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Specialized Levo R im Test: Weniger Federweg, mehr Charakter?

24. Februar 2026 by Michael Faiß

Specialized Levo R

Test / E-MTB: Nichts war so mächtig und fühlte sich jemals so agil an – so oder so ähnlich lautet das Marketing-Versprechen aus Kalifornien. Das neue Specialized Levo R tritt an, um eine Lücke zu schließen, die im bisherigen Portfolio der Kalifornier schmerzhaft klaffte. Irgendwo zwischen dem abfahrtslastigen Levo 4 und dem filigranen Levo SL positioniert sich das „R“ als eine Art „Electric Rally“-Maschine. Weniger Federweg, weniger Gewicht, aber die volle Dröhnung Power. Geht diese Rechnung auf oder beschneidet man hier einen Alleskönner seiner größten Stärken? Wir haben das Bike, das die Karten im E-Trail-Segment neu mischen will, genau unter die Lupe genommen.

Das Konzept: Rally statt Sänfte

Manchmal muss man zwei Schritte zurückgehen, um einen großen Sprung nach vorn zu machen. Beim Specialized Levo R hat man sich in Morgan Hill auf das Wesentliche besonnen. Während das reguläre Levo Gen 4 mit üppigem Federweg, Mullet-Setup und robusten Komponenten tendenziell fast im Enduro-Teich fischt, ist das Levo R eine Rückbesinnung auf das klassische Trailbike. Agil, poppig, direkt.



Die Eckdaten klingen zunächst nach einem Downgrade, sind aber bei genauerem Hinsehen ein gezieltes Schärfen des Profils: 140 Millimeter Federweg an der Front, 130 Millimeter am Heck. Dazu setzt Specialized fast konsequent auf 29-Zoll-Laufräder vorne wie hinten (lediglich die kleinste Größe S1 kommt bauartbedingt als Mullet). Das Ziel ist klar: Das Levo R soll sich fahren wie ein analoges Trailbike, aber schieben wie ein Power-E-MTB.

Specialized Levo R
Optisch dem Levo 4 sehr ähnlich, in der Praxis eine andere Hausnummer: Das neue Levo R

Der Rahmen: Diät an den richtigen Stellen

Optisch muss man schon zweimal hinsehen, um das Levo R vom bekannten Levo 4 zu unterscheiden. Die Silhouette ist unverkennbar: Auch das von vielen ungeliebte bullige Unterrohr ist geblieben. Doch unter dem Lack hat sich einiges getan. Der Vollcarbonrahmen aus FACT 11m Fasern wurde einer strikten Diät unterzogen. Über ein halbes Kilogramm Gewichtsersparnis – genauer gesagt rund 530 Gramm – konnte Specialized im Vergleich zum Levo 4 Rahmen herausholen.



An vielen Ecken und Enden konnte Specialized am Rahmen des Levo R Gewicht sparen.

Wie macht man das? Durch unzählige Detailverbesserungen. Das Layup wurde optimiert, überschüssiges Material an der Dämpferaufnahme und den Umlenkhebeln entfernt und sogar Titan-Hardware verbaut. Dabei wurde jedoch nicht an den falschen Enden gespart: Der bewährte, großzügige Kettenstrebenschutz ist ebenso geblieben wie die praktische SWAT-Box im Unterrohr. Letztere ist ein Segen für alle, die den Rucksack gerne zu Hause lassen. Ein Ersatzschlauch, CO2-Kartusche und ein kleines Tool finden hier problemlos Platz, ohne am Rahmen zu klappern.



Geometrie für Kurvenräuber

Die Geometrie unterstreicht den sportlichen Anspruch. Mit einem Lenkwinkel, der sich mittels Lagerschalen zwischen 64° und 66° justieren lässt, und einem steilen Sitzwinkel von 77° positioniert das Bike den Fahrer zentral und effizient.
Apropos Einstellbarkeit: Specialized bleibt sich treu und bietet auch beim Levo R eine Spielwiese für Geometrie-Nerds. Neben dem verstellbaren Lenkwinkel gibt es einen Flip-Chip am Horst-Link, der die Kettenstrebenlänge um +/- 6 mm variiert (Standard ist „Short“), sowie einen Chip an der Dämpferaufnahme zur Tretlagerhöhenverstellung.

Geometrie Specialized Levo R

S1S2S3S4S5S6
Reach (in mm)400420455480505535
Stack (in mm)602607626638652667
Sitzrohr (in mm)375385405425445465
Oberrohr (in mm)539560592627649677
Steuerrohr (in mm)95100110125140155
Lenkwinkel (in °)64,86565656565
Sitzwinkel (in °)777777777777
Kettenstrebe (in mm)447447447447447447
Radstand (in mm)116011811215124612771309

Motor & Akku

Während mancher Konkurrent bei „leichten“ E-MTBs das Drehmoment drosselt, geht Specialized beim Levo R in die Vollen. Zum Einsatz kommt das Specialized 3.1 Antriebssystem – und das hat es in sich. Nach einem jüngsten Firmware-Update zählt das Antriebssystem nun zum Stärksten, was man derzeit auf dem Markt bekommen kann.



Geblieben sind nach dem Update auch die Leistungsunterschiede zwischen dem S-Works Motor und der regulären Variante, wenngleich sie kleiner geworden sind:

  • S-Works Modelle: Hier werkelt eine exklusive Abstimmung des 3.1 Motors, die bis zu 850 Watt Spitzenleistung und brachiale 111 Nm Drehmoment liefert.
  • Expert & Comp Modelle: Diese Varianten müssen sich mit „nur“ 810 Watt und 105 Nm begnügen. Ein Unterschied, der auf dem Papier existiert, in der Praxis für 99 % der Fahrer aber kaum spürbar sein dürfte.

Mit dem Dynamic MicroTune hat das Specialized 3.1 Antriebssystem zudem ein Ass im Ärmel, das auf dem Markt derzeit einzigartig ist: In 10 Stufen lässt sich hier die Progressivität der Leistungsentfaltung direkt während der Fahrt vom Lenker aus bestimmen. Vereinfacht gesagt: In jeder der 10 Stufen kann der Motor seine maximale Leistung bringen, man stellt lediglich ein, wie viel man selbst dafür treten muss. In der Praxis ist das gerade für sportliche Fahrer ein Game-Changer. Neu mit dem Update ist außerdem der 100% Unterstützungsfaktor in der niedrigsten Dynamic MicroTune Einstellung – hier wird grundsätzlich immer die Leistung des Fahrers vom System hinzugegeben.



Das modulare Batterie-Konzept und das schnellste Ladegerät am Markt

Ein Highlight des Levo R ist zweifellos das Energiemanagement. Auch wenn das voluminöse Unterrohr optisch vielen ein Dorn im Auge ist, bietet es handfeste Vorteile: Die seitliche Entnahme des Akkus ist mit nur einer Schraube sehr komfortabel. Ab Werk kommt auch das Levo R mit dem großen 840 Wh Akku. Das sorgt für Reichweiten, die auch ausgedehnte Tagestouren im Alpinen ermöglichen. Der Clou ist jedoch die Kompatibilität mit dem kleineren 600 Wh Akku, der in diesen Tagen (endlich) verfügbar sein soll.

Wer diesen separat erwirbt und einbaut, spart nicht nur signifikant Gewicht, sondern verändert auch den Schwerpunkt und damit das Handling des Bikes spürbar. Für die kurze Feierabendrunde oder den Shuttle-Tag kann das ein Gamechanger sein. Wem das immer noch nicht reicht, der kann zusätzlich einen 280 Wh Range Extender in den Flaschenhalter packen. Flexibler geht es kaum. Das i-Tüpfelchen wäre eine Wahlmöglichkeit für die Kunden schon ab Werk – aber vielleicht hilft da der Fachhändler, sollte man lieber den kleinen Akku als Standard haben wollen.



Gleich wie beim Levo 4 ist der Stand bei den Ladegeräten: Nur das S-Works bekommt ab Werk den 12A schnellen Smart Charger, der den 840 Wh Akku in unter einer Stunde (!) von 0 auf 80% lädt. Den beiden anderen Modellen liegt der 4A Charger bei, der aber dank der hohen Ladespannung von fast 60V dennoch schneller lädt als die meisten Mitbewerber – rund 90 Minuten dauert hier die Ladung auf 80%.

Fahrwerkstechnik: Der Geist aus der Flasche

Kommen wir zum vielleicht spannendsten technischen Detail: dem Fox Float Genie Dämpfer. Bei „nur“ 130 mm Federweg am Heck runzeln viele E-Mountainbiker skeptisch die Stirn. Reicht das für ein Bike, das über 20 Kilo wiegt? Die Antwort liefert die neue Genie-Technologie, eine Co-Produktion von Fox und Specialized.



Es handelt sich um einen Luftdämpfer mit zwei getrennten Positiv-Luftkammern. Das System arbeitet so:

  1. In den ersten 70 % des Federwegs sind beide Kammern offen. Das sorgt für ein extrem hohes Luftvolumen und eine sehr flache, fast stahlfederartige Kennlinie. Der Hinterbau spricht sahnig an und bietet viel Traktion im „Bump Zone“ Bereich.
  2. Auf den letzten 30 % des Hubs schließt das sogenannte Genie Band die äußere Luftkammer. Das Luftvolumen verringert sich schlagartig, was zu einer massiven Endprogression führt.

Das Resultat? Ein 130 mm Hinterbau, der sich nach deutlich mehr anfühlt und Durchschläge effektiv verhindert, ohne im mittleren Federweg durchzusacken.



Ausstattung: Leichter, aber auch haltbar?

Um das Gewicht zu drücken (wir sprechen von ca. 20 kg in der Top-Variante mit 600 Wh-Akku und ca. 21,2 kg mit großem Akku), musste Specialized bei der Ausstattung spitz rechnen. Das Levo R ist kein Enduro-Panzer, und das sieht man an den Specs.



An der Front arbeitet keine bullige 38er Gabel, sondern eine Fox 36 SL. Das spart Gewicht, kostet aber im extremen Gelände, bei schweren Fahrern oder grober Gangart etwas Steifigkeit. Auch bei den Bremsen geht man neue Wege: Statt der Sram Maven wie im Levo 4 kommen die Sram Motive Stopper zum Einsatz. Diese sind optisch schick und integrieren sich gut, sind aber eher im Trail- als im Downhill-Bereich angesiedelt.

Bei den Reifen setzt man auf den Specialized Purgatory (Grid Casing vorne, Grid Trail hinten). Ein Reifen, der super rollt, aber bei Nässe und steilem Gelände im Vergleich zum Butcher Federn lässt. Auch die Karkassenwahl könnte je nach Einsatzgebiet grenzwertig sein – wobei wir beim Test keine Probleme hatten.



Modellübersicht und Preise

Machen wir uns nichts vor: Specialized ist eine Premium-Marke, und das Levo R macht hier keine Ausnahme. Schnäppchenjäger müssen jetzt stark sein. Hier ist der Überblick über die drei zum Start verfügbaren Varianten:

Specialized Levo R S-Works – 13.999 €

Das „All-in“-Paket. Hier bekommt man den Motor mit 111 Nm, das Fox Factory Fahrwerk (inkl. Genie Dämpfer) und die elektronische Sram XX Eagle Transmission. Ein Alleinstellungsmerkmal ist das einteilige Roval Control SL Cockpit aus Carbon – extrem leicht, ergonomische Anpassungen sind jedoch leider nicht möglich, bzw. nur durch den Austausch des gesamten Cockpits. Dazu gibt es Roval Traverse SL Carbonlaufräder mit Industry Nine Hydra Naben und die kabellose RockShox Reverb AXS. Luxus pur für den, der es sich leisten kann (oder will).



Specialized Levo R Expert – 9.999 €

Der Vernunft-Kauf im High-End-Bereich (wenn man bei 10.000 Euro von Vernunft sprechen darf). Der Rahmen ist identisch zum S-Works (FACT 11m Carbon). Geschaltet wird mit der Sram GX Eagle Transmission, gebremst mit Sram Motive Bronze. Das Fahrwerk ist Fox Performance Elite – funktional auf Augenhöhe mit der Factory-Linie, nur ohne Kashima-Gold. Auch hier sind die hochwertigen Roval Traverse SL II Carbonfelgen verbaut, allerdings auf den etwas günstigeren I9 1/1 Naben. Verzichten muss man auf die elektrische Stütze; hier verrichtet eine mechanische X-Fusion Manic ihren Dienst.

Specialized Levo R Comp – 7.999 €



Der Einstieg in die R-Welt. Auch hier bekommt man den leichten Carbon-Rahmen. Das Fahrwerk besteht aus Fox 36 Rhythm und Float Performance Dämpfer. Geschaltet wird mit der günstigsten Transmission Gruppe aus dem Hause Sram, der S-1000. Die Laufräder sind hier aus Aluminium. Mit 105 Nm und 810 Watt ist man motorseitig aber immer noch im oberen Regal unterwegs.

Specialized Levo R S-WorksSpecialized Levo R ExpertSpecialized Levo R Comp


Antrieb: Specialized 3.1 S-Works
Akku: 840 Wh
Ladegerät: 12A Smart Charger
Gabel: Fox 36 SL Factory GripX
Dämpfer: Fox Float Factory Genie
Schaltung: Sram XX Transmission
Bremsen: Sram Motive Ultimate 200/200 mm
Laufräder: Roval Traverse SL II / I9 Hydra
Stütze: RockShox Reverb AXS

Gewicht (840 Wh): 21,16 kg
Gewicht (600 Wh): 19,96 kg
Preis: 13.999 Euro





Antrieb: Specialized 3.1
Akku: 840 Wh
Ladegerät: 4A Standard Charger
Gabel: Fox 36 SL Performance Elite GripX
Dämpfer: Fox Float Performance Elite Genie
Schaltung: Sram GX Transmission
Bremsen: Sram Motive Bronze 200/200 mm
Laufräder: Roval Traverse SL II / I9 1/1
Stütze: X-Fusion Manic

Gewicht (840 Wh): 21,76 kg
Gewicht (600 Wh): 20,56 kg
Preis: 9.999 Euro

Antrieb: Specialized 3.1
Akku: 840 Wh
Ladegerät: 4A Standard Charger
Gabel: Fox 36 SL Performance GripX
Dämpfer: Fox Float Performance Genie
Schaltung: Sram GX Transmission
Bremsen: Sram Motive Bronze 200/200 mm
Laufräder: Specialized Alloy 30mm
Stütze: X-Fusion Manic



Gewicht (840 Wh): 22,34 kg
Gewicht (600 Wh): 21,14 kg
Preis: 7.999 Euro



Das Specialized Levo R auf dem Trail

Genug der Theorie. Wie fährt sich das „Electric Rally“ Konzept in der Praxis? Wir konnten das Bike bereits über die Trails jagen und der erste Eindruck ist: Überraschung!

Rahmen Fact 11m Carbon
Federgabel Fox 36 SL Factory GripX
Antrieb Specialized 3.1 S-Works
Akku 840 Wh
Dämpfer Fox Float Factory Genie
Laufräder Roval Traverse SL II / I9 Hydra
Reifen VR Specialized Purgatory T9 GRID
Reifen HR Specialized Purgatory T7/T9 GRID Trail
Schaltwerk Sram XX Transmission
Schalthebel Sram AXS Pod
Kurbel Sram XX Transmission
Umwerfer Ohne
Bremse Sram Motive Ultimate
Bremsscheiben Sram HS2 200/200 mm
Sattelstütze RockShox Reverb AXS 200mm (ab S4)
Sattel Specialized S-Works Power Mirror
Vorbau Roval Control SL Cockpit
Lenker Roval Control SL Cockpit

Wer vom Levo 4 kommt, wird sich kurz die Augen reiben. Trotz der optischen Ähnlichkeit ist das Fahrgefühl ein völlig anderes. Das Levo R wirkt deutlich leichtfüßiger, verspielter. Das geringere Gewicht und die straffere Auslegung machen es zu einem unglaublich spaßigen Bike mit jeder Menge Pop. An kleinen Kanten abziehen? Jederzeit. In den Anlieger pressen? Mit Vergnügen. Für den Test durften wir auf dem S-Works Top-Modell in Rahmengröße S5 Platz nehmen.



Fahrwerk und Kletterperformance

Der Genie-Dämpfer hält, was er verspricht. Die 130 mm fühlen sich nach deutlich mehr an. Das Ansprechverhalten ist butterweich, fast gespenstisch gut für so wenig Federweg. Doch sobald es ruppig wird, macht der Hinterbau im positiven Sinne „zu“ und bietet Reserven. Nach etwas Eingewöhnung funktioniert das auch sehr gut. Anfangs hat uns der Kontrast zwischen der Schluckfreudigkeit zu Beginn des Federwegs und der starken Endprogression ein paar Mal überrascht – doch nach einigen Abfahrten konnten wir regelrecht mit dieser „Grenze“ spielen und der Hinterbau glänzte mit Nehmerqualitäten, die für seine 130 mm fast gespenstisch sind.



Bergauf profitiert das Levo R enorm vom 29-Zoll-Hinterrad (beim normalen Levo ist es ein 27,5er). Die Traktion ist hervorragend, und dank der Power des 3.1 Motors schiebt man sich auch technische Uphills hinauf, die mit einem Light-E-MTB zur Qual würden. Die Front bleibt dabei auch dank des steilen Sitzwinkels gut am Boden.

Trail-Performance und Ausstattung

Das Bike belohnt eine aktive Fahrweise und setzt Impulse des Fahrers – sei es beim Anlupfen über Wurzeln oder beim Hineinwerfen in enge Kurvenkombinationen – mit einer Direktheit um, die das Levo 4 in dieser Intensität vermissen lässt. Diese Eigenschaft macht das Rad zu einer echten Flowtrail-Maschine, die den Untergrund nicht einfach planiert, sondern dem Fahrer ein klares Feedback gibt. Auch wenn es technisch anspruchsvoller wird, bleibt das Fahrwerk souverän; man muss zwar seine Linien etwas präziser wählen als auf einem 160-Millimeter-Enduro, doch gerade diese Herausforderung verleiht dem Levo R seinen besonderen Charakter und hohen Spaßfaktor.



Kritikpunkte im Detail

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Reifenwahl (Purgatory vorne und hinten) ist für trockene, schnelle Trails in Kalifornien sicher ideal. Im mitunter feuchten europäischen Wald oder auf grobem Schotter kommt der Vorderreifen aber schnell ans Limit. Ein Wechsel auf einen griffigeren Butcher an der Front dürfte für viele das erste Tuning-Upgrade sein. Wer außerdem ein paar Kilo mehr auf die Waage bringt oder vor dem Steinfeld gerne die Bremse offen lässt, sollte zudem über eine stabilere Karkasse am Heck nachdenken. Ein paar Gramm Mehrgewicht könnten an dieser Stelle gut angelegt sein. Auch die Sram Motive Bremsen polarisieren. Für den vorgesehenen Einsatzzweck als Trailbike ist die Leistung mit 200 mm Scheiben ausreichend, aber schwere Fahrer oder Alpen-Crosser könnten hier den bissigen Anker vermissen.



Fazit: Specialized Levo R S-Works

Pro

  • Flinkes Handling
  • Überraschende Nehmerqualitäten
  • Kräftiger Antrieb
  • Modulares Akkukonzept

Contra

  • Kostspielig
  • Reifenwahl grenzwertig

Fakten

RahmenmaterialCarbon
Laufradgröße29 Zoll
AntriebstypSpecialized 3.1
Federweg140 / 130 mm
Gewicht21,3 kg (S5)
Preis13.999 Euro
Web www.specialized.com
DownhillUphill
 
LaufruhigAgil
 
Das Specialized Levo R ist genau das Bike, auf das viele gewartet haben, ohne es zu wissen. Es adressiert den größten Kritikpunkt am Levo 4 – das Gewicht und sein starker Fokus auf die Abfahrt – und kombiniert dies mit der Power, die SL-Fahrern oft fehlt. Es ist ein Trailbike im besten Sinne: Potent genug für fast alles, was der Normalbiker unter die Stollen nimmt, aber agil genug, um auch auf flacheren Trails Spaß zu machen. Besonders mit dem optionalen 600 Wh Akku erwacht das Bike so richtig zum Leben und wird zur Trail-Rakete. Der Preis ist, typisch Specialized, eine Ansage. Doch dafür bekommt man ein technologisch extrem ausgereiftes Paket. Wer nicht jede Woche im Bikepark Downhill-Strecken ballert, sondern ein Bike für die ausgedehnte Tour mit hohem Trailanteil sucht, findet im Levo R vielleicht den derzeit besten Kompromiss auf dem Markt.
Stichworte:#VMmtbE-MTBfeaturedSpecializedSpecialized Levo

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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