Specialized Tarmac SL9 Remco Limited Edition: Der belgische Superstar liebt den US-Radhersteller und will nie mehr etwas anderes fahren. Er verwöhnt seinen Radsponsor mit Siegen, und dieser macht nun alle Fans des Olympiasiegers glücklich: mit einem bildschönen Rad, das sehr exklusiv ist, aber nicht aufpreispflichtig.
Wie macht man etwas sehr Gutes noch ein bisschen besser? In der Radbranche hat das unlängst Specialized mit dem Tarmac SL9 durchgespielt. Drei Jahre hatte dessen Vorgänger Zeit, sich einen Namen im Peloton zu machen, womit er gerade unterm Vorzeige-Athleten Remco Evenepoel sehr erfolgreich war. Der Belgier, der inzwischen einen „lebenslangen“ Vertrag mit Specialized geschlossen hat, war sicher wunschlos glücklich mit seinem Rad – bis auf eine Sache: Natürlich hatte der Olympiasieger den Anspruch, immer ein aerodynamisch perfektes Modell zu fahren.
Specialized Tarmac SL9 Remco Limited Edition: Traumrenner im Olympia-Look
Und so stellte der US-Radhersteller am Anfang des verklingenden Sommers das Specialized Tarmac SL9 vor und lieferte das vom Superstar Gewünschte ab: Die neue Generation hält an allem fest, was Radprofis und andere Nutzer am Tarmac schätzen, ist aber bei Renntempo noch ein bisschen windschnittiger. Ein optimierter Übergang zwischen Gabelkrone und Unterrohr, leicht nach innen gedrehte Gabelbeine sowie das stärker ausgekehlte Sitzrohr sparen bei 45 km/h immerhin 4 Watt ein.

Superleichter Rahmen mit bewährter Geometrie
Was ein Rennrad bei jeder Geschwindigkeit auszeichnet, fasste Specialized aber nicht an: Die bewährte Geometrie wurde nicht verändert; Sitzhaltung und Größenspektrum sind ebenfalls gleich geblieben. Auch auf eine Anhebung der Reifenfreiheit haben die Entwickler verzichtet – Gummis oberhalb von 32 mm passen nun mal nicht zum Konzept der Vollblut-Rennmaschine. Ein Gewicht, das am UCI-Limit kratzt, ist dagegen gesetzt; bei knapp 700 Gramm für einen 56er Rahmen sind Kompletträder um 6,5 Kilo möglich.
Wer aufs Gewicht weniger Wert legt als ein Radprofi, muss für ein Specialized Tarmac SL9 keine Unsummen ausgeben: Auf Comp-Niveau mit SRAM Rival AXS bzw. Shimano 105 Di2 ist das Rad bereits für 4.499 Euro erhältlich, dann auf Basis eines gut 800 Gramm „schweren“ Rahmens. Um ein absolutes Topmodell zu erhalten, muss man auf diesen Betrag freilich satte zehntausend Euro drauflegen. Kleines Trostpflaster: Nun kann man dann auf exakt demselben Rad unterwegs sein wie Remco Evenepoel. Denn Specialized hat dem Belgier (bzw. seinen Fans), der soeben zum vierten Mal in Folge Zeitfahr-Weltmeister geworden ist, eine „Remco LTD Edition“ des Topmodells gewidmet, die ab sofort gekauft werden kann.
Hingucker ist natürlich die weiß-goldene Sonderlackierung, wie sie nur einem Olympiasieger zusteht, geschmückt mit den Logos der Teamsponsoren Red Bull – Bora – Hansgrohe. Sehr ungewöhnlich ist dazu, dass Specialized dem Komponenten-Ausstatter SRAM die „Red AXS“-Gruppe in der Team-Version aus den Rippen leiern konnte. Die Bauteile mit den übergroßen Schriftzügen kommen normalerweise nicht in den Handel und sind dementsprechend begehrt.
Kein Aufpreis fürs Sondermodell
Und noch eine Sache zeichnet die Specialized Tarmac SL9 Remco Limited Edition aus: Sie ist nicht aufpreispflichtig, sondern kostet dieselben 14.999 Euro wie ein „normales“ SL9 in Bestausstattung. Und damit ist sie gleich noch einmal so begehrenswert und dürfte ziemlich rasch vergriffen sein, wobei sich Specialized über die Anzahl der Exemplare im Remco-Look ausschweigt. Wer ernsthaftes Interesse hat, sollte also jetzt den Kontostand checken und eine schnelle Entscheidung treffen – zumal eine gewisse Wertsteigerung nicht ausgeschlossen sein sollte.




