Velomotion logo Velomotion small logo
Search icon
  • Produktnews
  • Radsport
  • Tests
    • Kompletträder
    • Komponenten
    • Zubehör
  • Ratgeber
    • Kaufberatung
    • Leasing
    • Recht
    • Werkstatt
    • Radreise

AllgemeinProduktnews

Colnago TT2 Prototype: Das neue Zeitfahrrad von Tadej Pogacar

28. April 2026 by Florian Nowak

Produktnews: Mit dem TT2 Prototype bringt Colnago ein neues Zeitfahrrad an den Start – und niemand Geringerer als Tadej Pogačar wird es erstmals im Renneinsatz bewegen. Beim heutigen Prolog-Zeitfahren der Tour de Romandie am 28. April soll der Slowene auf dem Prototypen des neuen TT2 sitzen. Die Serien- beziehungsweise Händlerversion ist laut Colnago ab Ende September 2026 für das Händlernetz vorgesehen.

Das neue Colnago TT2 versteht sich nicht als radikaler Bruch mit dem bisherigen TT1, sondern als konsequente Weiterentwicklung. Das TT1 gilt bereits als eines der aerodynamisch stärksten Zeitfahrräder im WorldTour-Feld und wird von UAE Team Emirates sowie UAE Team ADQ eingesetzt. Genau hier lag für Colnago die Herausforderung: Gewicht deutlich reduzieren, ohne die aerodynamische Performance zu verlieren.



550 Gramm weniger am Rahmenset

Die wichtigste Zahl: Colnago gibt für das TT2 eine Gewichtsreduktion von 550 Gramm beim Rahmenset an. Gemeint sind Rahmen, Gabel und Sattelstütze. Gerade im modernen Zeitfahren ist das ein relevanter Schritt. Die Zeiten, in denen Zeitfahrstrecken fast ausschließlich flach, gerade und gleichmäßig waren, sind längst vorbei. Immer häufiger enthalten Kurse kurze Anstiege, technische Passagen oder Abschnitte, in denen wiederholte Beschleunigungen gefragt sind.

Genau hier soll das TT2 Vorteile bringen. Ein leichteres Rahmenset kann vor allem auf welligen oder anspruchsvollen Kursen entscheidend sein – besonders für Fahrer wie Pogačar, der ohnehin zu den stärksten Kletterern und explosivsten Fahrern im Peloton zählt.

Aerodynamik auf Top-Niveau

Trotz der deutlichen Gewichtsersparnis soll Colnago bei der Aerodynamik nicht nur das Niveau des TT1 halten, sondern sogar leichte Verbesserungen erzielt haben. Laut Hersteller spart das TT2 gegenüber dem TT1 rund zwei Watt bei 50 km/h. Gemessen wurde dies als gewichteter Durchschnitt über verschiedene Anströmwinkel, also über sogenannte Yaw-Angles hinweg.



Colnago TT2 Tadej Pogacar

Zwei Watt klingen auf den ersten Blick überschaubar. Im hochoptimierten Bereich moderner WorldTour-Zeitfahrräder ist das jedoch durchaus bemerkenswert – vor allem dann, wenn gleichzeitig mehr als ein halbes Kilogramm Gewicht eingespart wird. Colnago scheint beim TT2 also nicht einfach Material entfernt zu haben, sondern das Gesamtsystem neu austariert zu haben.

Mehr Stabilität bei Seitenwind

Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt betrifft die Fahrstabilität. Seitenwind ist bei Zeitfahrrädern ein zentrales Thema, weil großflächige Rohrformen, Scheibenräder und tiefe Cockpitpositionen anfällig für seitliche Kräfte sein können. Colnago gibt an, dass das TT2 die Auswirkungen dieser Querkräfte deutlich reduziert.



Das soll dem Fahrer mehr Kontrolle geben, Korrekturbewegungen im Sattel verringern und am Ende ebenfalls Tempo bringen. Gerade auf langen Zeitfahrabschnitten kann ein stabileres Rad helfen, die aerodynamische Position länger und ruhiger zu halten. Für Profis ist das ein Performance-Faktor, für ambitionierte Amateurfahrer ein Sicherheits- und Komfortgewinn.

Colnago TT2 – Vier Größen, bessere Passform

Das TT2 wird in vier Größen entwickelt: XS, S, M und L. Alle Größen wurden bereits den Fahrerinnen und Fahrern von UAE Team Emirates und UAE Team ADQ zur Verfügung gestellt. Interessant ist dabei die überarbeitete Größenlogik.



Die Größe S bleibt laut Colnago unverändert. Neu ist eine XS-Größe, während M und L nun mit einem deutlich höheren Frontbereich kommen. Das soll eine bessere Zeitfahrposition für eine größere Bandbreite an Fahrern ermöglichen und gleichzeitig verhindern, dass sehr hohe Spacer-Aufbauten oder extreme Extension-Tower nötig werden.

Colnago TT2 Tadej Pogacar

Tadej Pogačar wird den TT2-Prototypen in Größe S fahren.



Auch für Amateure relevanter

Colnago betont außerdem, dass das System vereinfacht wurde. Ziel sei es, das Rad zugänglicher und benutzerfreundlicher für den Amateurmarkt zu machen. Das ist ein wichtiger Punkt, denn moderne Zeitfahrräder sind technisch oft komplex: integrierte Cockpits, spezielle Spacer-Lösungen, enge Einstellbereiche und aufwendige Wartung können für Hobbysportler schnell zur Hürde werden.

Wenn Colnago das TT2 tatsächlich leichter, aerodynamisch stärker und gleichzeitig einfacher handhabbar macht, könnte das Rad nicht nur im Profibereich interessant werden, sondern auch für Triathleten und ambitionierte Zeitfahrer, die ein WorldTour-nahes Setup suchen.

Colnago TT2 – Ein Prototyp mit klarer Richtung

Mit dem TT2 Prototype zeigt Colnago, wohin sich moderne Zeitfahrräder entwickeln: weg vom reinen Aero-Monster, hin zu einem ausgewogeneren Gesamtsystem. Gewicht, Aerodynamik, Stabilität, Handling und Einstellbarkeit müssen zusammenpassen.



Für Tadej Pogačar dürfte das neue Rad besonders spannend sein. Der Slowene ist kein klassischer Spezialist, der nur auf flachen Zeitfahrstrecken glänzt. Seine Stärke liegt gerade darin, unterschiedlichste Profile aggressiv fahren zu können. Ein leichteres, stabiles und weiterhin extrem aerodynamisches Zeitfahrrad passt daher perfekt zu seinem Fahrertyp.

Der erste Renneinsatz beim Prolog der Tour de Romandie wird zeigen, wie sich das neue Colnago TT2 unter Wettkampfbedingungen schlägt. Klar ist schon jetzt: Wenn Pogačar auf einem neuen Zeitfahr-Prototypen sitzt, wird die Szene genau hinschauen.

WEB: colnago.com



Stichworte:ColnagoColnago TT2featuredNewsTadej PogacarTour de RomandieTT-BikeZeitfrahrrad

Über Florian Nowak

Florian Nowak ist Radprofi auf EuropeTour Ebene und war schon bei vielen internationalen Rennen am Start. Bei der deutschen Meisterschaft 2017 war er bester nicht WorldTour Profi auf Platz 7 und konnte sich somit für die Tour de L'Avenir und die Weltmeisterschaften empfehlen. Er fühlt sich aber nicht nur auf dem Rennrad wohl, immer wieder zieht es ihn auch ins Gelände. Neben dem Sport arbeitet er an seinem zweiten Standbein und hat sein BWL Studium an der LMU München abgeschlossen.

Deruiz Mica Pro

Deruiz Mica Pro im Test: 110 Nm, Gates-Riemen, 150 kg Zuladung – 2799 Euro!

Bumbinos Mudguards für Kinder

Neue schwedische Marke für Kinder-Schutzbleche: Bumbinos Mudguards für Kinder

Lapierre Pulsium 8.0 2026: Allroad-Sportler aus Frankreich

Focus Aventura² FS: Neues Komfort-Fully für Trekking und Alltag

Specialized und Evenepoel: Ein Deal für die Ewigkeit

Hausbesuch bei TQ E-Bike: Ein Blick hinter die Kulissen am Ammersee

SRAM S500 Schaltgruppe

Das Ende für GX, X01 und XX1: SRAM Eagle S-Serie Schaltgruppen

Lock-On-Griff mit Slip-On-Komfort: SDG präsentiert den neuen Open Core Thrice Grip

Specialized S-Works Demo 11

Entwickelt für Geschwindigkeit: Specialized S-Works Demo 11

Neue TRP EVO EXPERT und EVO COMP Bremsen

Racing-DNA für den Trail: Neue TRP EVO EXPERT und EVO COMP Bremsen

Lenklock Gewinnspiel

Verstecktes Alltagshelferlein schafft Sicherheit: Lenklock Kabelschloss im Test

Das brandneue Marin TAM

Eine Liebeserklärung ans Cross-Country-Mountainbiken: Das brandneue Marin TAM

Gewinne ein Lenklock Kabelschloss: Praktischer Alltagsbegleiter, der im Lenker lebt

Specialized Turbo Vado 3: Hightech E-Bike für den Alltag

Ähnliche Beiträge

  • Flyer Gotour & Goroc X: Schweizer E-Bike Neuheiten im ersten Test
  • Squeezy Dispenser System: Die praktische und nachhaltige Energy Gel-Alternative
  • Specialized und Evenepoel: Ein Deal für die Ewigkeit
  • Hausbesuch bei TQ E-Bike: Ein Blick hinter die Kulissen am Ammersee
  • Das Ende für GX, X01 und XX1: SRAM Eagle S-Serie Schaltgruppen
  • Velomotion Team
  • Mediafacts
  • Impressum
  • Datenschutz/ DSGVO

© 2026 · Velomotion GmbH