Velomotion logo Velomotion small logo
Search icon
  • Produktnews
  • Radsport
  • Tests
    • Kompletträder
    • Komponenten
    • Zubehör
  • Ratgeber
    • Kaufberatung
    • Leasing
    • Recht
    • Werkstatt
    • Radreise

RennräderTests

Rennräder: Probefahrt: Ridley Fenix SL – Allrounder mit Komfort

25. Juni 2015 by Marcus Degen

_MG_0999

Probefahrt: Das neue Fenix SL der Belgier von Ridley bietet Vielseitigkeit statt Spezialisierung. Dass man damit gut fährt, bewies eine ausgedehnte Testrunde auf echtem Klassiker-Terrain. 

Wer schlecht ausgerüstet nach Limburg kommt, den bestraft das Leben – zum Beispiel mit neonfarbigen Arm- und Beinlingen, die ein Bekleidungsausrüster freundlicherweise zur Verfügung stellte, um die aus wärmeren Gefilden angereisten Presseleute zu retten. Am Samstagmorgen vor dem Amstel Gold Race zeigte das Thermometer trotz strahlenden Sonnenscheins nämlich gerade mal fünf Grad plus an, als sich die Gäste des Radherstellers Ridley zu einer rund 100 km langen Tour über den Kurs des niederländischen Klassikers aufmachten. Über ihnen also blauer Himmel, unter ihnen der neue Allrounder des belgischen Rennradbauers, genannt Fenix SL – eine Rennmaschine, die sich gegenüber ihrem Vorgänger deutlich verändert hat, auch wenn sie mit einem Rahmengewicht von knapp 1.100 Gramm immer noch nicht „superleicht“ ist. Doch dafür ist im Hause Ridley das Modell Helium zuständig. Das Fenix wiederum soll auf jedem Terrain glänzen, vor allem auf den abwechslungsreichen Kursen des Nordwestens, die neben einer gehörigen Portion Stabilität auch ein gewisses Maß an Stoßdämpfung erfordern sowie genügend Steifigkeit für steile Berge und wiederholte Antritte.



_MG_1017

Was also ist neu an dezent designten Fenix SL? Gegenüber seinem Vorläufer zeigt der Rahmen einige Unterschiede. Die Hinterbaustreben sind schlanker geworden, der Übergang zwischen Gabel und Steuerrohr/Unterrohr ist gefälliger. Alle Züge sind innenverlegt; Schaltzug oder –kabel treten über dem Ausfallende zutage. Auch das nun leicht geschwungene Oberrohr fällt auf, und gegenüber dem Vormodell spart der aus hochwertigen Carbonfasern gefertigte Rahmen einiges an Gewicht ein.

_MG_0998Geblieben ist die Ridley-typische agile Lenkung, die das Rad handlich in Kurven und flott im Wiegetritt macht. Beides ließ sich im Klein-Klein des Amstel-Kurses reichlich ausprobieren, der mit gewundenen Nebensträßchen und Anstiegen mit mehr als 20 % Steigung aufwartet. Nicht zu vergessen Schlaglöcher und Straßenschmutz, wogegen das Rad ebenfalls probate Mittel hat: Zum einen bietet die Carbonsattelstütze erstaunlich viel Flex, zum anderen können bei Bedarf bis zu 30 mm breite Reifen montiert werden, womit das Rad schon fast zum „Gravel Racer“ mutiert.



_MG_1006

 

Im Gegensatz so einem solchen fällt die Sitzposition beim Fenix SL allerdings recht sportlich aus: Am 56er Testrad misst das Steuerrohr knapp über 170 mm, was eine flache Haltung ermöglicht. Über die Steifigkeit des neuen Belgiers muss man sich übrigens keine Gedanken machen: Ein Rad, dass die Sprints eines André Greipel wegsteckt, bringt so leicht nichts ins Wanken, was man bereits dem breiten PressFit-Tretlagergehäuse ansieht.



Im Testaufbau mit Campagnolo Chorus EPS und Scirocco-Laufrädern wog das Ridley Fenix SL fahrbereit an die 8,2 Kilo, die sich an den steilen Hügeln Limburgs jedoch nicht bemerkbar machten. Wer sich das Rad individuell aufbauen möchte, ist für Rahmen und Gabel mit 1.799 Euro dabei; ein Komplettrad mit mechanischer Campagnolo Chorus und den schlichten Khamsin-Laufrädern wird 3.299 Euro kosten. Nicht zu viel angesichts der Tatsache, dass man damit dem Teamrad von Lotto-Soudal schon ziemlich nahe kommt.

DSCF9461

Fazit: DSCF9460

Mit dem Fenix SL zeigt Ridley eine neue Version seines Allrounders – ein Rad, das sich sehr sportlich fährt, dabei aber viel Komfort bietet und mit 30er Reifen fast schon offroad-tauglich ist. Für ein Rahmenset, das auch von Profis gefahren wird, ist der Preis dabei erfreulich gering.



Produkthighlights

  • Wendig, agil und steif
  • Hoher Fahrkomfort bei sportlicher Geometrie
  • Interessanter Preis

Preise und Web

  • Rahmenset: 1.799 Euro
  • Komplettrad mit Campagnolo Chorus/Khamsin 3.299 Euro
  • www.ridley-bikes.com
Stichworte:André GreipelFenix SLNewsProbefahrtRidleyTest

Über Marcus Degen

Marcus Degen ist Chefredakteur und Geschäftsführer von Velomotion. Als Niederbayer aus Leidenschaft genießt er die Vorzüge der Region sowohl auf dem Fahrrad als auch kulturell und kulinarisch. Bereits 2003 gründete er das deutsche Radsportmagazins Procycling und war für neun Jahre dessen Chefredakteur. Während dieser Zeit gründete er auch die Magazine Fahrrad News und World of Mountainbiking. Er hat Physik und Ingenieurwesen in München studiert und war bereits als Schüler im Radsport und später als Triathlet aktiv. 2013 startete er mit dem digitalen Fahrrad-Magazin Velomotion.de.

Lapierre PXR Racing 2026 : Mit neuem Team in den CrossCountry-Rennsport

OAK Components launcht Handelsmarke Hyperstop

Marktstart mit Hochleistungs-Bremsbelägen für Gravity-Systeme: OAK Components launcht Handelsmarke Hyperstop

Orbea Rallon RS 2027: Ist das noch ein E-Bike?

fizik Terra Artica GTX im Test: Stilvoller Grenzgänger für nasskalte Tage

Das neue BULLS Vuca EVO FS 2 mit Pinion MGU: Innovatives E-SUV aus Köln

Reserve SL: Superleichte Laufradsätze mit Tune-Naben

Reifenfertigungsmaschine

Hausbesuch beim italienischen Traditionsunternehmen: So wird dein Pirelli-Reifen hergestellt

Mobil, kompakt und mit umfangreicher Ausstattung: Test: Kärcher OC 4 Bike-Kit

Rudy Project Set: Gewinne eine Helm- & Brillen-Kombi von Rudy Project

Robuste und leichte Taschen mit kleinen Schwächen: Bikepackingtaschen von Pro Bikegear

WTB Wavelength

WTB Wavelength im Test: Der unaufgeregte Alleskönner für den Trail

Schwalbe Gravel-Reifen 2026: Offroad-Fahrspaß zum günstigen Preis

Forbidden Bike Company präsentiert zwei neue Titan-Hardtails

Limitierte Auflage für den harten Einsatz: Forbidden Bike Company präsentiert zwei neue Titan-Hardtails

Moustache Xroad

Moustache Xroad im Test: Vielseitiger Begleiter für Alltag und Tour

Ähnliche Beiträge

  • Rennräder: Test: Cyclocrosser Ridley X-Night SL – Das Beste zum Schluss?
  • Rennräder: Eurobike 2015: Ridleys Alleskönner X-Trail im Fahrtest
  • Rennräder: Ridley X-Night 30: Bereit fürs Rennen
  • Das Parlee Ouray im Test: Zwischen Race und Allroad
  • Der Allrounder für Sport, Alltag und Abenteuer: Veto S978 Gravel im Test
  • Velomotion Team
  • Mediafacts
  • Impressum
  • Datenschutz/ DSGVO

© 2026 · Velomotion GmbH