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Strade Bianche: Pidcock hält alle auf Distanz und siegt in Siena

4. März 2023 by Michael Behringer

Pidcock Strade Bianche

Radsport: Thomas Pidcock hat Strade Bianche gewonnen. Der Brite löste sich 50 Kilometer vor dem Ziel aus der Gruppe der Favoriten und ließ sich nicht mehr einholen. Bei den Damen triumphierte Demi Vollering vor ihrer Teamkollegin Lotte Kopecky.

Pidcock löst sich 50 Kilometer vor dem Ziel

Die 17. Ausgabe von Strade Bianche geht an Thomas Pidcock (Ineos Grenadiers). Der Brite hat sich nach 184 Kilometern mit Start und Ziel in Siena durchgesetzt. Schon 50 Kilometer vor dem Ziel konnte sich Pidcock aus der Gruppe der Favoriten lösen und zunächst auf die Ausreißergruppe aufschließen. Nachdem er seine Begleiter abschüttelte, war er fortan als Solist unterwegs. Und obwohl sich hinter ihm eine starke Verfolgergruppe bildete, behielt er letztendlich die Oberhand. Damit gewinnt der Brite zum ersten Mal Strade Bianche und wird Nachfolger von Tadej Pogacar (UAE), der in diesem Jahr nicht teilnahm. Rang zwei ging auf dem malerischen Piazza del Campo von Siena an den Franzosen Valentin Madouas (Groupama – FDJ) vor Tiesj Benoot (Jumbo – Visma), der 2018 hier siegreich war.

Bettiol eröffnet den Kampf der Favoriten

Bevor die Favoriten in Aktion getreten sind, prägten drei Ausreißer das Renngeschehen. Alessandro de Marchi (Jayco – AlUla), Sven Bystrom (Intermarché – Circus – Wanty) und Ivan Romeo (Movistar) hatten zeitweise über fünf Minuten Vorsprung auf das Hauptfeld. Rund 50 Kilometer vor dem Ziel eröffnete Alberto Bettiol (EF Education – EasyPost) den Kampf der Favoriten. Andrea Bagioli (Soudal – Quick-Step) und Thomas Pidcock (Ineos Grenadiers) konnten dem Italiener folgen. Der zuletzt genannte Brite setzte dann in der Abfahrt aber noch einen drauf und zog als Solist davon. Parallel schloss Attila Valter (Jumbo – Visma) zu Bettiol und Bagioli auf, während im Hauptfeld große Namen – wie zum Beispiel Peter Sagan (TotalEnergies) und Julian Alaphilippe (Soudal – Quick-Step) – nicht mehr folgen konnten.



Mathieu van der Poel wird distanziert

Nach seiner Einholung war Alberto Bettiol (EF Education – EasyPost) in einen Sturz verwickelt, bei dem es auch Magnus Sheffield (Ineos Grenadiers) erwischt hat. Auch Tim Wellens (UAE) hatte Pech. Der Belgier galt als Mitfavorit, erlitt aber im falschen Moment einen technischen Defekt. Derweil konnte sich Thomas Pidcock (Ineos Grenadiers) von seinen Begleitern lösen. Hinter ihm formierte sich eine Verfolgergruppe ohne Mathieu van der Poel (Alpecin . Deceuninck). Matej Mohoric (Bahrain – Victorious), Valentin Madouas (Groupama – FDJ), Rui Costa (Intermarché – Circus – Wanty), Tiesj Benoot (Jumbo – Visma) und Attila Valter (Jumbo – Visma) machten Jagd auf den führenden Solisten.

@tompidcock #StradeBianche @CA_Ita pic.twitter.com/Rckh8pbXzZ

— Strade Bianche (@StradeBianche) March 4, 2023



Teaminternes Duell zwischen Vollering & Kopecky

Bereits vor dem Rennen der Herren ging die neunte Ausgabe der Strade Bianche Donne in Siena zu Ende. Nach 136 Kilometern bekamen die Zuschauer ein teaminternes Duell zu Gesicht. Demi Vollering (SD Worx) und Lotte Kopecky (SD Worx) konnten im Schlussanstieg die zuvor enteilte Kristen Faulkner (Jayco – AlUla) ein- und überholen. Anschließend entschieden sie im Sprint selbst über die Siegerin. Dabei konnte sich Demi Vollering gegen die Titelverteidigerin knapp dank ihres perfekt getimten Tigersprungs durchsetzen. Beste Deutsche war Liane Lippert (Movistar) auf Rang acht. Ihre Teamkollegen und die Mitfavoritin Annemiek van Vleuten (Movistar) wurde etwas enttäuschend nur Fünfte.



Incredible sprint for the line between Demi Vollering and Lotte Kopecky!

Teammates fighting all the way to the photo finish #StradeBianche | @teamsdworx pic.twitter.com/ywfJ3Evawg

— Eurosport (@eurosport) March 4, 2023



Stichworte:Demi VolleringNewsStrade BiancheThomas Pidcock

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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