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Produktnews

Magura Vyron MDS-V3: Neue kabellose Variostütze

21. November 2022 by Michael Faiß

Produktnews: Mit der Magura Vyron MDS-V3 präsentiert der Hersteller von der Schwäbischen Alb die dritte Version seiner kabellosen Variostütze. Von Grund auf neu Entwickelt dürfte sie ein direkter Konkurrent für die Reverb AXS aus dem Hause RockShox sein.

Elektronische, kabellose Komponenten am Fahrrad und MTB sind in den vergangenen zwei, drei Jahren so richtig auf dem Markt angekommen. Nur wenige wissen, dass Magura schon weit früher ein entsprechendes Bauteil im Programm hatte: Die Magura Vyron Variostütze, die bereits 2015 (!) vorgestellt wurde. So revolutionär ihre kabellose Ansteuerung zur damaligen Zeit jedoch auch war, in puncto Performance konnte sie nicht mit der etablierten Konkurrenz mithalten – vor allem das verhältnismäßig behäbige Ansprechen war am MTB ein Problem. Zwar wurde die Vyron stetig weiterentwickelt und verbessert, die Lücke zur etablierten Konkurrenz konnte sie jedoch nie ganz schließen. Das soll sich jetzt jedoch ändern – mit der neuen Magura Vyron MDS-V3.



Mehr Geschwindigkeit

Von Grund auf neu hat man die Stütze entwickelt – natürlich weiterhin kabellose mit einer elektronisch-hydraulischen Ansteuerung in der Stütze selbst. Der Fokus lag hier vor allem auf der Geschwindigkeit und damit hat man sich dem wohl größten Kritikpunkt der bisherigen Vyron-Stützen angenommen. Magura verspricht mit der Vyron MDS-V3 ein Gefühl wie mit einer „normalen“ Variostütze, ohne Verzögerung mit der gleichen Bedienlogik. Um das zu erreichen, hat man keinen Stein auf dem anderen gelassen – bei der Übertragungstechnik wechselt die neue Vyron auf Bluetooth anstelle des viel langsameren ANT+ beim Vorgänger. Auch der Stellmotor in der Stütze selbst soll nun sehr viel schneller arbeiten. Das Ergebnis: Ein Druck auf die neue Steuereinheit entriegelt die Stütze – so lange, bis man den entsprechenden Button wieder loslässt. Eben so, wie man es von einer Variostütze gewohnt ist.

Das neue Innenleben soll die Geschwindigkeit verbessern.

Wechselbare Batterie statt Akku

Die deutlich ergonomischere Steuereinheit kann nun problemlos per Klemmschelle, Shiftmix oder Sram Matchmaker am Lenker befestigt werden. Eigene Wege geht der süddeutsche Hersteller bei der Energieversorgung. Während man die Knopfzelle in der Remote so beispielsweise auch vom Sram AXS System kennt, verzichtet Magura auch an der Stütze selbst auf einen aufladbaren Akku. Stattdessen steckt unter einer verschraubten Abdeckung eine CR2 Batterie, die man in jedem Elektronikmarkt bekommen kann (Kostenpunkt: ca. 4 Euro).



Die Remote lässt sich entweder mit einer eigenen Schelle oder per Shiftmix bzw. Matchmaker am Bremshebel befestigen.
Unter einer gedichteten Abdeckung sitzt die CR2 Batterie…
… so ist die neue Vyron auch für widrigste Bedingungen gewappnet.

Magura verspricht damit eine beeindruckende Laufzeit von ca. einem Jahr. So spielt dann auch der etwas umständlichere Wechsel keine große Rolle mehr. Einer der Gründe, weshalb man sich gegen einen wechselbaren Akku entschieden hat, ist die Abdichtung: Dank der verschraubten und gedichteten Abdeckung hat die Stütze nämlich eine IP67 Zertifizierung, kann also sogar für kurze Zeit komplett unter Wasser getaucht werden.



Erhältlich ist die Magura Vyron MDS-V3 in vier Hüben, 100 mm, 125 mm, 150 mm und 175 mm, wobei es sich jedoch nur um zwei unterschiedliche Stützen handelt. Die Varianten mit 100 und 125 bzw. 150 und 175 lassen sich je auf die andere Länge umbauen – auch von den Endkunden selbst. Bei den Durchmessern hat man die Wahl zwischen 30,9 und 31,6 mm. Das Gewicht soll bei ca. 700 g für die Stütze und 40 g für das Bedienteil liegen, jeweils ohne Batterie.

Mit einer UVP von 579,90 Euro ist die Magura Vyron MDS-V3 deutlich günstiger als ihre direkte Konkurrenz, die RockShox Reverb AXS. Umso gespannter sind wir, wie sich die neue Magura Stütze in der Praxis schlägt.



Web

www.magura.com

Stichworte:Dropper PostMaguraSattelstützeVariostützeVyron

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

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