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Tests: Bontrager Charger: Großer Name, große Enttäuschung

1. November 2014 by Michael Faiß

Bontrager Charger

Test: Seit Mitte der 90er Jahre vertreibt das Unternehmen Trek Bicycles unter dem Namen Bontrager Komponenten, Anbauteile und Zubehör. Einst waren Komponenten von Bontrager vor allem im Hochpreissektor zu finden, inzwischen ist das Angebot weit gefächert. Die Bontrager Charger Standpumpe gehört zu den eher günstigen Vertretern ihrer Zunft – und das spürt man leider auch.

Schon beim ersten Kontakt mit der Bontrager Charger fällt die nicht sonderlich wertige Haptik negativ auf. Während der Stahlzylinder selbst mit seiner weißen Lackierung noch einen durchaus guten Eindruck hinterlässt, sorgen Griff, Standfuß und Manometer für Naserümpfen unter unseren Testern.



Der Griff besteht aus Kunststoff, ist weder beschichtet noch finden sich irgendwelche Einsätze darauf. Dass er innen hohl ist und man seitlich durch den Griff hindurchschauen kann hat zwar keine negativen Einflüsse auf die Ergonomie, verstärkt aber den etwas billigen Eindruck. Die Ergonomie selbst ist in Ordnung, lediglich die recht scharfen Kanten auf der Oberseite drücken sich nach einiger Zeit unangenehm in die Handflächen.

Bontrager Charger

Der Standfuß besteht aus Stahl und fällt insgesamt recht groß aus. Durch sein hohes Eigengewicht steht die Charger fest am Boden. Leider sucht man Gummieinsätze auf Ober- oder Unterseite Vergebens. Die Pumpe rutscht gerade auf glatten Oberflächen recht schnell und kann auf weicheren Untergründen durch die scharfen Kanten auf der Unterseite unschöne Spuren hinterlassen. Gerade wenn man die Pumpe in der Wohnung benutzt, sollte man besser etwas unterlegen.



Bontrager Charger

Das Manometer der Bontrager Charger ist extrem klein, um nicht zu sagen: winzig. Trotz des ordentlichen Kontrasts des Zifferblatts ist es unmöglich, die Werte im Stand abzulesen. Hinzu kommt noch, dass die Abweichungen relativ groß sind (teilweise über 1 Bar!) – letztendlich muss man konstatieren, dass das Manometer der Charger seinen Namen eigentlich nicht verdient hat und keinen wirklichen Nutzen für den Anwender hat. Der Pumpkopf ist hingegen von vielen anderen Pumpen bekannt und funktioniert trotz der anfänglich etwas hohen Bedienkräfte sehr gut.

Bontrager Charger



Auch beim Pumpgefühl enttäuscht uns die Standpumpe: Die Kolbenstange hat viel Spiel im Zylinder und somit klappert die Charger beim Pumpen wie wild. Das fühlt sich nicht schön an und ist zudem nicht sonderlich vertrauenerweckend. Die Leistung selbst ist in Ordnung, wenngleich die Bedienkräfte bei einem Druck ab 6 Bar stark ansteigen.

 

[pricemesh]


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Fazit: Bontrager Charger

Pro

Nichts

Contra

  • Billige Haptik
  • Unbrauchbares Manometer

Fakten

Produktjahr2014
Preis34€
Web

Gesamtwertung

48%

Preis-/Leistung

50%
Die Bontrager Charger war in unserem Test leider eine einzige Enttäuschung. Die schlanke, weiße Pumpe konnte in keinem Bereich wirklich überzeugen und wirkt insgesamt einfach billig, auch wenn die Pumpleistung selbst durchaus in Ordnung war.
Stichworte:Bontrager ChargerStandpumpestandpumpebl

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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