Produktnews: Bosch baut sein City-E-Bike-Portfolio gleich doppelt aus – mit einer neuen Generation des bewährten Active Line Plus Mittelmotors und einem echten Novum: dem ersten Nabenmotor im smarten Bosch-System. Zum Bosch Hub Line Nabenmotor gesellen sich zudem ein neues Display, eine kompaktere Bedieneinheit, ein verbessertes ConnectModule und zwei neue Akkus. Wir schauen uns an, was Bosch für urbane E-Biker auf den Tisch legt.
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Active Line Plus: Mehr Kraft bei weniger Gewicht
Der Active Line Plus ist seit 2017 der bewährte Antrieb für City-E-Bikes – und jetzt legt Bosch nach. Demnach soll die neue Generation kraftvoller unterstützen als ihr Vorgänger: Bis zu 60 Nm Drehmoment, 600 Watt Leistung und 340 Prozent maximale Unterstützung stehen auf dem Datenblatt. Dabei soll die Kraft stets harmonisch und kontrolliert kommen – das verbesserte Ansprechverhalten sorge für eine feinfühlige, präzise Reaktion auf den Pedalinput.
Gleichzeitig ist das Antriebsaggregat kompakter und leichter geworden. Mit rund 2,7 kg wiegt es laut Bosch etwa 500 g weniger als die Vorgängergeneration; ein neues zweistufiges Getriebe soll zudem das Volumen um 17 Prozent reduzieren. Das gibt Fahrradherstellern mehr Spielraum bei der Rahmenintegration und kann das Handling des Fahrrads verbessern.
Praktisch: Die neue Active Line Plus soll mit eShift kompatibel sein, der elektronischen Schaltlösung von Bosch, die auf Wunsch automatisch die optimale Übersetzung wählt – praktisch im Stop-and-go-Stadtverkehr. Die Kompatibilität des Active Line Plus mit Rücktrittbremsen ist ebenfalls gegeben.
Spannend ist auch das Thema Nachhaltigkeit: Bosch gibt an, im Gehäuse der neuen Drive Unit rund 40 Prozent recyceltes Aluminium zu verwenden, was im Vergleich zu konventionellem Aluminium fast die Hälfte der CO₂-Emissionen einsparen soll. Auch bei den Kunststoffkomponenten kommen recycelte Materialien zum Einsatz.
Der Active Line Plus Motor zusammengefasst:
- Einsatzbereich Urban
- Gewicht 2,7 kg (Herstellerangabe)
- Drehmoment 60 Nm
- Leistung 600 W
- Unterstützung 340 %
- Kompatibilität Bosch Smart System, Rücktrittbremsen, eShift, Flow-App-Integration

Hub Line: Boschs erster Nabenmotor – minimalistisch und urban
Es ist eine kleine Sensation: Bosch, bislang bekannt für seine Mittelmotoren, bringt mit der Hub Line erstmals einen Nabenmotor heraus. Gezielt für den urbanen Einsatz entwickelt, soll er ein agiles, spritziges Fahrgefühl liefern – bei gleichzeitig feinfühliger Unterstützung. Natürlich ist auch die Hub Line im Bosch Smart System integriert. Der große Vorteil eines Nabenmotors gegenüber Mittelmotoren liegt auf der Hand: Er kann unauffälliger im Bike integriert werden und ermöglicht das Design von Fahrradrahmen, die von Nicht-E-Bikes kaum zu unterscheiden sind.
Die Eckdaten des Bosch Hub Line Nabenmotors sind überschaubar, aber stimmig für den urbanen Einsatzzweck: 45 Nm Drehmoment, ein Gewicht von nur rund 2,3 kg und ein Durchmesser von lediglich 100 mm. Letzterer macht den Motor zum nahezu unsichtbaren Teil des Hinterrads – das schwarze Aluminiumgehäuse tut sein Übriges für den cleanen Look. Über 25 km/h entkoppelt sich der Motor vollständig, sodass sich das E-Bike laut Bosch wie ein klassisches Fahrrad ohne spürbaren Tretwiderstand fahren lässt.
Als Teil des smarten Systems ist die Hub Line vollständig vernetzt: Over-the-Air-Updates, Diebstahlschutz, Navigation und Personalisierung über die E-Bike Flow App sollen zum Lieferumfang der digitalen Features gehören. Auch eShift lässt sich kombinieren, wahlweise mit manuellem oder automatischem Schalten.
Wie sich der erste Nabenmotor von Bosch im Alltag schlägt, zeigt unser erster Praxistest.
Der Bosch Hub Line Nabenmotor zusammengefasst:
- Einsatzbereich Urban
- Gewicht 2,3 kg (Herstellerangabe)
- Drehmoment 45 Nm
- Leistung Keine Angaben
- Unterstützung Keine Angaben
- Kompatibilität Bosch Smart System, eShift, Flow-App-Integration

PowerTube 360 und PowerTube 720: Zwei neue Akkus für unterschiedliche Ansprüche
Passend zur Hub Line präsentiert Bosch mit der PowerTube 360 den bisher schlanksten Akku im smarten System. Mit nur 68 mm Durchmesser und einem Gewicht von rund 2,1 kg soll er sich so unauffällig in den Rahmen integrieren lassen, dass das E-Bike auf den ersten Blick kaum von einem klassischen Fahrrad zu unterscheiden ist. 360 Wh liefern laut Hersteller Reichweiten von über 80 km im Eco-Modus – für den täglichen Stadtbetrieb dürfte das in vielen Fällen ausreichen. Wer mehr Reichweite braucht, kann mit dem PowerMore 250 Range Extender die verfügbare Akkukapazität weiter erhöhen.
Für Fahrer mit höherem Reichweitenbedarf – etwa auf dem Weg zur Arbeit oder für Ausflüge am Wochenende – kommt die PowerTube 720. Der neue Akku bringt rund 3,9 kg auf die Waage und soll laut Bosch Reichweiten von bis zu 185 km ermöglichen (Eco-Modus, eTrekking Bike mit Performance Line PX). Dank identischer Länge und Halterung ist er mit mehreren anderen PowerTube-Modellen austauschbar – sofern der Rahmenhersteller das vorgesehen hat. Beide Akkus lassen sich je nach Hersteller entweder fest verbauen oder als herausnehmbare Akkulösung integrieren.

Intuvia 200: Schlichtes Display mit verbesserter Ablesbarkeit
Neu im Portfolio ist auch das Intuvia 200 Display. Das 2,4-Zoll-Graustufen-Display soll dank hoher Kontraste, tiefen Schwarzwerten und guter Blickwinkelstabilität auch bei Sonne oder Dämmerung gut ablesbar sein. Die automatische Helligkeitsregelung reicht bis 1.000 cd/m². Das Intuvia 200 ist fest am Lenker montiert.
Welche Fahrdaten angezeigt werden, lässt sich individuell konfigurieren; angezeigt werden etwa Herzfrequenz, Höhenmeter oder der Ladestand des Smartphones. Je nach E-Bike-Ausstattung zeigt es auch weiterführende Infos an, zum Beispiel den aktiven ABS-Modus oder den eingelegten Gang bei elektrischen Schaltung. Bedient wird es über eine separate Einheit – entweder mithilfe des neuen LED Controllers oder anderer kompatibler Alternativen.

LED Controller: Kleiner Nachfolger mit großem Unterschied
Der LED Controller löst die bisherige LED Remote ab – und schrumpft dabei laut Bosch um rund 65 Prozent. Fünf Tasten mit spür- und hörbarem Feedback lassen sich per Daumen bedienen, ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen. Eine automatisch an das Umgebungslicht angepasste LED-Anzeige zeigt Fahrmodus und Akkustand an. Praktischer Zusatz: Ein USB-C-Port mit bis zu zehn Watt Ladeleistung ermöglicht das Aufladen externer Geräte unterwegs.

Bosch ConnectModule: Bessere Ortung, einfachere Nachrüstung
Das ConnectModule der neuen Generation bringt zwei Neuerungen mit: Erstens ergänzt Bluetooth Low Energy (BLE) die bisherige Kombination aus GPS, Mobilfunk und Bewegungssensoren – damit soll eine Ortung auf wenige Meter möglich sein, auch in Kellern oder Hinterhöfen, wo reines GPS an seine Grenzen stößt. Zweitens lässt sich das Modul dank flexibler Befestigung nun einfacher an kompatiblen E-Bikes nachrüsten. Die erweiterten Funktionen wie das Tracking sind Teil des kostenpflichtigen Abo-Services Flow+.
Insgesamt zeigt Bosch mit den vorgestellten Neuheiten, dass die Marke das City-Segment ernst nimmt. Besonders spannend ist der Bosch Hub Line Nabenmotor, mit dem der Hersteller Neuland betritt und eine Zielgruppe erschließt, die bislang eher zu anderen Anbietern schauen musste. Der neue Active Line Plus Motor wiederum ist ein willkommenes Update des bewährten Mittelmotor-Angebots, das jetzt leistungsfähiger und nachhaltiger wird. Wie sich beides in der Praxis schlägt, werden wir selbstverständlich so bald wie möglich unter die Lupe nehmen – unser erster Praxistest des Nabenmotors ist bereits hier zu lesen: Erster Praxistest des Bosch Hub Line Nabenmotors!
Infos und Bilder: Pressemitteilung Bosch





