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Radsport: Tirreno-Adriatico #4: Mikel Landa beeindruckend, Thomas im Pech

10. März 2018 by Michael Behringer

Mikel Landa

Radsport: Mikel Landa (Movistar) hat auf der vierten Etappe von Tirreno-Adriatico seine Stärke unter Beweis gestellt. Der Spanier sprintete im Schlussanstieg zuerst zur Spitzengruppe nach vorn, um dann am Ende auch den Sprint um den Tagessieg zu gewinnen. Zweiter wurde Rafal Majka (Bora-hansgrohe) vor George Bennett (LottoNL-Jumbo). Geraint Thomas (Sky) hatte technische Probleme und verlor dadurch das Blaue Trikot an Damiano Caruso (BMC).
[gap height=“20″] Mikel Landa Tirreno-Adriatico Profil 4. Etappe
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Nicola Bagioli & Jacopo Mosca unermüdlich

Die vierte Etappe von Tirreno-Adriatico wurde – anders als bei Paris-Nizza in Frankreich – bei strahlendem Sonnenschein absolviert. Zumindest teilweise. Von Foligno mussten die Fahrer bis nach Sarnano Sassotetto 219 Kilometer zurücklegen. Wenig überraschend erneut Teil der Ausreißergruppe waren Nicola Bagioli (Nippo-Vini Fantini-Europa Ovini) und Jacopo Mosca (Wilier Triestina-Selle Italia). Die beiden Italiener waren – abgesehen vom Mannschaftszeitfahren zu Beginn – bislang an jedem Tag auf der Flucht. Und das lohnt sich für beide, denn während Mosca die Punktewertung ins Visier genommen hat, sahnt Bagioli immer bei der Bergwertung ab. Das heutige Sextett komplettierten Mads Pedersen (Trek-Segafredo), Antoine Duchesne (Groupama-FDJ), Krists Neilands (Israel Cycling Academy) und Aleksandr Vlasov (Gazprom-RusVelo). Leider nach 80 Kilometern aus dem Rennen ausgestiegen ist Tom Dumoulin (Sunweb). Der Sieger des Giro d’Italia rutschte auf der Ausbesserung eines Asphaltstücks aus und zog sich einige Schürfwunden zu.

Mikel Landa springt einfach kurz nach vorn

Fast über die komplette Etappe hinweg gab das Team Sky im Peloton das Tempo vor. Dennoch ließ man die Ausreißer davon ziehen. 20 Kilometer vor dem Ziel betrug ihr Vorsprung noch rund 2:40 Minuten. Schließlich stiegen die Teams Mitchelton-Scott und Astana mit ein und der Vorsprung sank rapide in sich zusammen. Vlasov und Neilands konnten sich noch eine Weile vorn halten, wurden dann jedoch im Schlussanstieg gestellt. Dieser war mit einer Länge von 11,8 Kilometern und einer durchschnittlichen Steigung von 7,2 Prozent ein echter Härtetest. Miguel Angel Lopez (Astana) setzte die erste Attacke. Rafal Majka (Bora-hansgrohe), Fabio Aru (UAE Team Emirates) und Ben Hermans (Israel Cycling Academy) setzten nach. Geraint Thomas ließ auf der Verfolgung des Quartetts seine Teamkollegen ackern, doch man kam nicht näher. Ganz anders Mikel Landa (Movistar). Der Spanier sprang 2,5 Kilometer vor dem Ziel nach vorn, während Miguel Angel Lopez unter Krämpfen leidend zurückfiel.



Geraint Thomas mit Pech – Chris Froome als Helfer

Obwohl selbst Chris Froome (Sky) dann der Gruppe seiner Teamkollegen nicht mehr folgen konnte, kam sie dem neu formierten Quartett nicht wirklich näher. 1,2 Kilometer vor dem Ziel setzte Romain Bardet (AG2R La Mondiale) einen Angriff. Im selben Moment riss Geraint Thomas (Sky) die Kette. Anschließend wurde der Leader von Chris Froome unterstützt, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Es ging Schlag auf Schlag, denn erst auf den letzten 800 Metern attackierte mit George Bennett (LottoNL-Jumbo) der nächste starke Bergfahrer. Der Neuseeländer schloss – wie eben schon Mikel Landa – mit einem einzigen Kraftakt die Lücke zur Spitzengruppe. Im Sprint um den Tagessieg war aber auch er machtlos, denn Mikel Landa spielte seine Stärke eindrucksvoll aus und gewann letztendlich souverän. Das Blaue Trikot des Gesamtführenden bekam aber ein ganz Anderer: Damiano Caruso (BMC).

#LastKm of the stage. @MikelLandaMeana gets 1st win wearing @Movistar_Team jersey. 14 pro-wins for him. 1st victory of the season. pic.twitter.com/t3GwVTE9Q8

— Brain on Wheels 🚲 (@BrainOnWheels) 10. März 2018



Stichworte:Geraint ThomasMikel LandaNewsTirreno-Adriatico

Über Michael Behringer

Radsport mit all seinen Taktiken, Etappenanalysen, Platzierungen und Prognosen sind die große Leidenschaft von Michael Behringer. Im Jahr 1996 hat er seine erste Tour de France verfolgt. Seitdem beobachtet er nahezu jedes Rennen. Seine Passion Radsport begleitet ihn also seit über zwei Jahrzehnten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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