Bestenliste Zugsysteme
Wenn auf der Tour irgendwann die Beine schwer werden, muss das noch lange nicht das Ende bedeuten. Gerade Familien mit Kindern kennen das Problem: Bergauf ist plötzlich die Luft bei den Kleinen raus. Genau hier kommen Fahrrad-Zugsysteme ins Spiel. Ob klassisches Bungee-Zugseil, das sich unter Belastung elastisch verlängert, oder ein kompaktes Zugsystem mit automatischem Seileinzug, ähnlich dem Prinzip einer Hundeleine. Die unterschiedlichen Systeme eröffnen beim gemeinsamen Biken ganz neue Möglichkeiten.
Für Eltern bedeutet das vor allem eines, mehr Flexibilität bei der Tourenplanung. Ein langer Anstieg, der früher für Frust und endlose Schiebepassagen gesorgt hat, lässt sich plötzlich zügig überwinden. Das Kind bekommt genau dann Unterstützung, wenn die eigenen Kräfte nicht mehr reichen. Dabei sind solche Systeme längst nicht mehr ausschließlich dafür gedacht, den eigenen Nachwuchs den Berg hinaufzuziehen. Auch unter Erwachsenen haben sie sich etabliert. Beispielsweise wenn ein E-Biker seinem Bio-Biker-Kollegen am langen Anstieg etwas Unterstützung zukommen lässt. Je nach System sind dabei auch deutlich höhere Zuglasten möglich.
Doch Zugsystem ist nicht gleich Zugsystem. Soll das Seil auf einer langen MTB-Tour möglichst komfortabel und ruck frei ein Kind unterstützen? Wird eine möglichst kompakte Lösung gesucht, die dauerhaft am Bike bleiben kann? Oder soll das System auch einen Erwachsenen ziehen können? Je nach Einsatzzweck haben Bungee- und Einrollsysteme ganz unterschiedliche Stärken und Schwächen. Und auch abseits des Fahrrads gibt es interessante Einsatzmöglichkeiten: Mit entsprechenden Systemen lassen sich beispielsweise Skateboards oder Schlitten ziehen, der Einsatzbereich geht also deutlich über die klassische Familien-Tour hinaus.
Wir haben uns deshalb verschiedene Zugsysteme genauer angesehen und sie in der Praxis ausprobiert. Vom einfachen elastischen Bungeeseil bis zum kompakten System mit automatischem Seileinzug zeigen wir, wo die jeweiligen Stärken liegen, wo es Schwächen gibt und für welchen Einsatz sich welches System besonders eignet. Denn am Ende geht es nicht nur darum, jemanden den Berg hochzubekommen, sondern darum, gemeinsam mehr aus einer Tour herauszuholen.









