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RadsportTour de France

Radsport: Tour de France: Tony Martin schrammt am Tagessieg vorbei

4. Juli 2015 by Michael Faiß

Radsport: Tony Martin (Etixx-QuickStep) ist um Haaresbreite am Tagessieg beim Einzelzeitfahren zum Auftakt der Grand Boucle in Utrecht vorbeigeschrammt. Etwas mehr als fünf Sekunden fehlten dem Deutschen am Ende auf den Sieger Rohan Dennis (BMC), der mit diesem Sieg endgültig im Zeitfahr-Olymp angekommen ist.

Der Australier Rohan Dennis konnte im Auftaktzeitfahren der Tour de France die großen Favoriten düpieren. Der 25-jährige Australier unterstrich mit einer Zeit von 00:14:56 seine extrem starke Form, die er bereits bei seinem Stundenweltrekordversuch und seinem Gesamtsieg bei der Tour Down Under gezeigt hatte. Die beiden großen Favoriten auf den Tagessieg, Tony Martin und Fabian Cancellara (Trek Factory Racing) mussten sich mit 5 bzw. 6 Sekunden Rückstand die Plätze Zwei und Drei teilen. Somit wird Dennis morgen als erster Fahrer der diesjährigen Tour in Gelb an den Start gehen.



Im Interview direkt nach der Zieleinfahrt zeigte sich der 30-jährige Martin regelrecht niedergeschlagen: „Ich bin super enttäuscht. Zweite Plätze zählen für mich nicht mehr. Mein Ziel war das Gelbe Trikot – auch wenn es knapp war, das ist nicht das Ergebnis das ich wollte. Mir ist gegen Ende die Kraft ausgegangen und ich war echt überrascht von der Hitze, die hat mir ganz schön zugesetzt. Fünf Sekunden sind zwar nicht die Welt, aber es ärgert mich maßlos, dass es nicht geklappt hat. Das Zeitfahren war mein ganz großes Ziel und es hat nicht gereicht, aber es warten noch 20 schöne Etappen auf mich und es gilt jetzt, das beste daraus zu machen.“ Pech hatte auch ein anderer Deutscher: Dominik Nerz vom Team Bora-Argon 18 verlor sehr viel Zeit, da ihm etwa 3km vor der Ziellinie der Zeitfahraufsatz brach. Gemessen an diesen Umständen ist eine Zeit von 00:16:33 zwar durchaus respektabel, aber sicherlich war ein so großer Zeitverlust gleich zum Auftakt nicht geplant. Er nahm die Angelegenheit jedoch sportlich: „Das ist zwar ärgerlich, aber es kann passieren.“ John Degenkolb zeigte eine richtig starke Leistung und landete mit 00:15:41 auf Platz 25.

Auch wenn die Zeitabstände bedingt durch die sehr kurze Distanz des Zeitfahrens keine enormen Ausmaße annahmen, so ging es für die Klassementfahrer heute schon um am Ende vielleicht entscheidende Sekunden. Die beste Leistung zeigte Thibaut Pinot mit einer Zeit von 00:15:37. Auch Vincenzo Nibali machte seine Sache gut und erreichte am Ende eine starke Zeit von nur 00:15:39. Insgesamt halten sich die Abstände zwischen den Tourfavoriten jedoch in engen Grenzen und alle bewegen sich in einem Zeitfenster von ungefähr zwanzig Sekunden. Quintana verlor mit 20 Sekunden auf Pinot die meiste Zeit.



Endergebnis Etappe 1 Tour de France (EZF)

[easytable th=“0″]

1.,Rohan Dennis,BMC,00:14:56

2.,Tony Martin,Etixx-QuickStep,00:00:05



3.,Fabian Cancellara,Trek Factory Racing,00:00:06

4.,Tom Tumoulin,Team Giant-Alpecin,00:00:08

5.,Jos van Emden,LottoNL-Jumbo,00:00:15



6.,Jonathan Castroviejo,Movistar,00:00:23

7.,Matthias Brändle,IAM,

8.,Adriano Maloria,Movistar,00:00:29



9.,Wilvo Kelderman,LottoNL-Jumbo,00:00:30

10.,Stephen Cummings,MTN-Qhubeka,00:00:32

[/easytable]


Stichworte:NewsTony MartinTour de France

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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