Velomotion logo Velomotion small logo
Search icon
  • Produktnews
  • Radsport
  • Tests
    • Kompletträder
    • Komponenten
    • Zubehör
  • Ratgeber
    • Kaufberatung
    • Leasing
    • Recht
    • Werkstatt
    • Radreise

KomponentenTests

Specialized 3.1 Motor-Update im Test: Mehr Power, konstante Leistung und neues Fahrgefühl?

5. März 2026 by Michael Faiß

Test / E-MTB: Es ist noch kein ganzes Jahr her, dass Specialized den 3.1 Antrieb zusammen mit der aktuellen Levo-Generation vorgestellt hat. Nun haben die US-Amerikaner ein umfassendes Software-Update nachgeschoben, das den Motor in neue Leistungsdimensionen hebt. Wir hatten sowohl den Standard-Motor als auch die S-Works-Variante auf dem Prüfstand und im Praxistest. Ob die neuen Zahlen auch auf dem Trail überzeugen und wo das System an seine Grenzen stößt, klärt unser Test.

Im stark umkämpften Markt der E-Mountainbike-Antriebe dreht sich die Spirale aus Drehmoment und Spitzenleistung unaufhörlich weiter. Specialized hat mit einem kürzlich veröffentlichten Software-Update für seine 3.1 Antriebe ordentlich an der Leistungsschraube gedreht. Das Update, das Hand in Hand mit der Präsentation neuer Modelle ausgerollt wurde, bringt teilweise mehr Drehmoment, eine höhere Spitzenleistung und Anpassungen beim Ansprechverhalten. Um herauszufinden, wie sich diese Änderungen auswirken, haben wir das System einem harten Prüfstand-Szenario unterzogen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Frage, wie groß der viel diskutierte Leistungsunterschied zwischen dem regulären 3.1 Motor und dem prestigeträchtigen S-Works-Aggregat tatsächlich ausfällt.



Mehr Watt per App: Specialized 3.1 Motoren erhalten signifikanten Power-Boost

Veröffentlicht: 17. Februar 2026

Produktnews / E-MTB: In den allermeisten Fällen enthalten Updates für E-Bike Antriebssysteme allenfalls kleinere Verbesserungen, vielleicht mal ein neues Feature. Doch das Update, das ab sofort (Stand: 17.02.2026) für die Specialized 3.1 Antriebe verfügbar ist, liefert mehr: Mit deutlich mehr Leistung, einer überarbeiteten Schiebehilfe, einem verfeinertem Micro Tune und diversen Detailverbesserungen im Ansprechverhalten schnüren die […]

0 Kommentare

Leistungssprung durch Software: Eine neue Motoren-Generation

Blickt man auf die rohen Messdaten, wird schnell deutlich, dass sich der Markt derzeit in zwei Klassen aufteilt. Auf der einen Seite stehen die Antriebe der „Vorgänger-Generation“, zu denen Motoren wie der Bosch Performance Line CX Gen 4, der Shimano EP801 oder auch der alte Specialized 2.2 zählen. Diese pendeln sich in der Regel bei einer Spitzenleistung zwischen 550 und 600 Watt ein. Auf der anderen Seite formiert sich eine neue Riege von Hochleistungs-Aggregaten, zu denen der Avinox M1, der neue Bosch CX Gen 5 und eben der aktualisierte Specialized 3.1 gehören.



Nach dem Software-Update platziert sich der Specialized-Antrieb endgültig im absoluten Spitzenfeld. Schon der reguläre 3.1 Motor liefert bei einer Trittfrequenz von 75 Umdrehungen pro Minute Leistungswerte, die sich auf dem Niveau der stärksten Konkurrenten wie dem Bosch CX Gen 5 bewegen. Ein Blick auf den S-Works-Motor zeigt jedoch, dass Specialized hier nochmals deutlich nachlegt: Das Topmodell rückt dem bisherigen Klassenprimus Avinox M1 (gemessen im 850-Watt-Setting) bedrohlich nahe. Wer sich tiefgehender für die exakten Leistungskurven, den direkten Vergleich verschiedener Motoren und unsere detaillierten Testmethoden interessiert, findet sämtliche Prüfstandswerte modern und interaktiv aufbereitet auf der neuen Website https://www.ebike-lab.de

Unterstützungsfaktor und Kadenz-Verhalten

In der Praxis äußert sich diese Leistungsfähigkeit in einem enormen Unterstützungsfaktor. Für unsere Messungen haben wir den Shuttle-Modus auf das Maximum gestellt, um die absolute Grenze der Antriebe zu eruieren. Der Standard 3.1 Motor verstärkt die Eigenleistung des Fahrers dabei um über 500 Prozent – deutlich mehr als die von Specialized offiziell kommunizierten 400 Prozent. Der S-Works-Motor setzt noch einen drauf und durchbricht in der Spitze die Marke von 600 Prozent. Die Eigenleistung wird hier also mehr als versechsfacht.



Besonders spannend wird es bei der Betrachtung der Kadenz-Abhängigkeit. Hierfür haben wir bei einer realistischen Eingangsleistung von 130 Watt getestet, wie der Motor bei unterschiedlichen Trittfrequenzen reagiert. Der S-Works-Motor liefert sich hier einen direkten Schlagabtausch mit dem Avinox M1. Bei niedrigen Kadenzen liegt der S-Works dank seines dauerhaft anliegenden Drehmoments von 111 Nm sogar leicht vorne. Erst bei sehr hohen Trittfrequenzen um 125 bis 130 Umdrehungen pro Minute fällt die Leistungskurve beim Specialized leicht ab. Für Extrem-Uphills mit extrem kleinen Gängen könnte hier noch etwas mehr Support wünschenswert sein, für den sportlichen Alltag ist dies jedoch kaum relevant.

Gibt man dem System den nötigen Input bei optimaler Trittfrequenz, durchbricht der S-Works-Motor deutlich die Grenze von 800 Watt (gemessen bei 810 Watt). Der Standard-Motor pendelt sich bei Werten um 720 bis 730 Watt ein. Diese brachiale Leistungsentfaltung des S-Works-Antriebs bringt übrigens ein kurioses Detail für Rennfahrer mit sich: Da die Leistung die von der UCI festgesetzte Grenze von 750 Watt für E-Bike-Rennen überschreitet, ist das S-Works-Modell in offiziellen UCI-Wettbewerben fortan nicht mehr zugelassen. Der Standard-Motor bleibt hingegen legal. Ob die Produktpolitik, dem Topmodell exklusiv die stärkste Software-Abstimmung zu spendieren, kundenfreundlich ist, darf an dieser Stelle diskutiert werden. Fest steht jedoch: Auf dem Trail ist der Leistungsunterschied spürbar, auch wenn er für die allermeisten Fahrer nicht zwingend den Aufpreis rechtfertigt.



Thermik und Derating: Abrupter Leistungsabfall unter Volllast

Wer viel Leistung abgibt, produziert auch Abwärme. Um das thermische Verhalten (Derating) zu prüfen, wurde das System dauerhaft mit 250 Watt Eingangsleistung bei einer Kadenz von 75 U/min belastet. In diesem Torture-Test liefert der S-Works-Motor durchgängig rund 750 Watt Output. Nach etwa 15 bis 16,5 Minuten erreicht das Gehäuse eine Temperatur von knapp über 90 Grad Celsius. An diesem Punkt greift die Motorschutz-Software ein: Die Leistung wird schlagartig und abrupt um etwa 20 bis 25 Prozent gedrosselt. Der schwächere Standard 3.1 Antrieb hält in diesem Szenario aufgrund der geringeren Leistungsabgabe knapp 20 Minuten durch, bevor er ein identisches Derating-Verhalten zeigt.



Dieser Einbruch fühlt sich in der Praxis so an, als würde man plötzlich eine Unterstützungsstufe herunterschalten. Anders als bei Antrieben von Bosch, die deutlich früher, dafür aber sanfter und für den Fahrer unauffälliger die Leistung reduzieren, ist das Eingreifen bei Specialized sehr direkt. Positiv zu vermerken ist jedoch: Gegenüber der Software-Version vor dem Update haben sich die thermischen Limits leicht nach oben verschoben, weshalb der Motor nun trotz höherer Leistung sogar etwas länger durchhält, bevor das Derating einsetzt.

Das Alleinstellungsmerkmal: 50-Volt-System und konstante Leistung

Ein Aspekt, der bei den Diskussionen um den Specialized-Antrieb oft untergeht, ist die herausragende Konstanz der Leistungsabgabe über die gesamte Akkukapazität. Ein Blick auf unsere Prüfstands-Auswertungen auf eBike-Lab zeigt, dass der Specialized-Motor der einzige Antrieb im Testfeld ist, dessen Leistungslinie über die ersten 15 bis 20 Minuten bis zum Einsetzen des Deratings absolut linear verläuft. Die Leistung schwankt um maximal ein Prozent.



Der Grund hierfür liegt in der höheren Systemspannung von rund 50 Volt und einem speziell darauf abgestimmten Batteriemanagementsystem (BMS). Während Konkurrenz-Antriebe mit sinkendem Akkuladestand auch parallel an Motorleistung einbüßen (oft spürbar ab 20 bis 30 Prozent Restkapazität), liefert Specialized bis zu einem Akkustand von 2 bis 3 Prozent die absolute Maximalleistung. Dieses Verhalten ist in der Praxis ein enormer Vorteil und unterstreicht den sportlichen Anspruch des Systems.

Gewicht und Lade-Infrastruktur: Kompromisse und Überraschungen

Zur objektiven Wahrheit des 3.1 Systems gehört jedoch auch das Gewicht. Das gesamte Antriebssystem ist massiv gebaut. Der Motor allein bringt 3,2 Kilogramm auf die Waage. Kombiniert mit dem für seine Robustheit bekannten 840-Wh-Akku, der beachtliche 4,4 Kilogramm wiegt, landet das Gesamtsystem bei rund 7,6 Kilogramm. Im Vergleich zu Modellen von Bosch oder Avinox mit ähnlicher Akkukapazität ist das deutlich schwerer. Specialized erkauft sich damit zwar konstruktionsbedingte Vorteile in der Thermik und Langlebigkeit, leichte E-MTBs lassen sich auf dieser Basis jedoch nur schwer realisieren. Positiv: Inzwischen ist auch der angekündigte 600-Wh-Akku regulär verfügbar, zudem gibt es einen Range Extender mit 280 Wh.

Überraschend gut schneidet Specialized beim Thema Laden ab. Neben dem wuchtigen, 2,5 Kilogramm schweren S-Works Smart Charger, der mit 12 Ampere den großen 840-Wh-Akku in unter einer Stunde von 0 auf 80 Prozent lädt, haben wir auch das Standard-Ladegerät getestet. Dieses unscheinbare, leichte Netzteil liefert nominell 4 Ampere. Da das E-Bike jedoch ein 50-Volt-System nutzt, liegt die Ladespannung bei knapp 59 Volt. Die resultierende Ladeleistung in Watt ist dadurch extrem hoch. So lädt das kompakte 4A-Ladegerät den riesigen Akku in nur 2,5 Stunden auf 80 Prozent und benötigt für eine Vollladung lediglich 3,5 Stunden. Damit ist es fast doppelt so schnell wie ein klassisches 36-Volt-Ladegerät mit 4 Ampere der Konkurrenz.



Fahreigenschaften: Zwischen roher Gewalt und Feingefühl

Auf dem Trail bestätigt sich der Leistungszuwachs durch das Software-Update sofort. Der Motor zieht von unten heraus mit einem massiven Drehmoment weg – gefühlt sogar noch durchzugsstärker als ein Avinox M1. In steilen, technischen Anstiegen mit schwerem Gang entfaltet das Aggregat, insbesondere in der S-Works-Version, eine Urgewalt, die bei aktuellen Mittelmotoren ihresgleichen sucht.

Dennoch bleibt das natürliche Fahrgefühl in den meisten Situationen erhalten, was vor allem der „Dynamic Micro-Tune“ Funktion zu verdanken ist. Hier lässt sich während der Fahrt in zehn Stufen anpassen, wie viel Eigenleistung für das Abrufen der Maximalleistung nötig ist. Dies erzeugt ein dynamisches „Gummiband-Gefühl“, das den Fahrer für sportlichen Input belohnt. Eine gelungene Neuerung ist der „0/100 Modus“ auf der niedrigsten Stufe, bei dem der Motor die Eigenleistung exakt im Verhältnis 1:1 verstärkt.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es beim Ansprechverhalten aus dem Stand. Auf der ersten Viertel-Kurbelumdrehung gönnt sich das System weiterhin eine minimale Denksekunde und reagiert spürbar verzögerter als beispielsweise ein extrem bissiger Bosch CX Gen 5.



Abschließend ein Blick auf die Geräuschkulisse: Im Uphill präsentierte sich unser Testmotor flüsterleise, teilweise sogar unter dem Geräuschniveau der Konkurrenz. Auf dem Trail (im Downhill) leidet der 3.1 Antrieb jedoch unter einem gelegentlichen Getriebeklappern. Specialized räumt dies inzwischen offiziell ein. Es tritt nicht durchgehend auf, sondern hängt von Kurbelstellung und Schlagfrequenz ab. Zwar ist das Klappern verhältnismäßig leise und für die meisten Fahrer kaum störend, Puristen, die ein absolut lautloses Bike erwarten, sollten dieses Detail jedoch kennen.

Fazit

Das Software-Update tut dem Specialized 3.1 Antrieb spürbar gut. Die Leistungsdaten sind herausragend, die Konstanz bis zum leeren Akku ist unerreicht und die Abstimmbarkeit während der Fahrt bleibt ein Branchen-Benchmark. Wer über das relativ hohe Systemgewicht und das gelegentliche Klappern auf dem Trail hinwegsehen kann, findet hier aktuell eines der stärksten und am besten durchdachten Antriebssysteme auf dem Markt.

Stichworte:#VMmtbfeaturedLevoSpecialized

Über Michael Faiß

Michael Faiß hat in München Englisch und Geschichte studiert. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England arbeitete er als Übersetzer unter anderem für das Magazin Procycling und das Degen Mediahouse. Außerdem ist er seit der Kindheit passionierter Radfahrer und –schrauber und fühlt sich vor allem abseits der asphaltierten Wege zuhause.

Lapierre Overvolt AM CF MY26

Allmountain E-MTB mit High-End-Vollcarbonrahmen: Lapierre Overvolt AM CF MY26

Pivots stärkste XC-Maschine für den roten Bereich: Das brandneue Pivot Mach 4 SL

Wilde Drop Bar Maschine für wilde Rides: Kona LBF – The „Legend of Big Fork“

Verlosung: Gewinne ein Diamant Suvea Trip Pro mit 800 Wh Akku

Eine Offenbarung für harte Touren in rauer Umgebung: Bikepackingtaschen von Revelate Designs

Tarran T1 Pro im Test: Das Smart-Car unter den E-Cargobikes?

Drehmomentfeste Schaltung für Enduro und E-Bikes: Die neue Microshift Advent MX

Verlosung: Gewinne dein texlock eyelet Fahrradschloss in der Limitierten Stardust Edition

Kraftvoller, moderner und vielseitiger: Die neue Giant Stance E+ Generation (MY27)

Für Rider, die nicht zwischen Bikes wechseln wollen: Propain Tyee Trail

Die neuen RockShox und SRAM DH-Produkte Modelljahr 2027

Gelassenheit bedeutet Speed: Die neuen RockShox und SRAM DH-Produkte Modelljahr 2027

Race Face Era eMTB-Laufräder

Robuste Carbonlaufräder für härteste E-Mountainbike-Abenteuer: Race Face Era eMTB-Laufräder

Specialized Levo R

Specialized Levo R im Test: Weniger Federweg, mehr Charakter?

Cleaner Urban Style: Bikepackingtaschen von Chrome Industries

Ähnliche Beiträge

  • Specialized 3.1 (S-Works) Antrieb im Test: Evolution mit eigenem Charakter
  • Specialized Levo SL 2023 im Test: Vielseitiges Light E-MTB zum sportlichen Preis
  • Specialized Levo R im Test: Weniger Federweg, mehr Charakter?
  • Mehr Watt per App: Specialized 3.1 Motoren erhalten signifikanten Power-Boost
  • Fox 34 SL Factory im Praxistest: Die neue Federgabel-Referenz für leichte Bikes?
  • Velomotion Team
  • Mediafacts
  • Impressum
  • Datenschutz/ DSGVO

© 2026 · Velomotion GmbH