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Giro d'ItaliaRadsport

Giro d'Italia: Stimmen zu Portes Zeitstrafe: „Dümmer geht es nicht“

20. Mai 2015 by die Redaktion

Radsport: Die Radsportwelt diskutiert an diesem Mittwochmorgen angeregt über die Zeitstrafe für Richie Porte nach der gestrigen Etappe des Giro d’Italia. Während die meisten Fahrer ihr Mitleid bekunden, macht Rennchef Vegni deutlich, dass der Jury einfach keine andere Möglichkeit gelassen wurde. Der eine oder andere nimmt kein Blatt vor den Mund…

Sir Dave Brailsford (Teamchef Team Sky): „Es ist natürlich enttäuschend, dass eine solch faire Geste, die noch dazu im Eifer des Gefechts erfolgte, mit einer solch harten Strafe belegt wird. Niemand hatte hier im Sinn, sich einen unfairen Vorteil zu ergaunern. Wir sind jetzt jedoch noch entschlossener, für dieses Rennen zu kämpfen. Richie und das ganze Team sind bereit – der Giro dauert noch lange.“



Mauro Vegni (Giro Renndirektor): „Natürlich muss auch ich als Renndirektor des Giro sagen, dass es mir leid tut. Es ist eine zusätzliche Last für einen Fahrer, der darauf gehofft hatte, etwas Großes zu leisten. Jedoch bedeutet das alles nicht, dass er es nicht doch noch tun könnte. Aber ganz klar: Das Handeln der Jury war alternativlos, Regeln sind Regeln und müssen respektiert werden. Es geht um die Glaubwürdigkeit des Sports und in diesem Fall um die Glaubwürdigkeit des Giro d’Italia.“

Alberto Contador: „Es tut mir leid für Richie. Wenn du an einem solchen Punkt im Rennen einen Defekt hast, willst du einfach nur so wenig Zeit wie möglich verlieren. Dein Herz rast und da vergisst man schnell einmal die Regeln.“

Simon Clarke (via Twitter): „Es tut mir so leid für Richie. Wie die meisten von uns wollte ich einfach nur einem guten Freund helfen, es tut mir wirklich leid was nun dabei herausgekommen ist.“



Fabian Cancellara (via Twitter): „Ich dachte so etwas sei echtes Sportsmanship. Es tut mir wirklich leid für Richie, dass er dafür jetzt auch noch bestraft wird.“

David Millar (via Twitter): „Als er Richie Porte heute geholfen hat, hat Simon Clarke nicht nur gezeigt was Sportmanship bedeutet, sondern dass es auch in einem solchen Rennen Freundschaft gibt. Das ist Radsport für mich. Es ist beschämend, dass die UCI wieder einmal bewiesen hat, wie weit sie vom modernen Peloton entfernt sind. Viel dümmer geht es nicht. Es wäre Zeit für Brian Cookson, seine Führungsqualitäten unter Beweis zu stellen, die die Radsportfans sich von ihm erhoffen.“

Jonathan Vaughters (Teamchef Cannondale-Garmin): „Was heißt „bullshit“ auf italienisch?“



Tom Dumoulin (via Twitter): „Ich hoffe diese Strafe ist ein verspäteter Aprilscherz???“

Stichworte:Giro d'ItaliaNews

Über die Redaktion

Velomotion ist euer Team aus Fahrrad- und E-Bike-Experten, Radprofis und begeisterten Radfahrer*innen. In unserem Magazin stellen wir Produktneuheiten, aktuelle und kritische Testberichte sowie News aus der Welt des Radsports vor. Wir stehen für Qualitätsbewusstsein, Know-How und gelebte Begeisterung für das Thema Fahrrad.

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