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Radsport

Radsport: Straßen-WM: Kiryienka neuer Zeitfahrweltmeister – Tony Martin chancenlos

23. September 2015 by Michael Faiß

kiryienka3

Radsport: Die Goldmedaille im Zeitfahren geht 2015 nach Weißrussland. Wassil Kiryienka bot in Richmond über 53,5km eine bärenstarke Leistung und ließ der Konkurrenz keine Chance. Adriano Malori fährt auf Platz Zwei, Bronze geht überraschend an den Franzosen Jérome Coppel. Tony Martin landet mit über einer Minute Rückstand auf dem siebten Rang.

Puh, was für eine Enttäuschung für Tony Martin. Der im Vorfeld als Topfavorit gehandelte Deutsche war heute chancenlos und erreichte zu keinem Zeitpunkt das Level, auf dem die schnellsten Fahrer heute unterwegs waren. Doch der Reihe nach.



Nach den üblichen, beinahe minütlichen Führungswechseln während der ersten halben Stunde des Zeitfahrens bei erneut recht windigen Bedingungen in Richmond, war es als erster Fahrer Marcin Bialoblocki, der eine Duftmarke setzte. Der 32 Jahre alte Pole ist ein noch recht unbeschriebenes Blatt, legte aber mit 1:03:51.87 eine Zeit auf den Asphalt, der die vorangegangenen Fahrer regelrecht deklassierte und an der sich in der Folge dutzende Fahrer die Zähne ausbissen – darunter auch hoch gehandelte Profis wie beispielsweise der Brite Alex Dowsett.

kiryienka2

Währenddessen waren auch Jerome Coppel und Wassil Kiryienka auf die Strecke gegangen und bei ersten GPS-Messungen die bis dahin mit großem Abstand schnellsten Fahrer. Kurz darauf folgten mit Rohan Dennis und Tony Martin die beiden wohl größten Favoriten auf die Goldmedaille. Tony Martin schien von Beginn an nicht wie gewohnt ins Rennen zu finden. Etwas unruhig wirkte der Routinier auf dem Rad und an der ersten Zeitmessung zeigte sich dann auch: Der dreimalige Weltmeister lag deutlich zurück hinter Kiryienka, Coppel, Malori und Dennis.



Nach ungefähr zwei Dritteln der zu absolvierenden Strecke traf das Pech dann Rohan Dennis: Der Australier erlitt einen technischen Defekt und musste auf das Ersatzrad zurückgreifen – er verlor viele wertvolle Sekunden und damit auch jegliche Chancen auf Gold, denn Kiryienka, Malori und Coppel schienen ihr atemberaubendes Tempo durchzuhalten. Währenddessen bekam Martin immer mehr Probleme und verlor auch im zweiten und dritten Abschnitt viele Sekunden auf die schnellen Männer an der Spitze. Bereits jetzt war klar: Es wird heute nichts mit dem vierten Weltmeistertitel für den Cottbuser.

martin

Auch Tom Dumoulin, der auf eine so starke Saison zurückblicken kann, hatte sichtlich zu kämpfen. Kurz vor Rennstart war durchgesickert, dass der Niederländer an muskulären Problemen leiden würde und nicht schmerzfrei fahren könne – möglicherweise die Quittung nach einer extrem strapaziösen Vuelta. Das Finale entwickelte sich schließlich zu einem engen Kopf an Kopf-Rennen zwischen Wassil Kiryienka und Adriano Malori – mit dem besseren Ende für den Weißrussen aus der Sky-Mannschaft. Seine Zeit von 1:02:29 bedeutete eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 51,37km/h und Gold für den 34-jährigen. Adriano Malori benötigte neun Sekunden länger, weitere 18 Sekunden später folgte Jerome Coppel auf Platz drei.



Für Tony Martin reichte es mit einem Rückstand von 01:17 nur für Platz sieben – hinter Dumoulin und sogar noch hinter Dennis, der unterwegs sein Rad tauschen musste. Zum ersten Mal seit sechs Jahren steht Martin also bei der Zeitfahr-WM nicht auf dem Podium, sicherlich ein bitterer Tag für den Etixx-Profi. Auch für Nikias Arndt, den zweiten deutschen Starter, lief es nicht besonders gut: Am Ende landete der Giant-Alpecin-Profi auf Platz 52.

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1.,Wassil Kiryienka,Weißrussland,01:02:29



2.,Adriano Malori,Italien,00:00:09

3.,Jerome Coppel,Frankreich,00:00:27

4.,Jonathan Castroviejo,Spanien,00:00:30



5.,Tom Dumoulin,Niederlande,00:01:01

6.,Rohan Dennis,Australien,00:01:08

7.,Tony Martin,Deutschland,00:01:17



8.,Marcin Bialoblocki,Polen,00:01:22

9.,Maciej Bodnar,Polen,00:01:27

10.,Moreno Moser,Italien,00:01:32



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Stichworte:NewsStraßen-WM

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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