugeschnitten.
Shimano CUES für das Nhoma Plus
Beim Antrieb setzt Diamant am Nhoma Plus auf eine 1×11-Kettenschaltung aus der Shimano-CUES-Gruppe. In den Pressematerialien wird sie als gravel-spezifische und robust ausgelegte Lösung beschrieben, die sich insbesondere an Einsteigerinnen und Einsteiger sowie an Nutzer richtet, die ein belastbares und wartungsfreundliches Setup suchen. Das Nhoma Pro grenzt sich davon mit einer 1×12-Schaltung aus der Shimano-GRX-Gruppe ab.
Beleuchtung und Bremsen für den täglichen Einsatz
Auch bei der Lichtanlage differenziert Diamant zwischen den beiden Varianten. Das Nhoma Plus ist mit einer Beleuchtung von Herrmans ausgestattet, während beim Nhoma Pro eine Kombination aus Supernova-Frontleuchte und Spanninga-Rücklicht zum Einsatz kommt. Beide Modelle verfügen laut Hersteller über dynamobetriebene Vorder- und Rücklichter sowie über eine Standlichtfunktion am Rücklicht. Für die Verzögerung nennt Diamant beim Nhoma Plus außerdem hydraulische Scheibenbremsen von Shimano.
Clever Rack und hohe Transportfunktionalität
Ein zentrales Merkmal des Modells ist der serienmäßige Clever Rack-Gepäckträger. Laut Diamant ist er MIK-kompatibel, auf einen tiefen Schwerpunkt ausgelegt und für eine Zuladung von bis zu 25 Kilogramm freigegeben. Ergänzt wird die Transportorientierung durch zahlreiche Montagepunkte für Zubehör. Damit richtet sich das Nhoma klar nicht nur an Pendlerinnen und Pendler, sondern auch an Nutzer, die Taschen, Drybags oder weiteres Gepäck sicher integrieren möchten.
Viele Befestigungspunkte für Bikepacking und Alltag
Beim Thema Zubehör zeigt sich die Vielseitigkeit besonders deutlich. Am Rahmen befinden sich laut Hersteller fünf Ösenpaare: zwei am Oberrohr, eines am Sitzrohr und zwei am Unterrohr. Hinzu kommen zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten an der Starrgabel auf beiden Seiten. Genannt werden Einsatzmöglichkeiten für Flaschenhalter, Rahmentaschen, Drybags, Schlösser und weiteres Zubehör. Damit spricht Diamant sowohl klassische Alltagsnutzer als auch Bikepacking-orientierte Fahrer an.
Großzügige Reifenfreiheit
Für den Einsatz auf wechselnden Untergründen setzt Diamant auf eine vergleichsweise großzügige Reifenfreigabe. Die Aluminiumgabel erlaubt laut Hersteller Reifen bis 29 × 2.0 Zoll beziehungsweise bis 27.5 × 2.6 Zoll. In den technischen FAQ wird die Kompatibilität außerdem mit 50-622 oder 65-584 angegeben. Diese Auslegung unterstreicht den Anspruch, das Rad nicht nur auf Asphalt, sondern auch auf Schotter, schlechten Wegen und auf längeren Reiserouten einsetzen zu können.
Gewicht, Systemlast und Größen
Als Gewicht nennt Diamant für das Nhoma 14,4 Kilogramm. Das zulässige Gesamtgewicht aus Fahrrad, Fahrer und Ladung gibt der Hersteller mit 136 Kilogramm an. Angeboten wird das Modell in den Größen M, L, XL und XXL, jeweils in der Ausführung Stepover. Diese Daten ordnen das Nhoma nicht als besonders leichtes Race-Gravelbike ein, sondern eher als belastbare, voll ausgestattete Plattform für vielseitige Nutzung.
Klare Positionierung jenseits des Race-Segments
Diamant formuliert die Positionierung ungewöhnlich offen: Das Nhoma sei nicht für den Wettkampfeinsatz bei Gravel-Rennen gedacht, solle dafür aber ohne Umbauten sowohl im täglichen Pendelverkehr als auch auf längeren Reisen funktionieren. Genau darin liegt die inhaltliche Ausichtung der Plattform. Das Rad besetzt ein Segment, in dem sportliche Optik und Fahrhaltung mit echtem Nutzwert kombiniert werden sollen.
Für das Nhoma Plus nennt Diamant einen Preis von 1.699 Euro. Das Nhoma Pro liegt mit 1.999 Euro 300 Euro darüber. Damit soll das neue Plus-Modell als zugänglichere Variante innerhalb der Baureihe fungieren, ohne auf die Grundidee eines voll ausgestatteten Gravelbikes zu verzichten.
Mit dem Nhoma Plus baut Diamant seine Nhoma-Familie in Richtung eines breiteren Einsatzspektrums aus. Das Modell kombiniert Dropbar-Konzept, Komplettausstattung, Transportoptionen und großzügige Reifenfreiheit zu einem Angebot, das weniger auf sportliche Spezialisierung als auf Alltag, Reise und flexible Nutzung zielt. In der Sache steht das Rad damit für ein Segment, das zwischen klassischem Trekkingrad und puristischem Gravelbike angesiedelt ist.




