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Rad-WM: Pogacar krönt sich nach „dummer Attacke“ zum Weltmeister

29. September 2024 by Michael Behringer

Pogacar WM

Radsport: Tadej Pogacar ist neuer Weltmeister. Der Slowene gewann die Goldmedaille im Straßenrennen souverän, indem er 100 Kilometer vor dem Ziel attackierte und nicht mehr eingeholt werden konnte. Silber bzw. Bronze gehen an Ben O’Connor aus Australien und Mathieu van der Poel aus den Niederlanden.

Pogacar WM

Pogacar ist unschlagbar

Er hat wieder einmal für Staunen gesorgt und ein Radrennen eindrucksvoll dominiert: Tadej Pogacar. Der Slowene krönt sich nach seinem Sieg beim Giro d’Italia und der Tour de France nun auch zum Weltmeister. Mit einer Attacke mehr als 100 Kilometer vor dem Ziel ließ er all seine Kontrahenten stehen und sich nicht mehr einholen. Dahinter war man sich bei der Aufholjagd nicht einig, obwohl der Abstand nie mehr als 80 Sekunden betrug. So ging es bei den Verfolgern nur noch um Silber und Bronze, worüber sich Ben O’Connor aus Australien und Vorjahressieger Mathieu van der Poel aus den Niederlanden freuen dürfen. Pogacar zeigte sich im Siegerinterview sehr erleichtert und sprach selbst von einer „dummen Attacke“. Sein früher Angriff sei nicht geplant gewesen.



Lipowitz & Geschke in der Fluchtgruppe

Die deutsche Mannschaft um Teamchef Andre Greipel erarbeitete sich im Laufe der ersten Rennhälfte eine ausgezeichnete Situation. Simon Geschke bildete mit dem Schweizer Silvan Dillier, dem Norweger Tobias Foss, dem Portugiesen Rui Oliveira, dem Luxemburger Luc Wirtgen und dem Polen Piotr Pekala die Fluchtgruppe des Tages. Anschließend lösten sich weitere zehn Fahrer aus dem Hauptfeld, darunter der Deutsche Florian Lipowitz, der Australier Jay Vine, der Belgier Laurens de Plus und der Slowene Jan Tratnik.

Pogacar lässt den Wahnsinn ausbrechen

Nachdem sich die 16 Fahrer beider Fluchtgruppen vereint haben, erhöhte die Slowenische Nationalmannschaft das Tempo im Hauptfeld. 100 Kilometer vor dem Ziel ging dann – offensichtlich für all seine Konkurrenten überraschend – Tadej Pogacar bereits in die Offensive. Der slowenische Topfavorit, der in diesem Jahr bereits den Giro d’Italia und die Tour de France für sich entschieden hat, konnte sofort eine Lücke reißen. Niemand konnte ihm folgen. Landsmann Jan Tratnik wartete auf ihn und fuhr ihn anschließend zur Spitzengruppe nach vorn. 80 Kilometer später attackierte Pogacar erneut und ließ – bis auf seinen UAE-Teamkollegen Pavel Sivakov aus Frankreich – auch all seine Begleiter der ehemaligen Fluchtgruppe einfach stehen. Das Peloton schien in Panik zu geraten. Die Belgier, Niederländer und US-Amerikaner versuchten, den Rückstand auf Pogacar in Grenzen zu halten. Doch die Helfer waren bereits müde und ständiges gegenseitiges Attackieren erschwerte die Aufholjagd.

O’Connor gewinnt Silber vor Van der Poel

Nach zahlreichen Attacken bei den Verfolgern konnte sich kurz vor dem Ziel der Australier Ben O’Connor lösen. Mit dem Gewinn der Silbermedaille dürfte er nach einer kräftezehrenden Vuelta a Espana sehr zufrieden sein. Der Niederländer Mathieu van der Poel sprintete auf Rang drei, wird als Vorjahressieger damit aber nicht ganz glücklich sein. Marc Hirschi fuhr als Schweizer Hoffnung auf Platz sechs. Die Deutschen verpassten trotz einer guten Ausgangsposition die Top Ten.



Qui passe à l’attaque à… 100 kilomètres de l’arrivée ? Tadej Pogacar !

Suivez les Championnats du monde de cyclisme sur Eurosport #Zurich2024 #LesRP pic.twitter.com/WaBaehJEEe

— Eurosport France (@Eurosport_FR) September 29, 2024



Tadej Pogacar se proclama campeón del mundo con una de las mayores exhibiciones de la historia y completa el triplete Giro, Tour y Mundial.

Lo has visto en @Eurosport_ES y @StreamMaxES. #Zurich2024 pic.twitter.com/BNmndmqoQh



— Eurosport.es (@Eurosport_ES) September 29, 2024



Stichworte:featuredRad-WMTadej PogacarWeltmeisterschaftWMZürich

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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